Sie sind hier: Startseite » Ausstellungen » Ausstellungen Eutin und Schleswig-Holstein August

Ausstellungen Eutin und
Schleswig-Holstein August 2019

 

noch bis 04. August 2019

JONATHAN MEESE
»DR. ZUHAUSE : K.U.N.S.T. (ERZLIEBE)«

JB-20181020-Meese-Berlin-Atelier-Luebeck_©_PHOTOGRAPHY_JAN BAUER_NET_COURTESY_JONATHAN_MEESE_COMKaum ein Künstler der Gegenwart steht derart in der Öffentlichkeit wie Jonathan Meese (geb. 1970) – und das seit bald zwanzig Jahren.

Sein künstlerisches Schaffen – von Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie über Film, Oper, Installation und Performance bis hin zu Gedichten und Texten – erlebt Anfang 2019 einen weiteren Höhepunkt mit dem umfangreichsten Ausstellungsprojekt, das der Künstler bisher konzipiert hat: Jonathan Meese – »Dr. Zuhause: K.U.N.S.T. (Erzliebe)«.

Mit seinem Lübeck-Projekt geht Meese konsequent neue Wege und schafft in Lübeck etwas, das es in dieser Form noch nicht gab: Er verwandelt eine ganze Stadt mit einer umfassenden Konzeption zu einem Gesamtkunstwerk, einem Zuhause für die K.U.N.S.T. und für die Liebe zu der K.U.N.S.T – mit Retrospektiven, Installationen, eigens entwickelten Arbeiten und Performances.

Dies geschieht institutionell grenzüberschreitend mit einer groß angelegten Zusammenarbeit der Kunsthalle St. Annen, der Overbeck-Gesellschaft, des Günter Grass-Hauses, der St. Petri-Kirche zu Lübeck und der Kulturwerft Gollan mit dem Künstler.

Meese ist Schleswig-Holstein eng verbunden. Er hat seine Kindheit und Jugend in Ahrensburg verbracht und hat neben Berlin noch immer einen Wohnsitz dort.

St. Petri zu Lübeck 17.02. – 31.03.2019
GROSSMUTTER / MACHT
Das Projekt »Dr. Zuhause: K.U.N.S.T. (Erzliebe)« setzt sich unter anderem mit dem Begriff »Heimat« auseinander. Diesem ist auch ein religiöser Aspekt inhärent: die philosophische Dimension der Bedeutung einer sogenannten Heim-Kehr zum Ursprung für den Menschen als Heimweg. Die hier anfallenden Paradoxien werden in der Präsentation in der Petri-Kirche zum einen in ihrer Absurdität, zum anderen in Bezug zu einer nachvollziehbaren Sinnsuche des Lebens durchleuchtet. Im sakralen Ausstellungsraum wird die große mediale Vielfalt von Jonathan Meese zum Ausdruck kommen, die sich vor allem im installativen Rahmen zeigt: Der Kirchenraum wird in seiner vollständigen räumlichen Dimension (Höhe, Länge, Breite) erfasst.
Jonathan Meese sieht in der Institution Kirche auch einen Ort, der Ideologien verbreitet, die er selbst entschieden ablehnt. Für den Künstler unterliegen Priester oder Bischöfe per se einer Ideologie, weil sie den Menschen mehr oder weniger vorschreiben, wie ein Glaube an Gott auszusehen hat. Für ihn geht die Kirche durch diese Form der Ideologisierung viel zu wenig auf die Bedürfnisse der Menschen ein. St. Petri, gemäß ihrer Programmatik eine »Kirche am Nullpunkt der Religion«, stellt sich gern dieser fundamentalkritischen Herausforderung.
Eröffnung: SO | 17.02. | 15 Uhr | St. Petri www.st-petri-luebeck.de
Es begrüßen Bernd Schwarze, Jan Lindenau und Hans Wißkirchen. Oliver Zybok führt in die Ausstellung ein und Jörg-Philipp Thomsa leitet zur anschließenden Eröffnung im Günter Grass-Haus über.
Musikalische Begleitung durch das Trio ClariNoir. Im Anschluss Transfer mit einem Oldtimerbus des Vereins historischer Stadtverkehr Lübeck zum Günter Grass-Haus.

Günter Grass-Haus 17.02. – 04.08.2019
GROSSVATER / GOLD
Die Ausstellung im Forum für Literatur und bildende Kunst widmet sich den vielfältigen künstlerischen Begabungen und Ausdrucksformen Jonathan Meeses. Den Ausstellungsraum im Günter Grass-Haus verwandelt Meese in einen intimen biografischen Raum der Kunst. Zu sehen sind Schulhefte, Bilder, Fotos, Texte, Skulpturen und Filme, die aus dem unerschöpflichen und zum Teil sehr skurrilen Fundus des Künstlers stammen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Themen Heimat und Herkunft. Die Schau bietet einen persönlichen
Einblick in die Lebensgeschichte von Jonathan Meese und seiner Familie. Meeses Großmutter
stammt wie Günter Grass aus Danzig und Brigitte Meese verbrachte das Kriegsende ebenfalls
dort. Auch deshalb wird Jonathan Meese das Werk von Grass mit seinen Helden wie dem Blechtrommler
Oskar Matzerath aus Danzig-Langfuhr als Reiz- und Referenzthema in der Glockengießerstraße
aufgreifen.
Eröffnung: SO | 17.02. | ca. 17 Uhr | Günter Grass-Haus
Eröffnung mit musikalischer Begleitung des Trios ClariNoir. Empfang mit Kaffee und Kuchen durch das Café Czudaj und Besuch der Ausstellung. Den Eintritt übernimmt der Freundeskreis des Günter Grass-Hauses. www.grass-haus.de

Kunsthalle St. Annen 30.03. – 04.08.2019
MUTTER / EVOLUTION
In der Kunstgeschichte wird Jonathan Meese vielfach mit bedeutenden Vorgängern wie Joseph Beuys oder Anselm Kiefer assoziiert. Mit dem Kunsthistorischen Museum, der Nationalgalerie Prag und der Pinakothek der Moderne zeigten allein in den letzten beiden Jahren wichtige Institutionen das bildnerische Werk des Künstlers und sorgten international für Aufmerksamkeit. Die Kunsthalle St. Annen präsentiert innerhalb des Projekts »Dr. Zuhause: K.U.N.S.T. (Erzliebe)« eine Vielzahl an eindrucksvollen großformatigen Werken der zeitgenössischen Kunst aus seinem OEuvre, das sich immer wieder auf ikonische Bilder und Vorbilder aus der Kunst und auf den Absolutheitsanspruch ihrer Freiheit bezieht. Dabei wird die Suche nach einem Lebensort thematisiert, das Wohnen des Menschen und die damit verbundene Geborgenheit.
Der Untertitel der Ausstellung »Mutter / Evolution«, lässt sich als Hinweis auf die Person der Mutter des Künstlers, Brigitte Meese, verstehen, die für ihn in jeder Hinsicht eine Schlüsselfigur ist. Er deutet zugleich auf eine universelle Bedeutung der Mutterschaft als Begründerin eines zukunftsweisenden (künstlerischen) Prozesses der Evolution hin, ein Wort, das in Meeses Werk stets eine durch Kunst bestimmte zukunftsweisende Entwicklung meint.
Die Ausstellung bietet einen Überblick über das bisherige Schaffen des Künstlers, zeigt aber auch aktuelle Werke aus dem Jahr 2019.
Eröffnung: SA | 30.03. | 16 Uhr | Kunsthalle St. Annen
Eröffnungsprogramm unter www.kunsthalle-st-annen.de

Overbeck-Gesellschaft 30.03. – 09.06.2019
VATER / LIEBE
In der Architektur bezeichnet der Fries einen waagerechten Zierstreifen mit sich wiederholenden Ornamenten, der in der Regel als Abgrenzung und Schmuck einer Wand dient. Der Unterschied zum herkömmlichen Gesims liegt in der außerordentlichen Schmuckfunktion sowie in der seriellen Anordnung der dargestellten Formen und Figuren. Diese dienten in der Vergangenheit immer auch dazu, Macht und damit einhergehend ideologisches Gedankengut anhand von Symbolen zu vertiefen und bildhaft zu verbreiten.
In der Overbeck-Gesellschaft wird Jonathan Meese die drei hufeisenförmig ineinander übergehenden Räume dafür nutzen, vor Ort erstmals in seinem künstlerischen Schaffen einen malerischen Fries anzufertigen. Gemäß seiner »totalen« Ablehnung jeglicher Form von Ideologie, die seiner Ansicht nach doktrinär auf die Menschen einwirkt und ihnen vorschreibt, wer oder was sie zu sein haben, beziehungsweise was sie tun dürfen und was nicht, wird Meese seinen für diese Ausstellung entstehenden Fries entideologisieren. Er wird ihn von seiner rein dekorativen Wirkung sowie von jeglichen funktionalen gestalterischen Vorschriften befreien, um damit seinen panoramaähnlichen Möglichkeiten neuen Raum zu bieten.
Eröffnung: SA | 30.03. | 18 Uhr | Overbeck-Gesellschaft
Eröffnungsprogramm unter www.overbeck-gesellschaft.de

