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Eutin Veranstaltungen
November 2016

 

01. November – 22. Dezember 2016

„Adventsladen“ im Museumsshop

Adventsladen im Schloss EutinDer Museumsshop im Schloss putzt sich weihnachtlich heraus und öffnet als Adventsladen die Tore.

Während der Öffnungszeiten des Museums lässt es sich hier nach Kuriositäten, Dekorationen und schönen Geschenken stöbern.

dienstags bis sonntags jeweils 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Museumsshop, Schloss Eutin, Schlossplatz 5, 23701 Eutin
www.schloss-eutin.de


02. November 2016

Nachmittags-Führung mit Dr. Julia Hümme
durch die Sonderausstellung
„Friedrich Overbeck (1789-1869) in Wien“
– Unbekannte Zeichnungen aus dem Ostholstein-Museum Eutin

Friedrich Overbeck - Der Hauptmann Cornelius und der Engel -1808Bei einem Rundgang werden Einblicke in das frühe zeichnerische Schaffen des berühmten Romantikers Friedrich Overbeck gegeben und die große kunsthistorische Bedeutung der bisher unbekannten Zeichnungen, die erst vor zwei Jahren in den Beständen des Museums entdeckt wurden, erläutert.

In der Zeit vom 09. September bis 20. November 2016 zeigt das Ostholstein-Museum bislang unbekannte Zeichnungen des berühmten Romantikers und Nazareners Friedrich Overbeck (*1789 Lübeck – †1869 Rom) aus dem Bestand des Eutiner Museums.

Bei den in der Ausstellung präsentierten Arbeiten handelt es sich um den Inhalt eines Mappenwerkes, das im Herbst 2014 in den Museumsmagazinen zufällig entdeckt wurde und sich in der weiteren Erforschung des Inhalts als ein kleiner Sensationsfund herausstellte.

In der braunmarmorierten Mappe befanden sich zum einen 15 druckgrafische Blätter nach Zeichnungen Friedrich Overbecks und eine kleine Mappe mit sechs religiösen Allegorien, die der Künstler 1833 entworfen hatte und von einer dritten, unbekannten Person mit Bleistift kopiert und dann in Feder und Tusche farbig gefasst worden waren; zum anderen lagen darin 19 Zeichenblätter, bei denen es sich, wie sich herausstellte, um Originale von Friedrich Overbeck handelte, die in Bleistift, in Feder und in zwei Fällen in Öl ausgeführt waren und zum Teil auch rückseitig Zeichnungen aufwiesen.

Dem kunstinteressierten Publikum ist Friedrich Overbeck als führender Vertreter der romantisch-religiösen Malerei und als solcher vor allem als Mitbegründer des „Lukasbundes“, deren Mitglieder gemeinhin „Nazarener“ genannt wurden, ein Begriff.

Zu seinen bekanntesten Werken gehört mit Sicherheit das Ölbild „Italia und Germania“, das während seiner Anfangszeit in Rom zwischen 1811 und 1828 entstand. Zuvor hatte der in Lübeck geborene Friedrich Overbeck von 1806 bis 1810 an der Akademie in Wien studiert. Aus dieser Zeit stammen auch die Eutiner Zeichnungen, die z. T. in direkter Beziehung zu seinen Studienkollegen und späteren Lukasbrüdern Franz Pforr und Ludwig Vogel stehen und damit Einblicke in deren gemeinsame Studienarbeit gewähren.

Die Eutiner Zeichenblätter zeigen deutlich die akademischen Vorgaben in der Vermittlung der Zeichenkunst, belegen aber auch auf eindrucksvolle Weise die frühe künstlerische Begabung und die selbstbewusste zeichnerische Weiterentwicklung des jungen Friedrich Overbeck. Gerade hierin offenbart sich der hohe Wert der in Eutin entdeckten Blätter für die kunstgeschichtliche Forschung – ein wahrer Glücksfall für das Ostholstein-Museum.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog im Verlag Ludwig (19,90 €).

Mittwoch 15:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


02. November 2016

Lesung
Stevan Paul „Der große Glander“

Stevan PaulDer junge Künstler Gustav Glander wird im New York der 1990er-Jahre zum Star der Eat-Art-Bewegung.
Seine kulinarisch geprägten Arbeiten und Aktionen sind spektakuläre Inszenierungen und treffen den Nerv der Zeit, Kritiker und Sammler stürzen sich auf die Werke des schweigsamen Deutschen. Doch der Erfolg bereitet Glander Unbehagen. Von einem Tag auf den anderen verschwindet er. Spurlos.

Stevan Paul geht in seinem ersten Roman »Der große Glander« der Frage nach, was Essen zur Kunst macht.
Er erzählt von der Liebe, vom Heimkommen und von der Freiheit, sich immer wieder selbst neu erfinden zu können.
Herausgekommen ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Sorgfalt und das Authentische, eine Liebeserklärung ans Kochen – und ein großer Spaß.

1969 geboren, verbrachte Stevan Paul seine Kindheit und Jugend in seiner Heimatstadt Ravensburg, am Bodensee und im Allgäu.
Der gelernte Koch ist Autor zahlreicher Kochbuchbestseller, schreibt als freier Journalist kulinarische Texte und Reisereportagen für Zeitschriften und Magazine, ist Radiokolumnist, betreibt einen der meistgelesenen kulinarischen Blogs (www.nutriculinary.com) und lebt seit über 20 Jahren in Hamburg.

Nach seinen Kurzgeschichten in den Bänden „Monsieur, der Hummer und ich“ und „Schlaraffenland“ präsentiert Stevan Paul jetzt bei uns seinen ersten Roman.
Und der wunderbare Autor ist auch ein brillanter Erzähler!

Mittwoch 20:00 Uhr, Einlass 19:00 Uhr

Eintritt: 15,00 €
Kartenreservierungen ist erforderlich unter Tel. 04521-776062

Ort: Kleiner Salon des Weingeistes, Markt 9a, 23701 Eutin
www.weingeist-eutin.de

www.stevanpaul.de

www.mairisch.de


02. November 2016

Auguste Bolte –
eine Zählung mit Musik nach Texten von Kurt Schwitters
mit Volker Ranisch

Volker Ranisch - Auguste BolteEine wirklich außergewöhnliche Veranstaltung kann man im Filmkunsttheater Binchen erleben:
Der Kulturbund Eutin hat das Ring-Theater Zürich eingeladen, seine Produktion zum Dada-Erinnerungsjahr 2016 bei uns zu zeigen, und so kommt, “Auguste Bolte: eine Zählung mit Musik  nach Texten von Kurt Schwitters unter Mitwirkung eines Schauspielers und zweier Eier aus der Region” auch in Eutin auf die Bühne.
Unter der Regie von André Steger spielt und singt Volker Ranisch, die Musik ist von Christoph Baumann.

