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Ausstellungen Eutin und
Schleswig-Holstein April 2020

 

noch bis 19. April 2020

„Störtebeker & Konsorten – Piraten der Hansezeit?“

EHM Störtebeker & Konsorten © Europäisches HansemuseumBei der Ausstellung dreht sich alles um Mythen und Legenden, die unser Bild von Piraterie prägen – wie der, des berühmten Klaus Störtebeker.

Im Fokus der Ausstellung steht die Piraterie im Nord- und Ostseeraum vom 14. bis 16. Jahrhundert, sie richtet den Blick aber ebenso auf moderne Piraterie.

Wo liegen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Gegenwart und Geschichte? Der Vergleich ermöglicht einen klareren Blick auf die Beteiligten, Täter und Opfer, auf ihre Motive und Erfahrungen. Wer ist gut, wer ist böse, wer ist Räuber, wer ist Gendarm?

Begleitband zur Ausstellung für 29,90 € im Museums-Shop erhältlich.

Öffnungszeiten:
täglich (außer 24. Dezember) 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 8 €, Ermäßigte 4 €, Kinder 4 €

Ort: Europäisches Hansemuseum Lübeck, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck
www.hansemuseum.eu

www.stoertebekerundko.de

Foto © Europäisches Hansemuseum Lübeck


noch bis 19. April 2020

„BÜGELEISEN! Kulturtechnik als Leidenschaft“

Bügeleisen – Industriemuseum Geschichtswerkstatt HerrenwykKurioses rund ums Bügeleisen

Ab Sonntag, 20. Oktober 2019, lädt das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk im Rahmen einer neuen Sonderausstellung dazu ein, ein auf den ersten Blick alltägliches Phänomen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: „BÜGELEISEN! Kulturtechnik als Leidenschaft“ lautet der Titel, der erahnen lässt, dass die vermeintlich ungeliebte Hausarbeit hier von allen Seiten beleuchtet wird.

Bis 19. April 2020 wird die Ausstellung die Besucher:innen zum Staunen und Schmunzeln bringen. Sowohl anhand der Technikgeschichte des Gerätes Bügeleisen als auch anhand der Tätigkeit des Bügelns wird schnell deutlich, wie interessant und facettenreich das Thema sein kann und in welchem Ausmaß es als kulturell prägendes Spiegelbild der jeweiligen Zeit und Gesellschaft zu werten ist.

Das Bügeleisen ist ein Paradebeispiel für Industriegeschichte und die Geschichte der Technisierung der Haushalte, da es das erste elektronische Kleingerät war, das sich fest etablierte und bis heute ein viele Millionen Euro schweres Geschäft ist. Die technische Bandbreite der Bügeleisen mit ihren Vor- und Nachteilen und Gefahren bzw. technischen Innovationen wird aufgezeigt – vom Kohlebügeleisen über das Satzbügeleisen, das Spiritusbügeleisen, das Gasbügeleisen bis hin zum elektrischen Bügeleisen. Auch Kinderbügeleisen als Spiel und Erziehungsinstrumente sind zu sehen, ebenso wie Kuriositäten, darunter beispielsweise ein ägyptisches Fußbügeleisen.

Vom heutigen Bügeln als Meditationshilfe bis hin zu den Sportarten des „Extrembügelns“, wo auf Berggipfeln, auf Bäumen oder unter Wasser gebügelt wird, erzählt die Ausstellung.
Den Bügel Liebhabern werden die Bügelverweigerer gegenübergestellt.

Auch die Sammler von Bügeleisen sollen nicht zu kurz kommen; so stammen die meisten Ausstellungsstücke im Industriemuseum von dem Sammler-Ehepaar Bergbauer aus Lübeck. Dabei wird in diesem Zusammenhang auch der Frage nachgegangen, was Menschen dazu bringt, Bügeleisen zu sammeln und die im Ausstellungstitel aufgegriffene Leidenschaft dafür zu entwickeln.

Das Thema Bügeln polarisiert. Es gibt wenige Menschen, die dem Thema emotionslos oder gleichgültig gegenüber stehen“, so die Leiterin des Museums und gleichzeitig auch Kuratorin der Ausstellung, Dr. Bettina Braunmüller. Die Gesellschaft scheine sich schichtübergreifend klar in Bügelliebhaber und Bügelhasser aufteilen zu lassen. Und nicht selten habe das Thema in Paarbeziehungen zum Beispiel zu den ersten Ehekrisen geführt, wenn einer Kritik an der Bügelfähigkeit des anderen äußerte.

Aus kulturwissenschaftlicher Sicht hat das Thema Bügeln und Bügeleisen Auswüchse angenommen, die uns zum Staunen, Kopfschütteln und Schmunzeln bringen“, merkt die Museumsleiterin an. Die Ausstellung kann und soll durchaus auch zum Lachen anregen, fügt sie hinzu, was ganz besonders an der enormen Bandbreite und Absurditäten liegt, wie Bügeleisen und Bügeln heute grundsätzlich kulturell begegnet wird – vom nahezu dogmatischen Bügelvermeiden bis hin zu Sportarten wie dem Bügeleisenweitwurf oder Bügelweltmeisterschaften sei alles möglich, so Braunmüller.