Kulturwerft Gollan Dienstag, 07.05.2019
KIND / SCHLAF
Die Kulturwerft Gollan lenkt den Fokus in einer Veranstaltung auf Meeses Performance- und Theater-Aktivitäten.
Weitere Infos unter www.kulturwerft-gollan.de

www.jonathanmeese.com


noch bis 11. August 2019

Janosch – Maler und Illustrator

Janosch - Wondrak zieht die Tigerente © Janosch film & medien AGIn seiner Sommerausstellung im Dachgeschoss widmet sich das Ostholstein-Museum mit rund 90 Arbeiten auf Papier und Leinwand dem breitgefächerten künstlerischen Schaffen des bekannten Illustrators und Autors Janosch.

Der Name Janosch ist den meisten Menschen aus Kindertagen ein Begriff, kennt doch beinahe jeder Tiger und Bär aus den Buchklassikern „Oh, wie schön ist Panama“ oder „Post für den Tiger“. Janosch alias Horst Eckert gehört zu den bedeutendsten Kinderbuchautoren und -illustratoren des 20. Jahrhunderts. Seine Zeichnungen, Illustrationen und Geschichten wurden nicht nur mit angesehenen Literaturpreisen, sondern auch mit zahlreichen Kultur-, Kunst- und Filmpreisen ausgezeichnet.

Janoschs künstlerische Ausdrucksweise, sein Mal- und Zeichenstil sind unverkennbar. Seine Werke stecken dabei voller humoristischer Details, die nicht selten Kritik an der Gesellschaft beinhalten. Nicht nur die von ihm gewählten Farben unterstützen dabei die jeweilige inhaltliche Thematik und tragen damit Symbolcharakter, sondern vor allem die Sprache wird von Janosch als ein wichtiges gestalterisches Element eingesetzt: Gedanken, Sprüche, Reime und Konversationen sind als Teil des Ganzen in die Bildkomposition eingebunden: Ob unvermittelt im Zentrum des Blattes, als Schild oder Sprechblase sind sie ein wichtiges Stilmittel in seinen künstlerischen Arbeiten.

Janosch, der sich vor allem als Illustrator von Kinder- und Erwachsenen-Büchern, mit seiner wöchentlichen Kolumne „Wondrak“ im ZEIT-Magazin sowie vielen weiteren Publikationen einen Namen gemacht hat, geht auch als selbständiger Künstler seinen Weg. Doch nur wenigen sind seine Landschaften, Porträts und Stillleben bekannt, die im Zusammenspiel mit den Illustrationen in der Eutiner Ausstellung einen umfassenden Überblick über sein Schaffen geben.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags, feiertags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


noch bis 11. August 2019
verlängert bis zum 01.September 2019

Ferne Welten – weite Träume
Chinesische Theaterfiguren und die Malerei von Haiying Xu

Ausstellung Ferne Welten - weite Träume © Haiying XuMit dieser Ausstellung begibt sich das St. Annen-Museum auf eine poetische Phantasiereise. Das asiatische Verständnis der Welt wird in Romanen und Erzählungen wie etwa „Die Reise nach Westen“, „Der Päonien-Pavillon“, „die Geschichte der drei Reiche“ oder „Die Generalinnen der Familie Yang“ deutlich. Sie sind zumeist im 16. Jahrhundert in China entstanden. Grazilen und furchteinflößenden Charakteren begegnet man hier ebenso wie wilden Tierfiguren. Ihre Kostüme wie ihre Rollen sind genau festgelegt; die Geschichten, die damit erzählt werden, lassen lange Traditionen ahnen. Sie handeln von den großen Fragen des Lebens ebenso wie von abenteuerlichen und phantasievollen Reisen.

Entlang dieser Geschichten wird die Ausstellung erzählt. Diese ungewöhnliche Ausstellung ist in gewinnbringender Kooperation mit dem TheaterFigurenMuseum entstanden. Die Verbindung der Figuren mit den Malereien der chinesischen Künstlerin Haiying Xu eröffnet neue Horizonte.
Haiying Xu, die seit 2001 vor allem in Deutschland lebt und an der Kunstakademie in München studierte, arbeitet nun in China und München. Sie hat sich intensiv mit der immer noch hoch angesehenen altchinesischen Malerei der Song-Dynastie (960-1276) auseinandergesetzt. In ihrer jüngsten Serie verbindet sie diese Inspirationen mit ihrem Wissen um moderne europäische Malerei. Geboren in den 70er Jahren in der Provinz Jiangxi ist die Künstlerin nicht nur mit den starken Traditionen des Landes aufgewachsen, sondern hat auch die Folgen der Kulturrevolution und den Weg zur starken Weltwirtschaftsmacht erlebt.

Die Verbindung von traditionellen Theaterfiguren mit der zeitgenössischen, poetischen und zuweilen fast surrealen Malerei von Haiying Xu eröffnet uns einen einzigartigen Einblick in die chinesische Erlebniswelt und die europäischen Einflüsse. Hier rückt die Welt einmal mehr zusammen.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.st-annen-museum.de

Foto © Haiying Xu

www.haiying-xu.com


noch bis 15. August 2019

Barbara Pröttel
Figürliches

Plakat Barbara Pröttel - Figürliches - SOFA KulturcaféIn eine bestimmte Schublade passen die Bilder von Barbara Pröttel nicht. Die Art und Weise der Umsetzung macht sie vom Thema abhängig und ihrem Interesse immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Sie experimentiert mit unterschiedlichen Materialien und Techniken.

Wie im Leben ist es ihr wichtig, die verschiedenen Blickwinkel zu berücksichtigen.

Zu ihrer kompositorischen Strategie gehört das Pendeln zwischen Schärfe und Unschärfe. Die überwiegend figürlich gestalteten Bilder erscheinen leicht und nebulös bis dreidimensional. Neben Farbigkeit ergeben das Spiel mit Licht und Schatten eine besondere Stimmung.  Dies erreicht sie durch Malerei in überwiegend Ölmischtechnik und meist vielschichtige Lasurtechnik.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Donnerstag 09:00 – 19:00 Uhr
Freitag – Samstag 09:00 – 19:00 Uhr
Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: SOFA Kulturcafé, St.-Annen-Str. 1, 23552 Lübeck

www.barbara-proettel.de


noch bis 16. August 2019

Ausstellung – Farbe trifft Form –
Reiner Dylong – Objekte, Bronzen
Gabriele Kasten – realistische  Malerei
Renate Straatmann – abstrakte Malerei

Joyo- Objekt Beton d=50 cm © Reiner DylongDer in Lübeck lebende Künstler Reiner Dylong zeigt mit seinen Skulpturen und Objekten aus den Materialien Holz, Metall und Stein fantasievolle Arbeiten, die dem Betrachter viel Interpretationsspielraum lassen.
Seine neuesten Bronzefiguren erinnern an jene Zeit, als die Eiszeithöhlenzeichnungen ihren Ursprung hatten. Der Mantel der Patina lässt die Skulpturen in einem besonderen Licht erscheinen.
Das Ursprüngliche  handwerklich zu verändern, verleiht der Betrachtung einen prägenden Ausdruck.
Die grenzenlose Freiheit und Charakteristik beim Bearbeiten ist überall erkennbar.
www.dy-scheune.de

Gasometer Oberhausen 2013 - Öl auf Nessel, 150x120 cm © Gabriele KastenDie in Grömitz arbeitende  Malerin Gabriele Kasten zeigt naturalistische und stark an Trompe-l’oeil orientierte Bilder. Das Spiel von Wirklichkeit und Illusion zeichnen ihre Arbeiten aus. Die  sog. „Alltagsbilder“ sind realistisch dargestellte Gegenstände des täglichen Lebens, zumeist mit täuschend echtem Ergebnis.
Den Blick auf das Wesentliche zu richten, die Vielfalt natürlicher Strukturen zu interpretieren, Gegenstände des täglichen Gebrauchs künstlerisch zu arrangieren bedeutet für sie Auseinandersetzung mit der dreidimensionalen Darstellung.
Die Liebe zum Detail ist in den Arbeiten der Künstlerin deutlich sichtbar, im Stillleben sowie in der Darstellung des Menschen aber auch in den abstrakten Bildern.
www.onlinemalerei.de