Im Frühjahr 1916 wurde in Zürich mit der Gründung des Cabaret Voltaire die Kunstrichtung des Dadaismus in’s Leben gerufen, wobei sich Dada eher als Anti-Kunst verstand. Selten ist eine Kunstbewegung so fundamental gegen den herrschenden Zeitgeist angetreten, hat so radikal gegen die bürgerliche Gesellschaft, die gängigen Kunstformen und die politischen Verhältnisse polemisiert. Die Provokation, die Satire, die Auflösung überkommener Formen ist ihr Prinzip in Kunst und Literatur. Es entstehen die ersten Lautgedichte, Collagen, Fotomontagen. Die Auftritte der Künstler sind spektakulär. Und es entsteht eine internationale Kunstbewegung, die sich prononciert gegen Nationalismus Militarismus, Kriegsbegeisterung und vor allem gegen den Irrsinn des Kriegs selbst engagiert. Dada war nicht nur ein Stil sondern immer auch eine Haltung: mit Unsinn gegen den Wahnsinn lautete das Motto.

Die Einflüsse des Dadaismus reichen bis in die Gegenwart. Und der diesjährige 100. Geburtstag wurde der Anlass für ein Dada-Erinnerungsjahr.

Und wie kommt nun Auguste Bolte in’s Spiel?

Nun, eines sollte man wissen: “Auguste Bolte wusste immer, was sie wollte”. Da gehen 10 Menschen genau in ein und derselben Richtung. “Da muss was los sein” stellt Auguste messerscharf fest und beschließt “nichts wie hinterher!” Und damit beginnt eine Verfolgungsjagd, die in ihrer verqueren Logik und Komik ihres gleichen sucht. Denn herausfinden, was wirklich los ist, scheint gar nicht so einfach zu sein. Und mit Hinterherlaufen allein ist es nicht getan.

Auguste trifft auf seltsame Begegnungen, auf diverse Hindernisse, aber das eigentliche Problem beginnt, als die zu verfolgenden Zehn sich plötzlich aufteilen und fünf in die eine und fünf in die andere Richtung gehen. Frl. Auguste Bolte stellt sich buchstäblich laufend die Frage “Was ist nun zu tun?” Und sie weiß sich zu helfen. Sich nur nicht beirren lassen, konsequent alles verfolgen, was Hinweise liefern könnte, damit  sie erfährt, was denn nun wirklich und tatsächlich los ist. In wahnwitzigem Tempo pendelt Auguste zwischen der sich immer weiter aufteilenden Menge Mensch hin und her. Und das Publikum folgt ihr auf der Jagd nach den vermeintlichen Sensationen des Lebens. Wie wird das enden?

Letztlich ist dies eine großartige Persiflage auf jede Art von Systemdenken. Auf absurd-witzige Weise wird in dadaistischer Manier vorgeführt, wohin systemkonformes Verhalten führt. Absurdes Theater? Nicht absurder als das Leben selbst. Die Bezüge zu unserer heutigen Lebenssituation im Informationszeitalter sind offensichtlich und durchaus erhellend.

Kurt Schwitters war einer der bekanntesten, vielseitigsten Vertreter des Dadaismus in Deutschland, wobei er selbst sich als MERZ-Künstler  bezeichnete. Sein Prosatext “Auguste Bolte” entstand  1923 in Form einer Doktorarbeit mit Fußnoten. Schwitters, der in Hannover lebte, musste als “entarteter” Künstler das nationalsozialistische Deutschland verlassen. Seine Schriften kamen auf die Liste sogenannter “undeutscher” Bücher, die zu verbrennen waren. Seine Kunst wurde aus den Museen entfernt. Er starb 1948 im englischen Exil.

Volker Ranisch

Volker Ranisch ist schon mehrfach in Eutin aufgetreten. Er absolvierte sein Schauspielstudium an der Theaterhochschule in Leipzig und war dann u. a. an den Schauspielhäusern von Leipzig und Zürich sowie am Deutschen Theater Berlin engagiert. Viele Jahre prägte er als Ensemblemitglied den Spielplan des Theaters im Palais in Berlin als Schauspieler und Regisseur. Seit 1999 besteht seine Zusammenarbeit mit André Steger in Produktionen des Ring-Theaters.  Er arbeitet für Film und Fernsehen sowie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Berlin, und der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy”, Leipzig.

Die kleinen Produktionen des Ring-Theaters mit Volker Ranisch sind von bemerkenswerter Qualität. Immer an literarisch hochwertigen Texten orientiert, haben sie sich von der anfänglichen szenischen Lesung mit gestischer Unterstreichung zu einer zunehmend opulenten theatralen Form entwickelt. Durch die Einbeziehung von Musik und Ausstattung sind, zusammen mit der beeindruckenden Schauspielkunst von Volker Ranisch, exquisite Kabinettstücke entstanden, die perfekt auf unsere kleine Bühne passen. Beste Voraussetzungen für ein ungewöhnliches Dada-Spektakel!

Mittwoch 20:00 Uhr

Eintritt: 12,- € / erm. 10,- €
Vorverkauf: Tourist-Info Eutin, Markt 19, 23701 Eutin, Tel. 04521-709734
Abendkasse ab 19:00 Uhr

Ort: Binchen Filmkunsttheater, Albert-Mahlstedt-Straße 2, 23701 Eutin
www.koki-eutin.de

www.kulturbund-eutin.de


03. November 2016

„Ik segg ju un dat ganze Volk een groote Freud an!“
De Wiehnachtsgeschicht op Plattdüütsch

Ulrich Gradert - De Wiehnachtsgschicht„Dat weer to de Tiet, as de Kaiser Augustus anseggt harr, dat all de Lüüd in sien Riek tellt warn schulln, dat se för de Stüer to faten weern.“

In vielen Sprachen der Welt sind dies vertraute Worte, denn sie gehören zu einer der ältestesten und bekanntesten Geschichten der Menschheit. In ihrer Kürze berührt sie aktuelle politische Themen genauso wie die Tiefen unserer Sehnsüchte und Hoffnungen.

Pastor Ulrich Gradert hat es unternommen, den großartigsten Text der Weltliteratur neu zu erzählen.
Ulrich Gradert, Jahrgang 1957, erlebte in seiner Kindheit das Niederdeutsche als Alltagssprache. Aufgewachsen ist er auf einem Bauernhof in Ostholstein. Er arbeitet als Pastor in der Ev.-luth. Kirchengemeinde Plön. Rund zwanzig Jahre war er Lehrbeauftragter für plattdeutsche Predigt an der Kieler Universität. In seinen Büchern und seinem Wirken bleibt ihm das Niederdeutsche, diese Sprache voller Dynamik und zeitloser Lebendigkeit, immer kostbar.

Illustriert wurde das Buch vom jungen Malenter Künstler Florian Frick, einem 1987 in Berlin geborenen Diplom-Designer mit den beruflichen Schwerpunkten Illustration und Design.

Verlegt im heimischen Verlag Vitolibro, hat dieses Büchlein den Anspruch, zum kleinen Geschenk und Weihnachtsbuch für die ganze Familie zu werden.

Nach der Lesung von Ulrich Gradert stellt der Verleger Vito von Eichborn kurz seinen Verlag Vitolibro vor, mit dem er sich auf norddeutsche Regionalia spezialisiert hat.

Und dann stehen die Beteiligten Ulrich Gradert, Florian Frick und Vito von Eichborn für Fragen, Gespräche und gern auch eine offene Diskussionen zur Verfügung.