Die Ausstellung folgt einem farbigen Leitsystem, das den BesucherInnen schnell die Tafeln mit technischem Inhalt von denen mit eher kulturwissenschaftlichem Inhalt unterscheiden lässt. Sie befasst sich in der Einleitung zunächst mit grundlegenden Fragen – wieso bügelt man überhaupt? Wer sammelt Bügeleisen und weshalb? – und führt dann weiter über eine Geschichte der technischen Entwicklung von der Handmangel bis hin zum Dampfbügeleisen anhand von Exponaten und Informationstafeln. Zwei Bügeleisen-produzierende Traditionsfirmen (Rowenta und Grossag) werden vorgestellt um aufzuzeigen, wie viel Profit tatsächlich mit dem Produkt zu machen war und auch um die Dimension der Industriegeschichte zu erfassen.
Im Anschluss folgen Kuriositäten rund ums Bügeln anhand ausgewählter Exponate sowie eine Vielzahl an Kinderbügeleisen. Aus kulturwissenschaftlicher Sicht wird thematisiert, wieso das Bügeln bedeutend für die Arbeiterfamilie war, wie viele Haushalte ein Bügeleisen besitzen, wie die Geräte heute designt werden, ob und vor allem wo auf der Welt kulturell gesehen Bügeln absolut nicht Frauenarbeit, sondern Männerarbeit ist und vieles mehr.

Die Ausstellung umfasst über hundert Exponate an Bügeleisen, Inszenierungen sowie umfangreiches Filmmaterial.

Dank gilt der Possehl-Stiftung für die finanzielle Förderung.

Begleitprogramm:
Eröffnung, öffentliche Führungen und Familienführungen
jeweils So um 11:00 Uhr
Erw./Erm.: 7/3 €, Kinder und Jugendliche 6-15 J. /16-18 J.: 2/5 €

Erleben Sie Führungen direkt von den Sammlern und Leihgebern der Ausstellung. Öffentliche Führungen durch das Sammlerehepaar Bergbauer an jedem ersten Sonntag im Monat um 11 Uhr, Anmeldungen nicht erforderlich (03.11.19/01.12.19/05.01.20/02.02.20/01.03.20/05.04.20).

Führungen speziell für Familien mit Kindern durch das Sammlerehepaar Bergbauer am 17. November und dem 16. Februar (jeweils Sonntag), jeweils um 11 Uhr.

Führungen für Gruppen, Kinder und Schulklassen nach Absprache.

Öffnungszeiten:
freitags 14:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Kinder und Jugendliche 6-15 Jahre 2 €, 16-18 Jahre 5 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de


noch bis Oktober 2020

„Das schönste Spielzeug der Welt“
Miniaturspielzeug aus dem Erzgebirge

„Das schönste Spielzeug der Welt“ Miniaturspielzeug aus dem Erzgebirge © WeihnachtshausDas schönste Spielzeug der Welt“ – So bezeichnete der Dresdner Spielzeughändler und Sammler Richard Zeumer die Miniaturwelt aus dem Erzgebirge.

Zunächst waren es Spielzeugdesigner an der Königlichen Kunstgewerbeschule in Dresden, die mit Professor Oskar Seyffert, dem späteren Gründer des Museums für Sächsische Volkskunst in Dresden, die Idee zu einer Art Reformspielzeug hatten. Es entstand ein Heimat-Spielzeug, das die Fantasie anregen sollte und dabei die Bereiche Stadt und Land, Natur und Technik auf der Höhe der Zeit im Spiel abbilden konnte. Häuser, Tiere und Menschen in Kombination mit Fahrzeugen und auslegbaren Geländeplatten ließen sich immer wieder neu kombinieren.

Mit dem „Erzgebirgischen Dörfchen“ wurde das erste Pädagogische Spielzeug auf den Markt gebracht, das in seiner Aussagekraft bis heute fast unübertroffen ist. Betrachtet man es in seiner ganzen Vielfalt, so ergibt sich ein kulturgeschichtlicher Blick in die Zeit von der Jahrhundertwende bis zum Zweiten Weltkrieg. Was früher die Kinderherzen entzückte, gehört heute für Erwachsene zum raren Sammelobjekt.

Die Ausstellung umfasst nicht nur Miniaturspielzeug zu verschiedenen Szenen aufgebaut, sondern zeigt anhand von Originalverpackungen, alten Musterblättern und Geschäftspapieren die Idee, das Angebot und die Vermarktung der kleinen Kostbarkeiten.

Exponate aus der gegenwärtigen Produktion einiger weniger Hersteller, die noch nach alten Vorlagen arbeiten, runden die Ausstellung ab.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr
13.01. – 14.02.2020 geschlossen
15.02. – 27.03.2020 14:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 3 €, Kinder bis 14 Jahre 1€, Kinder bis 6 Jahre frei, Familien 7 €

Ort: Weihnachtshaus, Westerende 46, 25813 Husum
www.weihnachtshaus.info

Foto © Weihnachtshaus


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