Brücken verbinden- Acryl-Mischt. a.LW 70x70 © Renate StraatmannDie Malerin Renate Straatmann zeigt in Ihren Werken zumeist abstrakte Darstellungen der von ihr wahrgenommenen Natur und Begegnungen.
Jedoch wird in jeder ihrer abstrakten Arbeiten die Verbindung zum Realen deutlich. Die Künstlerin zeigt damit eine spannungsreiche Interaktion von dem Gesehenen und tatsächlich Gemalten, von haptisch Erfahrbarem und emotional Berührtem.
Die größtenteils in Mischtechnik gespachtelten und gepinselten Arbeiten verbinden dabei oft architektonisch-technische Details mit einer beeindruckenden, gewaltigen Farbführung.
Die Malerin arbeitet herausstechende Details eines Bildes so in dessen Untergrund ein, dass keines der dargestellten Elemente hervorzustechen vermag.
Straatmanns Werke zeigen damit einen in sich schlüssigen und zu keiner Zeit hierarchischen Bildaufbau, der dem Betrachter erst beim genaueren Hinsehen in seiner ganzen Bandbreite gewahr wird. Besonders die grob gespachtelten Werke der Künstlerin offenbaren bei jedem Hinsehen neue Details, die das Gesamtbild nacheinander komplettieren.
www.renate-straatmann.de

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 09:00 – 12:00 Uhr
Montag – Donnerstag 14:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: IMMO-Galerie, EUROPAHAUS, Ziegelteich 29, 24103 Kiel
www.immo-kiel.de


noch bis 25. August 2019

Ralph Fleck. Stadt.

Ralph Fleck, Paris 21_III, 2019, Öl auf Lwd. © Ralph FleckIn seiner Sommerausstellung zeigt das Ostholstein-Museum rund 70 Werke des Freiburger Malers Ralph Fleck, dessen kraftvolle Malerei auf Leinwand und Packpapier von abstrakt bis gegenständlich, von Landschaft bis Stillleben reicht.

Das Leben in der Stadt ist vielseitig: Hochhäuser und Parks, Straßenfluchten und Geschäfte prägen das urbane Leben ebenso wie Autos, LKWs, Menschen, Märkte und Müll. Indem Ralph Fleck diese Motive in Szene setzt, übt er jedoch in erster Linie keine gesellschafts- oder umweltpolitische Kritik; vielmehr erscheinen die Stadtbilder in all ihren Facetten wie ein Zustandsbericht, eine in Augenscheinnahme des täglichen Lebens, das der Künstler in Einzelaufnahmen herausgreift und beleuchtet.

Die in kräftigen Farben und pastosen Pinselstrichen gehaltenen modernen Bilder aus den Städten faszinieren den Betrachter nicht zuletzt aufgrund ihrer dreidimensionalen Anmutung in der Fläche: Großformatige Ansichten von Hochhäusern mit ihren zahlreichen Balkonen werden als Detail eines großen Ganzen dargestellt, Straßenzüge aus der Vogelperspektive festgehalten. Dabei ist all diesen Bildern das kontrastreiche Zusammenspiel von Nähe und Distanz gemeinsam: Haben die einzelnen Werke aus der Nähe eine ganz eigene charakteristische Struktur aus Farbe und Duktus, gewinnen die Motive aus wachsender Distanz an Realität und werden zu einem Abbild unserer Wirklichkeit.

Ralph Fleck, geboren 1951 in Freiburg im Breisgau, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, war Meisterschüler bei Peter Dreher und erhielt in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Preise und Auszeichnungen. 2003-2015 lehrte er als Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Ralph Fleck lebt und arbeitet in Freiburg und in Sóller/Mallorca.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag 11:00 – 17:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © Ralph Fleck


noch bis 25. August 2019
verlängert bis zum 01.September 2019 nur St. Annen-Museum

Der Herkunft auf der Spur –
Museumserwerbungen in der NS-Zeit

Porzellandose © St. Annen-Museum/Fotoarchiv der Hansestadt LübeckWoher stammen die Exponate in unseren Museen?
Wie kamen sie in die Sammlung?
Mit diesen Fragen nach der Herkunft beschäftigt sich die Provenienzforschung.

Ein großes Forschungsfeld ist dabei der Zeitraum 1933 bis 1945, da während der Zeit des NS-Regimes unzählige Kulturgüter beispielsweise durch Beschlagnahme oder Zwangsverkauf entwendet wurden. Um dieses Unrecht aufzuarbeiten, verpflichteten sich insgesamt 44 Staaten, darunter auch Deutschland, durch die 1998 verabschiedete „Washingtoner Erklärung“, NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut ausfindig zu machen und „faire und gerechte Lösungen“ zur Rückgabe dieser Kulturgüter zu finden.

Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes, gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, wurden auch die Sammlungen der Lübecker Museen untersucht. Alle Ankäufe, Schenkungen, Überweisungen und Tausche zwischen 1933 und 1945 wurden überprüft, um die Herkunft der Objekte zu ermitteln.

Die Information über die Herkunft eines Werkes zählt inzwischen zu den grundlegenden Hinweisen in unserer Sammlungspräsentation. Wenn die Angabe dann aber lautet »1942 im Kunsthandel erworben« wirft das Fragen nach der Rechtmäßigkeit des Erwerbs auf, die bislang unbeantwortet bleiben mussten. Der Klärung im Rahmen der Provenienzforschung nun schrittweise näher zu kommen, ist ein wichtiger Teil der Forschungsarbeit zur eigenen Sammlung,“ erklärt Dr. Alexander Bastek, Leiter des Museum Behnhaus Drägerhaus

Die Kabinettausstellung an zwei Standorten, im Museum Behnhaus Drägerhaus und im St. Annen-Museum, präsentiert die bisherigen Forschungsergebnisse und zeigt, was die Provenienzforschung in ihrer bisweilen detektivischen Arbeitsweise leistet.
Provenienzforschung ist ein Thema, das die Museumswelt noch lange beschäftigen wird“, sagt Steffi Grapenthin, Provenienzforscherin in den Lübecker Museen.

Von Gotthardt Kuehls „Braudiele“ über Silberlöffel und Tabaksteller bis hin zu Glasfragmenten reichte die rege Ankaufs- und Sammelpolitik des damaligen Museumsdirektors Hans Schröder. Er leitete die Museen für Kunst und Kulturgeschichte von 1933 bis 1946 und kaufte im gesamten Deutschen Reich bis nach Wien für die Lübecker Museen ein. Nach der für die Lübecker Museen verheerenden Palmarum-Nacht im März 1942 erhielt er eine hohe Entschädigungssumme, mit der er in den besetzten Niederlanden und in Belgien zum Ausgleich der Verluste niederländische Gemälde und Möbel einkaufte. Die Suche nach unrechtmäßig erworbenen Objekten aus seiner Amtszeit und deren Erforschung bietet auch interessante Einblicke in die Lübecker Sammlungs- und Museumsgeschichte der NS-Zeit.

Die Ausstellung ist hausübergreifend im Museum Behnhaus Drägerhaus und im St. Annen-Museum zu sehen.
Auch in den Dauerausstellungen der beiden Häuser befinden sich Objekte, die im Rahmen des Projekts untersucht wurden. Sie sind mit zusätzlichen Objektschildern gekennzeichnet, die Aufschluss über die Herkunft und den Erwerb geben.