Anregende Unterhaltung wünscht der WEINGEIST.

Donnerstag 17:00 Uhr

Eintritt: frei, wir bitten um Reservierung unter Tel. 04521-776062

Ort: Kleiner Salon des Weingeistes, Markt 9a, 23701 Eutin
www.weingeist-eutin.de


04. November 2016

Büchersprechstunde in der Eutiner Landesbibliothek

Lesende von Karlheinz Goedtke vor der Landesbibliothek EutinKostenlose Begutachtung und Bewertung alter Bücher sowie Beratung in Restaurierungsfragen.

Da sich der Aufwand für die Landesbibliothek in Grenzen halten muss, können nur einzelne Stücke begutachtet und bewertet werden.

Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Freitag 16:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
www.lb-eutin.de


06. November 2016

Sonntags-Führung mit Dr. Julia Hümme
durch die Sonderausstellung
„Gestatten, mein Name ist Geschichte!“
Jörg Immendorff – Grafische Werke

Jörg Immendorf in seinem Atelier 1997 © Michael DannenmannLetzter Tag der Ausstellung!

Bei einem Rundgang durch die Ausstellung werden anhand von ausgewählten Arbeiten ein Überblick über das grafische Schaffen des 2007 verstorbenen Malers gegeben und dabei die Besonderheiten in seinem künstlerischen Werk erläutert.

Unter der programmatischen Überschrift „Gestatten, mein Name ist Geschichte!“ zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin vom 17. Juli bis zum 06. November 2016 ausgewählte Grafiken aus dem Œuvre von Jörg Immendorff (1945-2007).
Präsentiert werden Arbeiten aus seinen unterschiedlichen Werkphasen von den 1980er Jahren bis 2007.

Die Grafik hat den Künstler Jörg Immendorff, der als junger Maler schon einmal das Verdikt „Hört auf zu malen!“ auf eines seiner Bilder schrieb, zeit seines Schaffenslebens begleitet. Sie vervollständigte auf eine eigene Art und Weise die großen Serien in der Malerei wie „Café Deutschland“, die ästhetischen Ausflüge als Ausstatter auf der Bühne wie bei „The Rake’s Progress“ oder sein Wirken als Bildhauer wie bei der „Elbquelle“, die heute im sächsischen Riesa steht.

Jörg Immendorff zählte zu den bekanntesten Künstlern Deutschlands.
Frühzeitig malte er – im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern seiner Generation – realistisch.

Immendorffs Bilderwelt ähnelte lange Zeit einer mit Zitaten und Anspielungen auf die Geschichte und die Kunstgeschichte reich ausgestatteten, fast opulenten Bühne.
Die Protagonisten seiner Werke sind Künstlerfreunde, Lehrer, Vorbilder oder Figuren aus anderen Geschichten, zum Beispiel Opern, und immer wieder auch er selbst.

Seit 1998 veränderte sich der Stil des Künstlers stark. Selbst sagte er, er wolle seine Gemälde von dem erzählenden Lametta befreien, um zu einer reineren Malerei zu kommen. Ein Grund für den neuen Stil dürfte u. a. auch die Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) gewesen sein, an der Immendorff seit 1997 litt.

Die Ausstellung in Eutin gibt einen Überblick über das grafische Schaffen des 2007 verstorbenen Künstlers. Sie beschränkt sich bewusst nicht nur auf einzelne Mappenwerke oder Motive, sondern will einen möglichst vielgestaltigen Blick auf die reiche Motivwelt dieses faszinierenden, den Lauf der Weltgeschichte in seinen Bildern vorausahnenden Künstlers bieten. Neben den kleineren Blättern sind es insbesondere seine ungewöhnlich großformatigen Grafiken, die den Betrachter faszinieren.

„Gestatten, mein Name ist Geschichte!“ Jörg Immendorff – Grafische Werke“ ist eine Kooperation des Ostholstein-Museums Eutin mit der Galerie Breckner in Düsseldorf.
Begleitend zur Ausstellung erscheint im Kunstverlag Till Breckner ein Katalog, der ab 01. August im Museum für 20,00 € erhältlich ist.

Sonntag 11:30 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © Michael Dannenmann


15. November 2015

Abend-Führung mit Dr. Julia Hümme
durch die Sonderausstellung
„Friedrich Overbeck (1789-1869) in Wien“
– Unbekannte Zeichnungen aus dem Ostholstein-Museum Eutin

Friedrich Overbeck - Der Hauptmann Cornelius und der Engel -1808Bei einem Rundgang werden Einblicke in das frühe zeichnerische Schaffen des berühmten Romantikers Friedrich Overbeck gegeben und die große kunsthistorische Bedeutung der bisher unbekannten Zeichnungen, die erst vor zwei Jahren in den Beständen des Museums entdeckt wurden, erläutert.

In der Zeit vom 09. September bis 20. November 2016 zeigt das Ostholstein-Museum bislang unbekannte Zeichnungen des berühmten Romantikers und Nazareners Friedrich Overbeck (*1789 Lübeck – †1869 Rom) aus dem Bestand des Eutiner Museums.

Bei den in der Ausstellung präsentierten Arbeiten handelt es sich um den Inhalt eines Mappenwerkes, das im Herbst 2014 in den Museumsmagazinen zufällig entdeckt wurde und sich in der weiteren Erforschung des Inhalts als ein kleiner Sensationsfund herausstellte.

In der braunmarmorierten Mappe befanden sich zum einen 15 druckgrafische Blätter nach Zeichnungen Friedrich Overbecks und eine kleine Mappe mit sechs religiösen Allegorien, die der Künstler 1833 entworfen hatte und von einer dritten, unbekannten Person mit Bleistift kopiert und dann in Feder und Tusche farbig gefasst worden waren; zum anderen lagen darin 19 Zeichenblätter, bei denen es sich, wie sich herausstellte, um Originale von Friedrich Overbeck handelte, die in Bleistift, in Feder und in zwei Fällen in Öl ausgeführt waren und zum Teil auch rückseitig Zeichnungen aufwiesen.

Dem kunstinteressierten Publikum ist Friedrich Overbeck als führender Vertreter der romantisch-religiösen Malerei und als solcher vor allem als Mitbegründer des „Lukasbundes“, deren Mitglieder gemeinhin „Nazarener“ genannt wurden, ein Begriff.

Zu seinen bekanntesten Werken gehört mit Sicherheit das Ölbild „Italia und Germania“, das während seiner Anfangszeit in Rom zwischen 1811 und 1828 entstand. Zuvor hatte der in Lübeck geborene Friedrich Overbeck von 1806 bis 1810 an der Akademie in Wien studiert. Aus dieser Zeit stammen auch die Eutiner Zeichnungen, die z. T. in direkter Beziehung zu seinen Studienkollegen und späteren Lukasbrüdern Franz Pforr und Ludwig Vogel stehen und damit Einblicke in deren gemeinsame Studienarbeit gewähren.