Begleitprogramm:

Mittagsführungen im Museum Behnhaus Drägerhaus
samstags | 01.06. | 15.06. | 29.06. | 13.07. | 27.07. | 10.08.2019 jeweils 11:30 – 12:30 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt

Führungen im St. Annen-Museum
Donnerstag 13.06.2019, 15:30 – 16:30 Uhr
Samstag 15.06.2019, 15:00 – 16:30 Uhr – MuseumsMomente
Donnerstag 11.07.2019, 15:30 – 16:30 Uhr
Sonntag 21.07.2019, 15:00 – 16:00 Uhr
Samstag 17.08.2019, 15:00 – 16:30 Uhr, MuseumsMomente
Sonntag 25.08.2019, 11:00 – 12:00 Uhr
Sonntag 25.08.2019, 15:00 – 16:00 Uhr
4 € zzgl. Eintritt

Tagung „Provenienzforschung in den Lübecker Museen. Erwerbungen 1933 bis 1945“
Donnerstag 16.-17.05.2019 im Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL), Königstraße 42, 23552 Lübeck.
Anmeldung unter steffi.grapenthin@luebeck.de
Keine Tagesgebühr
Programm unter www.die-luebecker-museen.de

Internationaler Museumstag
Sonderführung
Sonntag 19.05.2019
10:15 Uhr, 4 €, zzgl. Eintritt im Museum Behnhaus Drägerhaus
12:00 Uhr, 4 €, zzgl. Eintritt im St. Annen-Museum

Individuelle Führungen
Buchung individueller Führungen im Museum Behnhaus Drägerhaus unter Tel. 0451 122 4148 oder behnhaus@luebeck.de
Buchung individueller Führungen im St. Annen-Museum unter Tel. 0451 122 4134 oder andre-a.schwarz@luebeck.de

Öffnungszeiten:
Museum Behnhaus Drägerhaus
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

St. Annen-Museum
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50, Kinder 2,50 €, Kinder unter 6 Jahren frei

Orte:
Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck

Weitere Infos und Termine unter www.museum-behnhaus-draegerhaus.de sowie unter www.st-annen-museum.de

Foto © St. Annen-Museum/Fotoarchiv der Hansestadt Lübeck


noch bis 01. September 2019

Nschotschi Haslinger
„Die untere Welt“

Clubsandalen, 2018. Keramik, glasiert, je 30x13x31 cm © Nschotschi HaslingerNschotschi Haslinger (*1982 in Eitorf) entwickelt in sämtlichen Medien von Installation, Performance über Video, Malerei, Zeichnung oder Skulptur Szenerien, die zunächst seltsam und entrückt erscheinen und dabei doch fortwährend auf Aspekte unserer Gegenwart und Vergangenheit verweisen.

In dunkeln sumpfigen Wäldern, zwischen vermoosten Bäumen und abgestorbenen Ästen finden sich dünngliedrige Fabelwesen mit spitzen Ohren, Nasen und Schuhen bei alltäglichen Tätigkeiten. Details wie einzelne Kleidungsstücke, Posen oder Bildausschnitte fungieren dabei immer wieder als Transmitter und erzeugen eine Ebene auf der ikonografische Symbole, Religion und Schamanismus mit einer gegenwärtigen Bildästhetik in sozialen Netzwerken auf Gaming Plattformen oder Spielzeugfiguren kulminieren.

Die Zeichnung Trembling Garden 3 (2019) zeigt im Vordergrund des Bildes etwa eine Figur mit weiblichen Merkmalen, die auf ihren Armen, Schultern und Händen von einer kleinen Schar sie liebkosender und bedrängender Kröten umgeben ist. Haare und Gesicht der Figur gleichen einem Troll und reihen sich – wie als Symbol auch die Kröte – in mystische Vorstellungen, während ihr Outfit, bestehend aus einem geöffneten Mantel und einem einfachen Slip, auf Motive und Posen der Werbe- und Modewelt zu verweisen scheint.

Die Ausstellung Nschotschi Haslinger – Die untere Welt ist eine Kooperation der Overbeck-Gesellschaft • Kunstverein Lübeck und St. Petri zu Lübeck.

Rahmenprogramm zur Ausstellung:
Im Kontext – Gespräche über Kunst
Donnerstag 01.08.2019 um 15:00 Uhr

19. Lübecker Museumsnacht
Samstag 31.08.2019 11:00 – 24:00 Uhr

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: St. Petri zu Lübeck, Petrikirchhof 1, 23552 Lübeck
www.st-petri-luebeck.de

www.overbeck-gesellschaft.de

Foto © Nschotschi Haslinger


noch bis 01. September 2019

A. Paul Weber
Meisterwerke der Zeichnung

A. Paul Weber - Britische Bilder - Die KathedraleA. Paul Weber: Meisterwerke der Zeichnung aus dem Depot des Weber-Museums

Mehr als 20.000 Werke hat der kritische und satirische Zeichner A. Paul Weber in seinen 87 Lebensjahren geschaffen. 7.000 davon befinden sich im Besitz des Weber-Museums in Ratzeburg. Etwa 300 sind dort ständig ausgestellt. Viele besonders wertvolle Arbeiten, wie Federzeichnungen oder farbige Aquarelle dürfen jedoch nicht dauerhaft dem schädlichen Sonnenlicht ausgesetzt werden und sind in den lichtgeschützten und klimatisierten Depots des Museums sicher verwahrt. Nur zu besonderen Anlässen werden sie öffentlich ausgestellt.

Die neue Sonderausstellung des Museums zeigt fünfzig der besten Werke Webers in einer beeindruckenden Schau, welche die Arbeiten diesmal nicht nur mit kurzen Objektbeschriftungen, sondern auch jeweils mit ausführlichen Texten erläutert.

Mit dabei sind besonders sehenswerte Werke wie die Originalzeichnung zu Webers wohl berühmtestem Motiv „Das Gerücht“ sowie zum „Verhängnis“, das bereits 1931 den Weg der Nationalsozialisten ins Massengrab darstellte, oder die Federzeichnung „Kasper, Tod und Teufel“, die unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg entstand und als ein Selbstbildnis auch seine eigene Situation zeigt.

Drei Zeichnungen gehören zu dem Zyklus der „Britischen Bilder“, die heute wieder in erstaunlicher Weise topaktuell geworden sind.

Dass A. Paul Weber ein Platz unter den großen Zeichnern des 20. Jahrhunderts gebührt, beweisen die in dieser Ausstellung gezeigten Werke hinreichend.

Die Ausstellung fußt auf einer Präsentation von 1993 im Wilhelm-Busch-Museum Hannover zum 100. Geburtstag Webers, die aber so noch nie in Ratzeburg gezeigt wurde.

Öffnungszeiten:
täglich, außer montags, 10:00 – 13:00 und 14:00 – 17:00 Uhr
Ausnahmen:
am 24., 25., 26. und am 31. Dezember sowie am Neujahrstag bleibt das Museum geschlossen.
Am Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag, Ostermontag sowie Pfingstsonntag und Pfingstmontag ist geöffnet.

Eintritt: Erwachsene 3,- €, Schüler 1,- €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 6,- €
Hinweis: Es besteht die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für beide Kreismuseen (A. Paul Weber-Museum und Kreismuseum) zu erwerben.
Kombikarte mit Kreismuseum:
Erwachsene 5,- €, Schüler 1,50 €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 10,- €

Ort: A. Paul Weber-Museum, Domhof 5, 23909 Ratzeburg
www.weber-museum.de


noch bis 08. September 2019

„Politische Karikaturen der Weimarer Republik“

Hans Gerner - in Holz geschnittene bissige KarikaturenJanuar 1933: Pfingsten – eine Taube fliegt mit einem Hakenkreuz zum Reichstag. März 1933: Frühlingserwachen – ein Schaf weidet auf einer Wiese aus Hakenkreuzblumen. Es sind Holzschnitt-Bilder des Zeichners Hans Gerner (1893 – 1946), der In seinen Karikaturen den Militarismus und die damit verbundene Wiederaufrüstung in den Jahren der Weimarer Republik derart anprangerte, dass ihm seine kritische Kunst zum Verhängnis wurde. Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten folgten Konzentrationslager, Berufsverbot und Strafversetzung.

Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten von Hans Gerner. Außerdem gibt es auf einem Büchertisch eine große Auswahl von Graphic Novels oder Comics in Buchformat. Die meisten thematisieren Ereignisse aus der nationalsozialistischen Zeit wie das Leben der Anne Frank oder der Sophie Scholl, darunter auch die berühmte Grafik-Novelle „Maus“, in der der amerikanische Comic-Zeichner Art Spiegelman das Schicksal seiner jüdischen Eltern im Holocaust erzählt.

Ausstellung und Bücherpräsentation finden im Rahmen der Aktionswochen „Für Demokratie und bunte Vielfalt“ in Eutin und Ahrensbök statt. Sie werden bis 08. September 2019 zu sehen sein.

Der Karikaturist Hans Gerner war überzeugter Pazifist und Demokrat. Obwohl er als Leutnant am Ersten Weltkrieg teilgenommen hatte, arbeitete er gegen die sich ausbreitende Mehrheitsmeinung, die sich in der jungen Republik dem Ziel verschworen hatte, der noch schwachen Demokratie den Todesstoß zu versetzen. Hans Gerner, der seine in Holz geschnittenen bissigen Kommentare des politischen Geschehens überwiegend in der Stuttgarter Sonntagszeitung veröffentlichte, wurde als der „Einzige in Deutschland, der in dieser verlogenen Zeit in die Kerbe haut“, von einem Zeitgenossen gepriesen.

Dass Gerner schließlich dem politischen Druck nachgab und in die NSDAP eintrat, soll ihn derart beschämt haben, dass er 1946 sein Leben mit dem Freitod beendete.

Das Gebäude liegt direkt an der Bundesstraße 432, Flachsröste 16 im Ahrensböker Ortsteil Holstendorf. Tel. 04525 493 060
Extra Parkmöglichkeiten: B 432 Einfahrt Flachsröste, links über das Betriebsgelände der Firma OHZ, Ostholsteinisches Holzkontor

Öffnungszeiten:
Die Gedenkstätte ist jeden Sonntag von 14:00 bis 18:00 Uhr, dienstags, mittwochs und donnerstags von 09:00 bis 12:00 Uhr geöffnet.
Sie kann nach Anmeldung auch an anderen Tagen besucht werden.

Eintritt: frei, Spenden sind willkommen.

Ort: Gedenkstätte Ahrensbök, Flachröste 16, 23623 Ahrensbök
www.gedenkstaetteahrensboek.de


noch bis 08. September 2019

Kaiserpanorama – Jahrhundert-Erinnerungen in 3D
Ostseewelten um 1900 von Kiel bis Swinemünde

Im Strandkorb © Förderverein für Kaiser-Panoramen e. V. CelleVom 09. Juli bis 08. September 2019 macht das „Kaiser-Panorama“ Station im Museum Behnhaus Drägerhaus und entführt in Ostseewelten um 1900.

Neugierige sind eingeladen, sich mit Hilfe einer an Jules Verne erinnernden Maschine im Gründerzeitstil auf eine 3D Zeitreise zu begeben und durch beleuchtete Schaugläser kolorierte Stereofotografien des Ostseeraumes der Kaiserzeit zu bestaunen.

Das Panorama ist aus Celle entliehen und zeigt typische Strandszenen, die in längst vergangene Zeiten entführen, in denen zwar die Bademode anders aussah, die Themen Sommer, Strand und Meer jedoch nicht minder interessant schienen.

Die virtuelle Reise in die Vergangenheit nimmt aber auch Kurs auf den Nordostseekanal und seine Eröffnung 1895. Ausgewählte 3D-Sequenzen aus Kiel und Lübeck schließen sich an, bevor es auf dem Seeweg weitergeht bis nach Rostock und Warnemünde.

Einer der Höhepunkte der Bilderschau ist sicherlich das Porträt von Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II. aus dem Jahre 1905 beim Flottenmanöver in Swinemünde.

Kaiser-Panoramen waren um die Wende zum 20. Jahrhundert ein populäres Massenmedium, das es bis zu 25 Personen gleichzeitig ermöglichte, stereoskopische Bildserien, zumeist mit exotischen Reisezielen und Landschaften, durch ein Guckloch zu betrachten und damit in erster Linie zur Bildung, aber auch zur Unterhaltung beizutragen.

Inzwischen sind nur noch wenige Exemplare vorhanden; die Leihgabe des Fördervereins für Kaiser-Panoramen e.V. aus Celle gilt als eine der letzten ihrer Art. In der Kaiserzeit jedoch brachten rund 250 dieser „Volksbildungsinstitute“ für 20 Pfennige pro Besucher die ganze Welt allwöchentlich in nahezu jede Stadt – „Kinder und Militair“ zahlten die Hälfte; Minderbemittelte erhielten im Sinne des Bildungsauftrages freien Eintritt.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche zwischen 6 bis 18 Jahren 2,50 €, Kinder unter 6 Jahren frei

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

Foto © Förderverein für Kaiser-Panoramen e. V. Celle


noch bis 22. September 2019

Audrey Ramirez
xoxo winter is coming

Mary-Audrey Ramirez „xoxo winter is coming“ © Foto Julie WielandtTechnik, vornehmlich jene des digitalen Zeitalters, und Kreatürlichkeit stehen im Mittelpunkt der in Luxemburg geborenen und Berlin lebenden Künstlerin Mary-Audrey Ramirez (*1990 in Luxemburg-Stadt).

»Nach der industriellen Revolution kam eine Trennung vom Maschinellen und der Natur«, sagt sie. »Wir können gar nicht mehr zurück zur Natur, in eine vorindustrielle Zeit, aber die Technik ist längst nicht so weit entwickelt, dass wir uns nur dem anpassen könnten«.

Ramirez konfrontiert uns oftmals mit lebensgroßen Tieren aus Stoffmaterialien, die eine gewisse Unbedarftheit vermitteln, wie das sechsbeinige Pferd des Odin, das in der Arbeit „Odin is trapped“ (2019) unter einem goldenen textilen Gerippe samt Reiter steht. Figürlich entnommen ist es aus dem Videosspiel „Final Fantasy VIII“ (1999), in dessen Umgebung es dann doch nicht so harmlos erscheint.

Anders verhält es sich mit den zahlreichen Krähen in der Installation „Pls don’t die“ (2019), die an einer Wand angesammelt, ein ähnliches Horrorszenario vermitteln wie die Flugscharen in Alfred Hitchcocks Film Die Vögel (1963). Bei Ramirez sind diese Tiere jedoch bereits unschädlich gemacht, von goldenen Pfeilen durchbohrt und an die Wand genagelt. Mittels der Nähmaschine überträgt Ramirez die Meta-Realität des Online-Rollenspiel-Kosmos in die haptische Realität des Ausstellungsraums, der ja auch nach bestimmten Ordnungssystemen funktioniert. Ihre Kreaturen spielen mit Symboliken oder gesellschaftlichen Distinktionen und lassen eine Vielzahl von Lesarten zu.

Die Künstlerin integriert in ihre installativen Arbeiten stets Soundcollagen, Performances und selbst entwickelte Videospiele, sodass ein interaktives Arrangement entsteht, in das der Besucher stets eingebunden ist.

Eine derartige partizipatorische Komponente, mit Bezug zur Installation „Pls don’t die“, wird Mary-Audrey Ramirez auch für die Ausstellung im Overbeck-Pavillon konzipieren.

Rahmenprogramm zur Ausstellung:
Donnerstag, 27.06.2019, um 19:30 Uhr
Over and Above
Porträtkonzert des Komponisten Chris Cree Brown
Eintritt 4 €, ermäßigt 2 € (auch für Mitglieder)
Eine Konzertreihe in Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck

Sonntag 30.06., 28.07. und 22.09.2019, um 15:00 Uhr
sowie in der Museumsnacht, Samstag, 31.08.2019, um 20:00 und 22:00 Uhr
Im Kontext – Gespräche über Kunst

Dienstag, 09.07. und 06.08.2019, um 15.:00 Uhr
ArtTalks – International Day
Guided tour in English

Samstag, 17.08.2019, 11:00 – 16:00 Uhr
DigitalArts – Workshop
Anmeldung unter info@overbeck-gesellschaft.de

Samstag, 07.09. und 14.09.2019, jeweils 12:00 – 16:00 Uhr
OverBlick – Workshops für Kinder und Jugendliche
Anmeldung unter info@overbeck-gesellschaft.de

Sonntag, 08.09.2019, 11:00 Uhr und 14:00 Uhr
Next Avantgarde
Architekturführungen am Tag des offenen Denkmals
mit Ingo Siegmund, in Kooperation mit dem ArchitekturForum Lübeck

Donnerstag, 19.09.2019, 19:30 Uhr
Extraschicht – Gespräche mit dem Direktor

Samstag, 21.09.2019, 12:00 – 16:00 Uhr
Punkt und Linie zur Fläche – Comic-Workshop
Anmeldung unter info@overbeck-gesellschaft.de

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 3 €, ermäßigt 2 €
freier Eintritt für Mitglieder, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

Ort: Overbeck-Gesellschaft, Königstraße 11, Behnhausgarten, 23552 Lübeck
www.overbeck-gesellschaft.de

Foto © Foto Julie Wielandt


noch bis 22. September 2019

ERINNERUNG UND NEUANFANG
Das Hochofenwerksgelände – wie es war – wie es ist

Kühlturm © Industriemuseum Geschichtswerkstatt HerrenwykDie Anzahl der Menschen, die das Lübecker Hochofenwerk noch erlebten oder dort arbeiteten, in der Umgebung wohnten oder sonst einen Bezug zum Betrieb haben, wird immer geringer.