Die Eutiner Zeichenblätter zeigen deutlich die akademischen Vorgaben in der Vermittlung der Zeichenkunst, belegen aber auch auf eindrucksvolle Weise die frühe künstlerische Begabung und die selbstbewusste zeichnerische Weiterentwicklung des jungen Friedrich Overbeck. Gerade hierin offenbart sich der hohe Wert der in Eutin entdeckten Blätter für die kunstgeschichtliche Forschung – ein wahrer Glücksfall für das Ostholstein-Museum.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog im Verlag Ludwig (19,90 €).

Mittwoch 18:00 – 19:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


16. November 2016

Vortrag
Das Lübecker Bistum
von 1160 bis 1803
mit der Residenz Eutin

Ausschnitt aus der Eutin-Karte aus Georg Braun / Franz Hogenberg: Civitates Orbis Terrarum (um 1598) © Eutiner LandesbibliothekVortrag von Günter Meyer (Bad Malente)

Die Geschichte Eutins ist seit dem Mittelalter wesentlich durch die Lübecker Bischöfe geprägt, die seit dem 12. Jahrhundert hier residierten.

Im Vortrag von Herrn Meyer wird es darum gehen, wie diese Bistumsgeschichte Eutin und sein Umland im Einzelnen prägte und welche Bedeutung das Lübecker Domkapitel dabei hatte.
Dabei geht es auch um das verzwickte Abkommen, demzufolge fünf Gottorfer nacheinander zu Bischöfen gewählt werden sollten (und auch wurden).

Herr Meyer wird ebenfalls erläutern, wie Bischof Hans im Dreißigjährigen Krieg die wirtschaftliche Grundlage für das Bistum sicherte und die Verwaltung der Dörfer des Domkapitels organisierte.

Mit diesem Vortrag illustriert Herr Meyer den großen ersten Teil der Residenzgeschichte Eutins, bevor die Oldenburger Herzöge ab dem 18. Jahrhundert für Eutin prägend wurden.

Mittwoch 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin

Veranstalter: Freundeskreis Schloss Eutin und Freunde der Eutiner Landesbibliothek
www.lb-eutin.de

Foto © Eutiner Landesbibliothek


18. November 2016

Vortrag
“Friedrich Overbeck und der Beginn der Romantik”

Friedrich Overbeck - Der Hauptmann Cornelius und der Engel, 1808Ausgehend von den aktuell im Ostholstein-Museum präsentierten Zeichnungen von Friedrich Overbeck wird der Kunsthistoriker Prof. Dr. Michael Thimann von der Universität Göttingen mit besonderem Augenmerk auf die frühen Künstlerjahre Einblicke in das Leben und Schaffen eines der berühmtesten Vertreter der romantisch-religiösen Malerei geben.

Nach der Entdeckung der Eutiner Zeichnungen im Herbst 2014 erforschte er als Kenner der Romantik und Klassik die Hintergründe und Inhalte der Overbeck-Arbeiten, so dass sie nun der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert werden können.

Durch großes Engagement in der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Zeichnungsfundes konnten sämtliche Zeichnungen durch ihn zeitlich und thematisch eingeordnet, in Beziehung zu Arbeiten von Overbecks Studienkollegen und zu den damaligen akademischen Richtlinien in Wien gesetzt und der für die Forschung besondere Wert der einzelnen Blätter bestimmt werden.

Die Besonderheiten der Eutiner Overbeck-Zeichnungen und ihre Bedeutung für die Frühromantik wird Herr Prof. Thimann in einem Lichtbild-Vortrag den Besuchern näher bringen.

Zur Ausstellung:
In der Zeit vom 09. September bis 20. November 2016 zeigt das Ostholstein-Museum bislang unbekannte Zeichnungen des berühmten Romantikers und Nazareners Friedrich Overbeck (*1789 Lübeck – †1869 Rom) aus dem Bestand des Eutiner Museums.

Bei den in der Ausstellung präsentierten Arbeiten handelt es sich um den Inhalt eines Mappenwerkes, das im Herbst 2014 in den Museumsmagazinen zufällig entdeckt wurde und sich in der weiteren Erforschung des Inhalts als ein kleiner Sensationsfund herausstellte. In der braunmarmorierten Mappe befanden sich zum einen 15 druckgrafische Blätter nach Zeichnungen Friedrich Overbecks und eine kleine Mappe mit sechs religiösen Allegorien, die der Künstler 1833 entworfen hatte und von einer dritten, unbekannten Person mit Bleistift kopiert und dann in Feder und Tusche farbig gefasst worden waren; zum anderen lagen darin 19 Zeichenblätter, bei denen es sich, wie sich herausstellte, um Originale von Friedrich Overbeck handelte, die in Bleistift, in Feder und in zwei Fällen in Öl ausgeführt waren und zum Teil auch rückseitig Zeichnungen aufwiesen.

Dem kunstinteressierten Publikum ist Friedrich Overbeck als führender Vertreter der romantisch-religiösen Malerei und als solcher vor allem als Mitbegründer des „Lukasbundes“, deren Mitglieder gemeinhin „Nazarener“ genannt wurden, ein Begriff.
Zu seinen bekanntesten Werken gehört mit Sicherheit das Ölbild „Italia und Germania“, das während seiner Anfangszeit in Rom zwischen 1811 und 1828 entstand. Zuvor hatte der in Lübeck geborene Friedrich Overbeck von 1806 bis 1810 an der Akademie in Wien studiert.
Aus dieser Zeit stammen auch die Eutiner Zeichnungen, die z. T. in direkter Beziehung zu seinen Studienkollegen und späteren Lukasbrüdern Franz Pforr und Ludwig Vogel stehen und damit Einblicke in deren gemeinsame Studienarbeit gewähren.

Die Eutiner Zeichenblätter zeigen deutlich die akademischen Vorgaben in der Vermittlung der Zeichenkunst, belegen aber auch auf eindrucksvolle Weise die frühe künstlerische Begabung und die selbstbewusste zeichnerische Weiterentwicklung des jungen Friedrich Overbeck. Gerade hierin offenbart sich der hohe Wert der in Eutin entdeckten Blätter für die kunstgeschichtliche Forschung – ein wahrer Glücksfall für das Ostholstein-Museum.

Begleitend zur Ausstellung ist ein reich illustrierter Katalog im Verlag Ludwig erschienen (19,90 €).

Freitag 19:00 Uhr

Eintritt: 8,00 €, ermäßigt 5,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


19. November 2016

Einführungseminar in die Familienforschung

Landesbibliothek EutinMöchten Sie wissen, wer Ihre Ahnen in den letzten Jahrhunderten waren, wo und wie sie gelebt haben?

Oft kennt man außer den Eltern nur die Großeltern, vielleicht die Urgroßeltern – von Fotos.
Manchmal sind noch die Heiratsurkunden oder andere Unterlagen der letzten zwei oder drei Generationen erhalten – meist nicht.

Wer also mehr wissen möchte, der ist herzlich eingeladen zur Einführung in die Familienforschung.

In diesem Einführungskurs erhalten Sie einen Überblick über die Systematik der Genealogie. Dabei lernen Sie verschiedene Methoden kennen, die Ihnen behilflich sind, wenn Sie Ihre eigene Ahnentafel mit einer Familienchronik beginnen wollen.