Vielen Menschen ist das Thema Industrialisierung nur noch aus Schulbüchern bekannt. Verbunden ist damit der Verlust von grundlegendem Wissen über Technik und Handwerk. Das führt dazu, dass man sich heute nicht mehr vorstellen kann, unter welchen schweren und gesundheitsschädigenden Bedingungen über Jahrzehnte gearbeitet werden musste.

In der Ausstellung werden alte Fotoaufnahmen von Werkseinrichtungen mit Aufnahmen von heutigen Ansichtigen gegenübergestellt. Heute gibt es kaum noch Relikte aus dieser Zeit.

Eine Chronik stellt die Entwicklung des Werkes dar von der Gründung über den Niedergang des Werkes bis hin zur heutigen Nutzung des Geländes.

Die Fragen nach dem Warum werden mit den wichtigsten Informationen beantwortet.

Die einzelnen Werkseinheiten des ehemaligen Hochofenwerkes Lübeck sind im Wesentlichen beschrieben. Als Kontrast dazu wird die jeweilige heutige Nutzung gezeigt.

Ein besonderes Augenmerk gilt der angrenzenden „Schlackenhalde“, der Deponie des Werkes, mit einer Betrachtung der heutigen Nutzung der Schlackenhalde als Naherholungsgebiet „Metallhüttenpark“.

Aus Anlass der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e. V. ein Buch mit dem gleichnamigen Titel herausgegeben, dieses ist im Industriemuseum erhältlich.

Öffnungszeiten:
freitags 14:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Kinder und Jugendliche 6-15 Jahre 2 €, 16-18 Jahre 5 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de

Foto © Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk


noch bis 28. September 2019

Summer of 69
Gartenausstellung des Willy-Brandt-Hauses Lübeck und des Günter Grass-Hauses

Summer of 69 – Gartenausstellung des Willy-Brandt-Hauses Lübeck © Olaf Malzahn/BWBSIm Sommer vor 50 Jahren reiste Günter Grass auf Wahlkampftour für Willy Brandt durch die Bundesrepublik.

Bis Ende September 2019 zeigen das Willy-Brandt-Haus und das Günter Grass-Haus eine gemeinsame Plakatausstellung im Museumsgarten: Mit „Summer of 69“ erinnern sie an den Wahlkampf des Sommers 1969.

Willy Brandt, Kanzlerkandidat der SPD, fand damals große Unterstützung durch zahlreiche Intellektuelle, Künstler und Journalisten. Allen voran: die Sozialdemokratische Wählerinitiative mit dem wortmächtigen Günter Grass an der Spitze.

Assistenz durch Dreinreden“, so Jörg-Philipp Thomsa, Leiter des Günter Grass-Hauses, lautete das Credo des Schriftstellers. Er und seine Mitstreiter gehörten zu den Wegbereitern des politischen und gesellschaftlichen Wandels, der mit dem „Machtwechsel“ 1969 möglich wurde: Zwanzig Jahre nach Gründung der Bundesrepublik konstituierte sich nach der Bundestagswahl vom 28. September 1969 erstmals eine sozialliberale Koalition, Willy Brandt wurde am 21. Oktober 1969 zum ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler gewählt.

Brandts Nähe zu Günter Grass und anderen Intellektuellen war außergewöhnlich“, erklärt Bettina Greiner, Leiterin des Willy-Brandt-Hauses Lübeck. Die Verbindung von „Geist und Macht“ war in der Geschichte der Bundesrepublik nie so eng wie in der Ära Brandt.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Willy-Brandt-Haus Lübeck, Königstraße 21, 23552 Lübeck
www.willy-brandt.de/haus-luebeck

Foto © Olaf Malzahn/BWBS


noch bis 20. Oktober 2019

Sandskulpturen Ausstellung Travemünde
„Maritime Abenteuer“

Sandskulpturen-Festival Travemünde © TraveMediaTauchen Sie ein in eine einzigartige maritime Welt aus Sand:
Vom 11. Mai bis zum 20. Oktober 2019 können Besucher täglich von 10:00 – 18:00 Uhr eine der weltweit größten überdachten Sandskulpturen Ausstellungen in Lübeck-Travemünde besuchen.

Die Ausstellung befindet sich in großen Hallen auf dem Baggersand am Fischereihafen direkt neben der Travemünder Landstraße. Ein sechzig köpfiges Sandteam hat in großen Bootshallen auf 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche aus rund 10.000 Kubikmeter Spezialsand eine beeindruckende Sandwelt geschaffen. Unter dem Thema „Maritime Abenteuer“  werden rund 30 Bildszenen in über 100 Skulpturen präsentiert.

Themenschwerpunkte sind lokale und internationale Sagen und Geschichten rund um das Meer, sowie Einblicke in die griechische Mythologie und auf die Rolle des Meeres in Film und Fernsehen. Dabei darf der berüchtigte Pirat Klaus Störtebeker und seine Mannschaft natürlich nicht fehlen, ebenso wenig wie eine Horde Wikinger. Hinzu kommen Darstellungen aus der Natur wie Quallen, Kalmare, Rifffische und Seelöwen und die schaurigen Gestalten aus der Tiefe, wie ein Krake. Figuren aus der griechischen Mythologie, wie Poseidon und Neptun, tragen ihr erstes Gesicht ganz aus Sand und auf unsere kleinen Gäste warten bereits bekannte Charaktere aus Film und Fernsehen, wie Spongebob Schwammkopf, Arielle, die Meerjungfrau und der Clownfisch Nemo. Auch Jules Vernes „20.000 Meilen unter dem Meer“ und der berühmte Thriller „Das Boot“ wird in einzelnen Skulpturen dargestellt. Neben einem beeindruckenden Schiffsfrack, werden auch nautische Instrumente, Flaggen, Morsezeichnen, Seemannsknoten und die Geschichte der Ozeanografie in Sand geschnitzt. Natürlich dürfen das Herz und die Seele eines Schiffes nicht fehlen, sodass eine Schiffskombüse Einblick auf das Leben an Bord gibt.

Die Skulpturen haben eine Höhe von bis zu 10 Meter und bestehen aus einem ganz besonderen Sand und Wasser.

Wie ist es möglich, dass diese hohen Kunstwerke überhaupt solange stehen bleiben können?
Der Sand stammt von dem Kieswerken Ohle & Lau und dabei handelt es sich um einen besonders scharfkantigen und spitz körnigen Sand mit kleinen Quarz- und Lehmanteilen. Er lässt sich gut „stapeln“ und verdichten.

Als Mitte April die Boote zur See ausliefen, begann ein Aufbauteam vor Ort mit dem verdichteten der Sandmassen.  Egal, ob die Skulptur 16 Meter oder nur einen Meter hoch ist, das Prinzip ist immer dasselbe:
1. Loser Sand wird mit einem Radlader oder Telekran in eine Holzverschalung (eine sogenannte Malle) gefüllt. In dieser wird der Sand dann durch abwechselndes Anfeuchten und Stampfen mit Rüttlern, wie man sie aus dem Straßenbau kennt, verdichtet und komprimiert. So wird eine Sandschicht nach der anderen in die Malle gefüllt und gepresst. Höhe und Breite der Mallen sind dabei beliebig variierbar.
2. Der Zauber beginnt und die Künstler gehen ans Werk. Das „Schnitzen“ wird im englischem als „carven“ übersetzt. Die Künstler bzw. Carver müssen nun die Kunstwerke von oben nach unten herausschnitzen und dabei besonders auf Statik, Proportionen und Gewicht achten. Um die Proportionen richtig zu treffen, müssen sich die Carver noch vor dem ersten Schnitt die Skulptur in voller Größe vorstellen können. Hierzu gehört viel Erfahrung, die nur durch Übung und Training erlangt werden kann. Jeder Carver hat seine besonderen Stärken. So gelingen dem einen architektonische Bauten in höchster Perfektion, während ein anderer den Ausdruck in einem Gesicht absolut wirklichkeitstreu darstellen kann. Für die Grobarbeit werden Schaufeln verwendet, für die Details Maurerbesteck, Tonwerkzeuge, Pinsel und Strohhalme.
Anschließend heißt es für die Gäste der Sandskulpturen Ausstellung Travemünde: „Herzlich willkommen! Sie dürfen nun Staunen!“.

Dass ein Sandkorn nicht dem anderen gleicht, haben wir bereits erfahren, doch welche Rolle spielt Sand eigentlich in unserem Alltag?
Welche Bedeutung und Vielfalt steckt hinter dieser Ressource?
Während des Rundgangs können Besucher auf Informationstafeln Antworten auf viele Fragen rund ums Korn entdecken. Hinzu kommt eine Sammlung mit über 300 Sandarten, wobei sich das Sandteam natürlich über jeden interessierten Gast und über weitere Proben freut, um die Sammlung zu erweitern.

Nach einem Rundgang gelangen die Besucher dann in eine Kinderwelt, mit einem großen Sandkasten und jeglichen Werkzeugen die man benötigt, um eine erste Sandburg mit richtigem Skulpturensand zu bauen. Weiter geht es in eine gemütliche Gastronomie mit jeder Menge Platz zum Kaffee oder Tee trinken, Kuchen essen oder Suppe löffeln. Hier können die Gäste abschalten, die letzten Eindrücke Revue passieren lassen und spannende Details zur Ausstellung bei den Mitarbeitern hinterfragen. Sobald alle wieder gestärkt sind, kann es zur zweiten oder dritten Runde in die Sandwelt gehen. Die  Gastronomie des Sandskulpturen Ausstellung Travemünde hat täglich und im Rahmen der geregelten Öffnungszeiten für Gäste der Ausstellung geöffnet.
Mit der Eintrittskarte erhält zudem jeder Gast einen kleinen Rabatt auf verschiedene Kombinationen aus dem Angebot.

Die Sandskulpturen Ausstellung Travemünde ist ein Erlebnis für die gesamte Familie und ein sehenswertes Ausflugsziel für Groß und Klein!

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 9,50 €
Kinder 4 -14 Jahre 6,50 €
Rentner (65+) und Studenten 8,50 €
Familien (2 Erwachsene + 2 Kinder) 26,50 €
Familien (2 Erwachsene + 3 Kinder) 27,50 €
Familien (2 Erwachsene + 4 Kinder) 28,50 €
bei Gruppen ab 20 Personen erhält jeder Teilnehmer 1,- € Rabatt

Ort: Bootshallen am Fischereihafen, Auf dem Baggersand 17/Travemünder Landstraße, 23570 Lübeck-Travemünde
Parkplatz „Am Fischereihafen“ ganz in der Nähe!

www.sandskulpturen-travemuende.de

www.facebook.com/sandskulpturentravemuende


noch bis 30. Oktober 2019

A(R)TLANTIC
Jugendstil trifft moderne Kunst

ATLANTIC Grand Hotel TravemündeSkulpturen internationaler Künstler im Hotelgarten des ATLANTIC Grand Hotel Travemünde

Vom 18. Mai bis 30. Oktober verwandelt sich das ATLANTIC Grand Hotel Travemünde zur Kunstgalerie. Unter dem Motto A(R)TLANTIC stellen drei Galerien ihre Kunstwerke aus. Die renommierte Skulpturengalerie Sylt, dieKUNSTWERKerin sowie die Shona Galerie präsentieren im historischen Ambiente des Grand Hotels Kreationen aus aller Welt.

Thomas Kuhse und Ninette Mathiessen werden am Wochenende vom 16. bis 18. August 2019 gemeinsam mit ihren Künstlern die Ausstellung vor Ort im Hotelgarten bereichern.

Nicht verpassen:
Im August zeigt Künstler Rickson Murehwa Zavare aus Simbabwe vor Ort, wie Shona Kunst entsteht. Am 17. und 18. August 2019 jeweils von 11:00 – 18:00 Uhr.

»Fotogalerie 2019«

Anette Voelmy – Skulpturengalerie Sylt
Junge Kunst aus dem Süden Afrikas im altehrwürdigen Ambiente eines Grand Hotels. Für diesen reizvollen Kontrast sorgt die Sylter Galeristin Anette Voelmy. Jedes Jahr reist sie nach Simbabwe, um neue Künstler und Skulpturen für Ihre Ausstellungen zu entdecken. Darüber hinaus hat Anette Voelmy den Verein rufaro e.V. ins Leben gerufen, um den Menschen in Simbabwe etwas zurück zu geben. So sind in den letzten Jahren zwei Schulen für 650 Kinder entstanden.

Thomas Kuhse – Galerie Shona
Die Galerie Shona zeigt Werke von renommierten Künstlern aus Simbabwe, die von Bildhauern der „Ersten Generation“ beeinflusst wurden. Die zeitgenössische Shona-Bildhauerei ist stark von europäischen Einflüssen geprägt, sie hat aber ihren eigenen, ausdrucksvollen Charakter entwickelt. Diese Art der Bildhauerei ist nicht traditionell verankert, sondern als reine Kunstform, quasi als „l´art pour l´art“ entstanden. Daher grenzt sie sich auch gegenüber traditioneller afrikanischer Kunst ab.

Ninette Mathiessen – dieKUNSTWERKerin
Ninette Mathiessen ist Galeristin und Künstlerin zugleich. In der Galerie dieKUNSTWEKerin werden Werke internationaler Künstler sowie Werke von Ninette Mathiessen ausgestellt. Besonders bekannt ist die Künstlerin für die Serie „FISH &SHIPS“ und ihre maritimen Bilder. Mit grob gespachtelten Hintergründen und einem schnellen Messerstrich ist der Stil von Ninette Mathiessen vom „Shabby Look“ beeinflusst. Seit 2011 sind ihre Malereien auf zahlreichen Ausstellungen zu bewundern, in diesem Jahr sind sie auch in der A(R)TLANTIC Kunstgalerie zusehen.

Öffnungszeiten:
täglich

Eintritt: frei

Ort: ATLANTIC Grand Hotel Travemünde, Hotelgarten, Kaiserallee 2, 23570 Lübeck-Travemünde
www.atlantic-hotels.de/grand-hotel-travemuende


noch bis Oktober 2019

Schokolade –
Vom Trank der Götter zur süßen Verführung für alle

Schokolade Anzeige Fa. Kasseler 1907 © Weihnachtshaus HusumDie Geschichte der Schokolade beginnt bei den Azteken, die schon um 1500 aus Wasser, Kakao, Chili und Vanille ein berauschendes Gebräu herstellten und es Xokolatl nannten. Nach Europa kam die neue Frucht durch Christoph Kolumbus Anfang des 16. Jahr­hunderts. Bereits 1657 wurde in London das erste Schokoladencafé eröffnet.

Bis in Dresden die erste als Tafel ausgeformte Schokolade angeboten wurde, sollten noch gut 150 Jahre vergehen. Zunächst als kleine Blöcke mit Bruchrillen angeboten, wurde Schokolade später auch mittels Hohlformen gestaltet. Die älteste und später auch bedeutendste Firma wird von Anton Reiche in der Nähe von Dresden gegründet. Ihr Angebot umfasst Formen in einer Vielfalt an Modellen und Grüßen, wie man es sich heute kaum vorstellen kann.

Die Ausstellung vollzieht die Geschichte der Schokolade und ihrer Herstellung nach und zeigt Beispiele aus der vielfältigen Entwicklung von Formen und Verpackungen sowie der Schokoladen-Werbung. Verschiedene Schokoladenqualitäten, feinste handgeschöpfte Pralinen aus der Confiserie Lauenstein, der „Genussmanufaktur aus Franken“, Führungen mit Verkostung von Kakaobohnen und Heißer Schokolade vermitteln einen sinnlichen Eindruck der Vielfältigkeit dieses Genussmittels.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Kinder bis 6 Jahre frei
Kinder bis 14 Jahre 1,- €
Erwachsene 3,- €
Familien 7,- €
Gruppen ab 10 Pers. 2,50 € p.P.

Ort: Weihnachtshaus, Westerende 46, 25813 Husum
Tel. 04841-6685908 und 04841-83520
www.weihnachtshaus.info

Flyer Weihnachtshaus (pdf)

Foto © Weihnachtshaus Husum


noch bis 03. November 2019

Hochstapler, Trunkenbolde, Schnüffler – VERRÜCKTE SCHMETTERLINGE
Eine Fotoausstellung von Ingo Arndt

Der „Hochstapler“ (Sesia apiformis) = Hornissen-Glasflügler © Ingo ArndtIn der Ausstellung „Hochstapler, Trunkenbolde, Schnüffler – VERRÜCKTE SCHMETTERLINGE“ zeigt der international renommierte Naturfotograf Ingo Arndt Spannendes und Verrücktes aus der Welt der Schmetterlinge. Lübeck ist der erste Ausstellungsort.

Für die Fotos seiner neuesten Ausstellung verbrachte er zusammen mit seiner Frau Silke Arndt Monate in den unterschiedlichsten Ländern und auf mehreren Kontinenten. Manche Bilder der Ausstellung entstanden aber auch direkt vor der eigenen Haustür.