Den einführenden Vortrag hält Dr. Klaus-D. Kohrt, der selbst seit einigen Jahren Familienforschung betreibt und in verschiedenen genealogischen Vereinen aktiv ist, u. a. im Verein für Schleswig-Holsteinische Familienforschung e.V.
Anhand von Beispielen aus seiner eigenen Arbeit wird Dr. Kohrt die Herausforderungen und Möglichkeiten der Familienforschung veranschaulichen und eine Vielzahl von Quellen aufzeigen, von der Recherche im Familienkreis über die Archivarbeit bis hin zur Nutzung des Internets.

Während der anschließenden Fragestunde erhalten Sie Anregungen für Ihren persönlichen Einstieg in die Familienforschung und haben die Möglichkeit, konkrete Themenwünsche einzubringen.

Frau Dr. Anke Scharrenberg ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Eutiner Landesbibliothek.
Sie wird Ihnen die Eutiner Landesbibliothek und eine Literaturauswahl aus der Bibliothek vorstellen, die Interessantes für Familienforscher bietet.

Samstag 15:00 – ca. 18:00 Uhr

Teilnahme: 10,- €
Die Teilnahmegebühr ist bei der Anmeldung im Voraus zu entrichten.
Die Anmeldung ist persönlich in der Bibliothek oder telefonisch unter Tel. 04521-788770 möglich.

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin

Veranstalter: Eutiner Landesbibliothek & Schleswig-Holsteinische Familienforschung e.V.
www.lb-eutin.de

www.genealogy.net/vereine/SHFam/


19. November 2016

Dylan Thomas – Rückreise
Szenische Lesung mit Moritz Röhl

Dylan Thomas So einer wie er wird nicht alt. 1914 ist er geboren, 1953 gestorben: Dylan Thomas, nach eigener Aussage erstens Waliser, zweitens Trinker und drittens Liebhaber der menschlichen Rasse, speziell der Frauen. Seiner selbstironischen Aussage wäre noch als allererstes hinzuzufügen: einer der bedeutendsten Dichter der Moderne.
Er schrieb Gedichte, Essays, Drehbücher und ein Hörspiel, das ihn berühmt machte: »Unter dem Milchwald«.

Einen Brotberuf hat er nie gehabt (nach einem kurzen Zwischenspiel als Reporter), hat von der Hand in den Mund gelebt, wie besessen geschrieben und vor allem getrunken.
Er verbrachte, wie seine Frau sagte, »den besten Teil des Morgens in der Küche der Dorfkneipe, schloss Wetten auf Pferde ab und lauschte, ja tatsächlich, lauschte mit offenem Mund dem Klatsch und den Skandalgeschichten und trank langsam aber regelmäßig dieses eklig schale Welsh Bitter«. Dann schrieb er bis zum Abend, schrieb über Liebe und Angst, Geburt und Tod, Leidenschaften und Süchte.
Daneben war er ein begnadeter Vortragskünstler.
Aber alles Geld ging für Alkohol drauf, während es ihm und seiner Familie oft am Nötigsten fehlte.

1953, während einer seiner umjubelten Vortragsreisen fiel er – nach 18 Gläsern Whisky, die er gegen seine Leibschmerzen innerhalb einer Stunde heruntergekippt hatte – ins Koma und starb fünf Tage später.

Am 19.11.2016 um 20:00 Uhr im Kulturbund Eutin gibt es nun für Kenner die Gelegenheit einer Wiederbegegnung und für Neugierige eine interessante literarische Neuentdeckung.

Unter der Regie von Reinhold Koch erweckt der Schauspieler Moritz Röhl die schrulligen Figuren des Dichters vor allem aus seiner Heimatstadt Swansea erneut zum Leben. Ihnen war er in einer Art Hassliebe zeitlebens verbunden. In seinen Geschichten wie »Rückreise« oder »Genau wie kleine Hunde« hebt Dylan Thomas behutsam das »Dach von den Häusern«, wie schon der Kritiker Friedrich Luft schrieb, und »der Blick in das Innere erweist sich als Besuch in einem Menschen-Zoo«, in dem die Menschen gefangen und gebändigt sind nur »durch die Gitterstäbe der Konvention«.

So können sich die Besucher der szenischen Lesung auf einen vergnüglichen Abend mit interessanten, runden, tragischen oder komischen Figuren einer vergangenen walisischen Welt freuen.

Samstag 20:00 Uhr

Eintritt: 12 €, ermäßigt 10 €
Vorverkauf: Tourist-Info Eutin, Markt 19, 23701 Eutin, Tel. 04521-709734
Abendkasse ab 19:00 Uhr

Ort: Binchen Filmkunsttheater, Albert-Mahlstedt-Straße 2, 23701 Eutin
www.koki-eutin.de

www.kulturbund-eutin.de


20. November 2016

Ausstellungseröffnung
Wenzel Hablik (1881-1934)
– Maler, Kunsthandwerker, Visionär
Ausstellung 20.11.2016 – 29.01.2017

Wenzel Hablik - Eismeer, 1910 - Öl auf LeinwandNach der Begrüßung durch Herrn Harald Werner, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums und Kreistagsabgeordneter aus Stockelsdorf, und einem Grußwort von Herrn Hans-Ingo Gerwanski als Direktor bei der Sparkasse Holstein wird Frau Katrin Maibaum in ihrer Funktion als Leiterin des Wenzel-Hablik-Museums in Itzehoe in die Ausstellung einführen.

Musikalisch begleitet wird die Eröffnung durch Fynn An Vi Schmäling von der Kreismusikschule Ostholstein.

In der Zeit vom 20. November 2016 bis 29. Januar 2017 widmet sich das Ostholstein-Museum dem reichen Schaffen des Malers, Grafikers, Innenarchitekten und Kunsthandwerkers Wenzel Hablik (1881-1934), der bis heute nicht nur zu den bedeutendsten Expressionisten in Schleswig-Holstein gehört, sondern auch deutschlandweit als wichtiger Vertreter der expressionistischen Architektur bekannt ist.

Das facettenreiche Werk Wenzel Habliks umfasst große Ölbilder von Sternenhimmeln mit Planetenbahnen, Porträts und norddeutsche Landschafts- und Meeresbilder, Zeichnungen und Aquarelle von utopischen Weltraumsiedlungen, beeindruckende Möbel und Textilien, kleine Kristallschlösser, exotische Muschelsammlungen, tierische Figuren aus Metall und vieles mehr.

Mit Ölbildern, Zeichnungen, Aquarellen, ausgewählten Möbeln und Designobjekten zeigt die Ausstellung einen repräsentativen Querschnitt aus dem beeindruckenden Schaffen dieses vielseitigen Künstlers, der viele Jahre gemeinsam mit seiner Frau, der Webmeisterin Elisabeth Lindemann, in Itzehoe lebte und arbeitete.

1881 in Böhmen geboren, studierte er in Wien und Prag und ließ sich schließlich 1907 in Itzehoe nieder. Während ihm in seiner Malerei vor allem das Meer, die Küsten, die Heide- und Hügellandschaften als Motive dienten, waren es die Berge mit ihren Kristallvorkommen, die ihn zu seinen atemberaubenden Architekturutopien inspirierten. Der Idee folgend, dass künstlerische Qualität für die Ausgestaltung aller Lebensbereiche Geltung habe, entwarf Hablik zudem extravagante Raumkonzepte für zahlreiche öffentliche und private Interieurs in Norddeutschland.

Sämtliche Exponate in der Ausstellung stammen aus dem Bestand des Wenzel-Hablik-Museums in Itzehoe, dem wir herzlich für die Unterstützung bei diesem Ausstellungsvorhaben danken.
Unser Dank gilt ebenfalls der Sparkassen-Kulturstiftung Ostholstein, die diese Ausstellung finanziell gefördert hat.

Sonntag 12:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


20. November 2015

Nachmittags-Führung
(mit “akademischer Zeichenstunde”)
mit Frau Ulrike Plötz

Friedrich Overbeck - Der Hauptmann Cornelius und der Engel -1808Bei einem Rundgang werden Einblicke in das frühe zeichnerische Schaffen des berühmten Romantikers Friedrich Overbeck gegeben und die große kunsthistorische Bedeutung der bisher unbekannten Zeichnungen, die erst vor zwei Jahren in den Beständen des Museums entdeckt wurden, erläutert.

Im Anschluss daran sind die Besucher eingeladen, unter Anleitung von Frau Plötz selber eine Zeichnung zu erstellen.
Materialien (wie Papier und Bleistifte) werden vom Museum gestellt.

In der Zeit vom 09. September bis 20. November 2016 zeigt das Ostholstein-Museum bislang unbekannte Zeichnungen des berühmten Romantikers und Nazareners Friedrich Overbeck (*1789 Lübeck – †1869 Rom) aus dem Bestand des Eutiner Museums.

Bei den in der Ausstellung präsentierten Arbeiten handelt es sich um den Inhalt eines Mappenwerkes, das im Herbst 2014 in den Museumsmagazinen zufällig entdeckt wurde und sich in der weiteren Erforschung des Inhalts als ein kleiner Sensationsfund herausstellte.

In der braunmarmorierten Mappe befanden sich zum einen 15 druckgrafische Blätter nach Zeichnungen Friedrich Overbecks und eine kleine Mappe mit sechs religiösen Allegorien, die der Künstler 1833 entworfen hatte und von einer dritten, unbekannten Person mit Bleistift kopiert und dann in Feder und Tusche farbig gefasst worden waren; zum anderen lagen darin 19 Zeichenblätter, bei denen es sich, wie sich herausstellte, um Originale von Friedrich Overbeck handelte, die in Bleistift, in Feder und in zwei Fällen in Öl ausgeführt waren und zum Teil auch rückseitig Zeichnungen aufwiesen.

Dem kunstinteressierten Publikum ist Friedrich Overbeck als führender Vertreter der romantisch-religiösen Malerei und als solcher vor allem als Mitbegründer des „Lukasbundes“, deren Mitglieder gemeinhin „Nazarener“ genannt wurden, ein Begriff.

Zu seinen bekanntesten Werken gehört mit Sicherheit das Ölbild „Italia und Germania“, das während seiner Anfangszeit in Rom zwischen 1811 und 1828 entstand. Zuvor hatte der in Lübeck geborene Friedrich Overbeck von 1806 bis 1810 an der Akademie in Wien studiert. Aus dieser Zeit stammen auch die Eutiner Zeichnungen, die z. T. in direkter Beziehung zu seinen Studienkollegen und späteren Lukasbrüdern Franz Pforr und Ludwig Vogel stehen und damit Einblicke in deren gemeinsame Studienarbeit gewähren.

Die Eutiner Zeichenblätter zeigen deutlich die akademischen Vorgaben in der Vermittlung der Zeichenkunst, belegen aber auch auf eindrucksvolle Weise die frühe künstlerische Begabung und die selbstbewusste zeichnerische Weiterentwicklung des jungen Friedrich Overbeck. Gerade hierin offenbart sich der hohe Wert der in Eutin entdeckten Blätter für die kunstgeschichtliche Forschung – ein wahrer Glücksfall für das Ostholstein-Museum.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog im Verlag Ludwig (19,90 €).

Sonntag 15:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


23. November 2016

Ernestine Voß –
Eine Dichterfrau und Schriftstellerin der Spätaufklärung
Buchvorstellung mit dem Autor Axel E. Walter

Caroline Bardua - Ernestine Voß 1827Ernestine Voß, geb. Boie (1756-1834), ist vor allem als Ehefrau des Dichters und Homer-Übersetzers Johann Heinrich Voß bekannt. Zu Lebzeiten wurde sie im gebildeten Deutschland oftmals mit der Pfarrerstochter Luise gleichgesetzt, der Hauptfigur der seinerzeit berühmtesten Dichtung ihres Ehemanns.

Im Gegensatz zu ihrem streitbaren Gatten galt sie als ausgleichender und freundlicher Charakter, als Idealbild einer treusorgenden Ehefrau. Doch war sie weit mehr als nur die ‚gute Seele’ der beinahe sprichwörtlichen „Vossischen Hausidylle“.
Neben einer reichen Korrespondenz hat sie eine Reihe von biographischen, pädagogischen und literarischen Texten hinterlassen, von denen zu Lebzeiten nur wenige publiziert wurden. Am bekanntesten sind ihre Mitteilungen aus dem Leben von Johann Heinrich Voß, die von ihrem Sohn Abraham herausgegeben wurden und das Bild von Johann Heinrich Voß in der deutschen Kulturgeschichte maßgeblich mitbestimmt haben. Sie dienen bis heute als eine reiche kulturgeschichtliche Quelle zum literarischen Leben am Ende des 18. Jahrhunderts.

Anhand von Manuskripten einiger ihrer Texte konnte jetzt nachgewiesen werden, dass die gedruckten Schriften von Ernestine Voß an vielen Stellen stark überarbeitet worden sind. Diese Überarbeitungen wie auch die übrigen Schriften von Ernestine Voß sind bislang von der Forschung nicht berücksichtigt worden. Dabei gelingen Ernestine Voß gerade in den ‚kleinen Formen‘ in Vers und Prosa einige überaus beachtliche und reizvolle Stücke.
Vor allem aber werden an ihren Texten Möglichkeiten und Grenzen weiblichen Schreibens in dieser Zeit erkennbar.

Das neu erschienene Buch von Axel E. Walter untersucht erstmals das gesamte schriftstellerische, nicht briefliche Werk von Ernestine Voß unter Einbezug ihrer Handschriften. Im Anhang sind einige der wichtigsten Texte mit ausführlichen Kommentaren ediert, so dass der Leser der Schriftstellerin Ernestine Voß auch unmittelbar begegnen kann.

Prof. Dr. Axel E. Walter leitet seit Juli dieses Jahres die Forschungsstelle für Historische Reisekultur an der Eutiner Landesbibliothek und lehrt als Professor an der Universität Klaipėda (Memel).
Er ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Johann Heinrich Voß-Gesellschaft und hat bereits mehrere Aufsätze zu Leben und Werk von Ernestine und Johann Heinrich Voß veröffentlicht.

Mittwoch 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Seminarraum der Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin

Veranstalter: Die Buchpräsentation wird von der Voß-Gesellschaft und der Eutiner Landesbibliothek gemeinsam veranstaltet.
www.voss-gesellschaft.de

www.lb-eutin.de

Foto: Reproduktion eines Gemäldes von Caroline Bardua (1781-1864). Es zeigt Ernestine Voß im Alter von 71 Jahren (1827) und befindet sich im Johann-Heinrich-Voß-Museum Otterndorf.


24. November 2016 bis 08. Januar 2017

Eisbahn in Eutin

Eisbahn EutinEislaufen in Eutin (Marktplatz) vom 24.11.16 – 08.01.2017 auf einer 450 m² großen überdachte Eisbahn.

Ein modernes Eisbahnsystem,das auch bei niedrigen Temperaturen für Spaß und Aufregung sorgt.

Auf einer überdachten Eislauffläche 15x30m können alle Teilnehmer gleichzeitig herumtoben oder einfach einen entspannten Moment des Gleitens genießen. Ideal geeignet,um kalte Wintertage in ein Erlebnis zu machen.

Preise für Schlittschuhlaufen:
Kinder/Jugendliche bis einschl. 14 Jahre pro Std. 2,50 €
(10er Karte 20,- €)
Jugendliche/Erwachsene pro Std. 3,- € (10er Karte 25,00 €)

Schlittschuhe ausleihen pro Std. 2,50 €
Helme, Schoner, Pinguin alles pro Std. und Stück 1,- €
Schulklassen/Kindergärten etc. pro Std. 2,- €, Schlittschuhverleih 1,- €
Eisbahn komplett Mieten pro Std. auf Anfrage (z. B. für Eishockey)
Eisstockschießen pro Pers. und Spiel 10,- € (erst ab 4 Personen möglich)

Eisbahnfläche 15x30m (450 m²), 300 Paar Schlittschuhe im Verleih Größen von 27 bis 49, 16 Eisstöcke, 15 Gehhilfen (Pinguin), 25 Helme, 60 Knieschoner.

Donnerstag 24.11.2016 – Sonntag 08.01.2017
täglich von 13:00 – 22:00 Uhr (alle Sonntage ab 11:00 Uhr geöffnet)

09:00 – 13:00 Uhr nur Schulklassen, Kindergärten etc. (außerhalb der Ferienzeit)
13:00 – 18:00 Uhr Schlittschuhlaufen für jedermann (innerhalb der Ferienzeit täglich ab 10:00 Uhr)
18:15 – 22:00 Uhr reserviert für Eisstockschießen, Eishockey etc.
Heiligabend 09:00 – 15:00 Uhr
Silvester 9:00 – 17:00 Uhr
25. und 26.12. von 12:00 – 19:00 Uhr
Neujahr von 12:00 – 19:00 Uhr

Wenn keine Reservierungen vorliegen, dann kann man bis 21:00 Uhr Schlittschuhlaufen!
Bitte vorher erfragen! Fred Tel. 01715307335

Ort: Marktplatz, 23701 Eutin

Veranstalter: Georgs Festival Catering GmbH, Hasenkoppel 16, 23730 Neustadt i. H.
www.eisbahn-eutin.de


24. – 27. November 2016

Werkstatt der Engel

Werkstatt der Engel - Schloss EutinDer märchenhafte Weihnachtsmarkt im Schloss

Stündlich von 11 Uhr bis 16 Uhr “Glanzlichter im Schloss Eutin”, ein Kurzrundgang durch die prachtvolle Beletage.
Eintritt zu den Führungen: 3 €

Do 11:00 – 19:00 Uhr
Fr und Sa 10:00 – 19:00 Uhr
Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: 5,- €, Kinder bis 14 Jahre frei

Ort: Schloss Eutin, Schlossplatz 5, 23701 Eutin
www.schloss-eutin.de

www.werkstatt-der-engel.de


24. November 2016 – 03. Januar 2017

Lichterstadt Eutin

Lichterstadt EutinUnter dem Motto „Alte Fassaden im neuen Licht“ erstrahlen Eutins historische Häuser, das Schloss, aber auch Bäume und Denkmäler zur Advents- und Weihnachtszeit in faszinierenden Farben.

Diese ungewöhnliche und hier im Norden einzigartige Beleuchtungsaktion bringt vom 24. November 2016 bis 03. Januar 2017 täglich ab etwa 16:30 Uhr eine einmalige Atmosphäre in die Stadt, die noch keine norddeutsche Stadt zu kopieren geschafft hat!

täglich ab ca. 16:45 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Eutin

Veranstalter: Wirtschaftsvereinigung Eutin
www.wv-eutin.de

Infos: www.lichterstadt.de


25. November 2016

Erna, der Baum nadelt – oder
dann weihnachtet mal schön …!

Armin DiedrichsenNatürlich kennen wir alle die botanischen Dramen, die in bundesdeutschen Weihnachtszimmern jedes Jahr erneut gespielt werden und wir sind stillvergnügte Beobachter der zerstrittenen Familien, die Frieden suchen und Geschenke ernten …

Wieder einmal kommt das Fest und mit ihm heitere, freundliche und unverschämte Geschichten, zelebriert von Armin Diedrichsen, umrahmt mit der (un)passenden Musik von Thomas Goralczyk und Martin Karl-Wagner.

Es wird auf das Übelste drauf los geweihnachtet!
Mal mit einer Träne im Knopfloch, mal mit Häme, aber immer mit Stil!

Erscheinen Sie, sonst weinen Sie!

Zur Person des Vortragenden:
Armin Diedrichsen arbeitete nach der Ausbildung zum Opernregisseur als Dramaturg, Ausstellungsmacher, Schauspieler und Kulturmanager, bevor er als Musikjournalist tätig wurde. Seit Beginn der 1970er Jahre pflegt er Kontakte zur Kulturszene Nordeuropas, was er kontinuierlich erweitern konnte. Grundsätzlich liegt sein Schwerpunkt in interkultureller Arbeit und in der Vermittlung komplexer Inhalte für unterschiedlichste Publikumskreise. Als Darsteller des Ernst-Deutsch-Theaters und der opera stabile der Hamburgischen Staatsoper war Diedrichsen gleichzeitig Autor, Produzent und Interpret; als künstlerischer und organisatorischer Leiter des Internationalen Tanztheater-Festivals Hamburg und der Kulturfabrik Kampnagel war er überdies mit grenzüberschreitenden Projekten beschäftigt.
Gemeinsam mit Jochem Wolff verfasste er das mittlerweile viel besprochene Buch „Zwischentöne“ (dtv/Bärenreiter), in dem die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts in 40 Episoden einprägsam, bunt und spannend dargestellt wird.
Armin Diedrichsen realisiert mit unterschiedlichen Partnern, vor allem mit Jochem Wolff, musikalisch-literarische Programme, ist außerdem Rezitator, Rhetor und Moderator (NDR Kultur) und versteht sich im besten „altmodischen“ Sinne als Kulturvermittler.

Freitag 19:30 Uhr

Eintritt: 16,00 €
Kartenvorverkauf:
musicbuero, Tel. 04521-74528 und www.musicbuero.de
Tourist-Info Eutin Tel. 04521-709734
Agentur Haase Neustadt Tel. 04561-2333
Kartenreservierung Ostholstein-Museum Tel. 04521-788520)

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

www.musicbuero.de


29. November 2016

“Fräulein Smillas Gespür für Schnee”

Fräulein Smillas Gespür für Schnee © Claudia HoppenskleinSchauspiel nach dem Roman von Peter Hoeg

Der Roman “Fräulein Smillas Gespür für Schnee” des dänischen Autors Peter Hoeg, der 1992 erschien, war ein durchschlagender Erfolg; von der Kritik gelobt, kletterte er an die Spitze der Bestsellerlisten und stieß auch international auf großes Interesse.

1997 wurde das Buch unter der Regie von Bille August verfilmt und schließlich kam es auch zu einer Theaterfassung, die Andreas Harwath nach dem Roman erstellte.

Das Bremer Kriminal Theater brachte dieses Schauspiel 2015 in einer Inszenierung von Ralf Knapp erfolgreich auf die Bühne, und am Dienstag, dem 29. November um 20.00 Uhr, gastiert die Bremer Truppe auf Einladung des Kulturbunds Eutin im Filmkunsttheater Binchen.

Als Tochter einer Inuk und eines dänischen Arztes fühlt sich Smilla Jaspersen zerrissen zwischen  Ihrer grönländischen Herkunft und ihrem jetzigen Leben in Dänemark. Sie fristet als arbeitslose Mathematikerin und Gletschermorphologin ein isoliertes Dasein in einem Wohnblock in Kopenhagen. Einzig zu Jesaya, einem Inuit-Jungen im selben Haus, unterhält sie eine Art Beziehung. Als Jesaya bei einem Sturz vom Dach ums Leben kommt, tut die Polizei dies als Unfall ab, und nur Smilla hinterfragt, warum ein Junge mit Höhenangst überhaupt auf das Dach gestiegen ist.
In den Spuren, die er auf dem Dach im Schnee hinterlassen hat, findet sie Anhaltspunkte dafür, dass es sich hier keineswegs um einen Unfall gehandelt hat.
Sie beginnt Nachforschungen anzustellen, die dies belegen sollen. Diese führen sie schließlich zu einer mysteriösen Expedition ins ewige Eis …

Die Spurensuche ergibt einerseits einen spannenden Kriminalfall, aber andererseits führt sie Smilla auch zur Konfrontation mit ihrer eigenen Entwurzelung. Sie muss sich ihrer Vergangenheit, ihren
Kindheitserinnerungen stellen, um zu sich selbst und zu ihrem Gespür für Schnee zurückzufinden.

Martina Flügge gibt eine überzeugende Smilla, sie ist “sympatisch, tieftraurig, zerrissen, kratzbürstig und von überlegenem Intellekt” wie ihr der Weserkurier bescheinigt.

Ihr Partner, Uwe Seidel, hat die Aufgabe, nicht weniger als neun verschiedene Rollen zu verkörpern. Eine Herausforderung, die er offensichtlich bravourös meistert. “Dabei gelingen ihm ganz wunderbare Typenporträts, oft übergangslos, in Sekundenschnelle” schrieb die taz.

Das Bremer Kriminal Theater verspricht mit “Fräulein Smillas Gespür für Schnee” einen spannenden Theaterabend mit einer Geschichte, die ganz dicht erzählt  wird, mit viel Komik, aber noch mehr Tragik und mit der, nach eigener Bekundung, auch gesellschaftlich  Position bezogen werden soll.

Dienstag  20:00 Uhr

Eintritt: 14,- bis 10,- €
Vorverkauf: Tourist-Info Eutin, Markt 19, 23701 Eutin, Tel. 04521-709734
Abendkasse ab 19:00 Uhr

Ort: Binchen Filmkunsttheater, Albert-Mahlstedt-Straße 2, 23701 Eutin
www.koki-eutin.de

www.kulturbund-eutin.de

www.bremer-kriminal-theater.de

Foto © Claudia Hoppensklein


30. November 2016

Nachmittags-Führung mit Dr. Julia Hümme
durch die Sonderausstellung
Wenzel Hablik (1881-1934)
– Maler, Kunsthandwerker, Visionär

Wenzel Hablik - Eismeer, 1910 - Öl auf LeinwandBei einem Rundgang werden anhand von ausgewählten Arbeiten ein Überblick über das vielseitige malerische und gestalterische Schaffen des Itzehoer Künstlers Wenzel Hablik (1881-1934) gegeben und dabei die Besonderheiten in seinem künstlerischen Werk erläutert, das von Malerei, Grafik, Kunsthandwerk und Architektur geprägt war.

In der Zeit vom 20. November 2016 bis 29. Januar 2017 widmet sich das Ostholstein-Museum dem reichen Schaffen des Malers, Grafikers, Innenarchitekten und Kunsthandwerkers Wenzel Hablik (1881-1934), der bis heute nicht nur zu den bedeutendsten Expressionisten in Schleswig-Holstein gehört, sondern auch deutschlandweit als wichtiger Vertreter der expressionistischen Architektur bekannt ist.

Das facettenreiche Werk Wenzel Habliks umfasst große Ölbilder von Sternenhimmeln mit Planetenbahnen, Porträts und norddeutsche Landschafts- und Meeresbilder, Zeichnungen und Aquarelle von utopischen Weltraumsiedlungen, beeindruckende Möbel und Textilien, kleine Kristallschlösser, exotische Muschelsammlungen, tierische Figuren aus Metall und vieles mehr.

Mit Ölbildern, Zeichnungen, Aquarellen, ausgewählten Möbeln und Designobjekten zeigt die Ausstellung einen repräsentativen Querschnitt aus dem beeindruckenden Schaffen dieses vielseitigen Künstlers, der viele Jahre gemeinsam mit seiner Frau, der Webmeisterin Elisabeth Lindemann, in Itzehoe lebte und arbeitete.

1881 in Böhmen geboren, studierte er in Wien und Prag und ließ sich schließlich 1907 in Itzehoe nieder. Während ihm in seiner Malerei vor allem das Meer, die Küsten, die Heide- und Hügellandschaften als Motive dienten, waren es die Berge mit ihren Kristallvorkommen, die ihn zu seinen atemberaubenden Architekturutopien inspirierten. Der Idee folgend, dass künstlerische Qualität für die Ausgestaltung aller Lebensbereiche Geltung habe, entwarf Hablik zudem extravagante Raumkonzepte für zahlreiche öffentliche und private Interieurs in Norddeutschland.

Sämtliche Exponate in der Ausstellung stammen aus dem Bestand des Wenzel-Hablik-Museums in Itzehoe, dem wir herzlich für die Unterstützung bei diesem Ausstellungsvorhaben danken.
Unser Dank gilt ebenfalls der Sparkassen-Kulturstiftung Ostholstein, die diese Ausstellung finanziell gefördert hat.

Mittwoch 16:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


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