Mit seinen Bildern möchte Ingo Arndt Emotionen wecken und den Reichtum der Natur vor Augen führen. Er macht komplexe ökologische Zusammenhänge sichtbar und dokumentiert das Verhalten von Tieren in perfekten Bildern.

Öffnungszeiten:
Di – Fr 09:00 – 17:00 Uhr
Sa – So 10:00 – 17:00 Uhr
montags geschlossen
01. Mai: geöffnet, Himmelfahrt: geöffnet, Pfingstsonntag: geöffnet, Pfingstmontag: geöffnet, 03. Oktober: geöffnet

Eintritt: Erwachsene 6 €, Ermäßigte 3 €, Kinder 2 €

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

www.ingoarndt.com

Foto © Ingo Arndt


noch bis 10. November 2019

„Ins Blaue! Natur in der Literatur“

Vom 05. Juli bis 10. November 2019 ist im Buddenbrookhaus eine Ausstellung des Literaturhauses München mit dem schönen Titel „Ins Blaue! Natur in der Literatur“ zu sehen, die alle Sinne anspricht.

In Kunst-Naturräumen sind Texte berühmter Autoren von Ovid bis in die Gegenwart in einem neuen Kontext zu entdecken. In der Literatur erscheint Natur oftmals verspielt, unheimlich, verführerisch – und aus heutiger Sicht manchmal auch sehr kitschig.

Die Besucher:innen sind eingeladen, sich auf eine Reise durch 2.500 Jahre Natur in der Weltliteratur und damit „Ins Blaue!“ zu begeben. Räume können wie Poesie betreten werden; auf Blütenstelen schwankend sind Texte von Goethe, Ingeborg Bachmann, Musil, Gertrude Stein und natürlich Thomas Mann kreativ arrangiert.

Von Natur kann aber nicht nur gelesen werden, Besucher:innen können sie auch hören, ertasten und schmecken. So gibt es beispielsweise eine Kräuterstation, einen vollkommen abgedunkelten Raum, in dem man dem Ruf eines Käuzchens lauschen kann, während man barfuß über ein Kiesbett wandelt, oder ein mit Kunstrasen bepflanztes Himmelbett – Probeliegen ausdrücklich erwünscht!

Weiter veranschaulicht wird das Thema durch Gemälde, Fotografien, Postkarten oder Zeichnungen. Als Highlights gelten dabei Hermann Hesse als Nacktkletterer, Franz Kafka als Skifahrer oder Eduard Mörike als Bastler.

Darüber hinaus warten persönliche „Naturstücke“ zeitgenössischer Autoren darauf, entdeckt zu werden: ein räudiges Tierchen, Torf, Käfer, ein Glas Staub, eine Fliegenklatsche und Korallenschmuck sind exklusiv in der Ausstellung zu sehen, wandern jedoch gleich im Anschluss wieder in die geheimen Fächer der Autoren und Autorinnen zurück.

Ins Blaue! Natur in der Literatur“ ist die letzte Sonderausstellung im Buddenbrookhaus vor dessen Umbau.

Begleitprogramm
Begleitet wird die Ausstellung von zahlreichen spannenden Events. Bis November sind Workshops beispielsweise zum Thema Blaudruck oder nature writing geplant, ebenso wie ungewöhnliche Führungen, bei denen die sinnliche Welt der Natur und Poesie buchstäblich mit allen Sinnen erlebt werden oder auf denen man sich zusammen mit seinem Hund auf einen literarischen Spaziergang auf den Spuren interessanter Vierbeiner durch die Lübecker Altstadt begeben kann.
Mit dem Angebot „KunstImPuls“ richtet sich das Buddenbrookhaus zudem speziell an demenzkranke Menschen. Diese haben die Gelegenheit, sich die Ausstellung in ruhiger, geschützter Atmosphäre zusammen mit einer speziell ausgebildeten Kulturgeragogin zu erschließen und die vielfältigen, sinnlich erfahrbaren Impulse zu nutzen, um eigene Assoziationen und Erinnerungen anzuregen.

Führungen
Mit allen Sinnen“ Sonntag 04. August 2019, 01. September 2019, 06. Oktober 2019, 03. November 2019, jeweils 15 Uhr, 11 €, ermäßigt 7,50 €, Kinder 6,50 €

Von Hunden und Menschen“, Samstag, 14. September und 12. Oktober 2019, 11 Uhr, 13 €, ermäßigt 9,50 €, Kinder 8,50 €, Hunde frei

Workshop
Einfach mal blau machen“ Cyanotopie-Workshop, Sonntag, 11. August und 22. September 2019, 14 Uhr, 25 €, ermäßigt 21,50 €, Kinder 20,50 € inklusive Materialkosten, Führung und Eintritt

Veranstaltungen
Aufbrüche XXIV Musik zu einem Aufbruch ins Blaue, Freitag, 25. Oktober 2019, 19:30 Uhr, 4 €

nature writing Lesung und Gespräch mit Lola Randl und Verleger Dr. Andreas Rötzer von Matthes und Seitz zu Mensch, Natur und Schreiben, Donnerstag, 07. November 2019, 19:30 Uhr, 9 €, ermäßigt 7 €

Buchbare Angebote
Blauer als du denkst“ Ausstellungsgespräch mit Kreativteil für Schulklassen, Dauer 90 Minuten, 60 Euro zzgl. 2,50 € Eintritt pro Schüler*in

KunstImPuls – für Menschen mit Demenz Dauer 90 Minuten, 11 Euro pro Person inkl. Eintritt im Gruppenverband

Museumsnacht
Die 19. Lübecker Museumsnacht am 31. August wird um 18 Uhr auf der Gartenbühne direkt vor dem Buddenbrookhaus eröffnet. 18.30, 20 und 22.30 Uhr: „12 Meter Hase“ macht blau – Impro-Theater vom Feinsten auf der Gartenbühne

19 Uhr im Gewölbekeller: PROJECT PITCH – Vortrag zum Thema Ökologie

Familienprogramm zur Museumsnacht
15 Uhr: Das Kinder- und Jugendkulturhaus „Röhre“ präsentiert Arbeiten zum Thema „Blau“. Vernissage der Ausstellung in der Mengstraße 6
16 – 18 Uhr: Blaue Bastelaktion im temporären Garten vor dem Buddenbrookhaus

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, 23552 Lübeck
www.buddenbrookhaus.de


01. – 17. August 2019

Jonna Vinha
… ohne Licht gibt es keine Farben

Colour Pencils © Jonna VinhaDie finnische bildende Künstlerin Jonna Vinha aus Varkaus arbeitet schwerpunktmäßig mit und für die Umwelt.

Für sie ist Umweltkunst ein konkreter Weg, um die Fläche und die umgebende Natur zu erhöhen und die eigene Umwelt auf eine neue Art und Weise zu beeinflussen. Licht und Natur inspirieren sie gleichermaßen. Meistens übernimmt der Ort selbst die Regie für ihre Werke. Jonna Vinha gestaltet entweder in der Natur Vorgefundenes künstlerisch um oder überrascht Spaziergänger mit ihren Kunstwerken, die sie in die Natur integriert und von der sie sich inspirieren lässt.

So wird sie in der Kunsttankstelle während ihrer Ausstellungszeit die Äste eines abgestorbenen Baumes zu bunten Stiften gestalten. Ihr entstehendes Kunstwerk „Colour Pencils“ wird Kreativität, Freude und Farbigkeit ausdrücken. Die in Buntstifte verwandelten Äste sollen zeigen, wie wichtig Kreativität in ihrer Auswirkung auf alles in unserem täglichen Leben ist.

In der Ausstellungshalle wird sie dieses Thema durch eine Installation erweitern. Zu ihren Ausdrucksformen gehören ebenfalls Gesang und lyrische Texte.

Vernissage am Freitag, 09. August 2019 um 19 Uhr
Musik:
Jonna Vinha, Keyboard und Gesang
Elisabeth Oltzen, Flöte
Monika Döring, Gitarre
Johannes Lenz, Klavier

Öffnungszeiten:
Donnerstag – Samstag 15:00 – 18:00 Uhr
Sonntag 11:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kunsttankstelle, Wallstr. 3-5, 23560 Lübeck
www.defacto-art.de

Foto © Jonna Vinha


01. – 31. August 2019

Anett Klopsch und Christian Kulle
„Fotografie zwischen den Meeren“

Leuchtturm © Anett KlopschUnter dem Motto „Fotografie zwischen den Meeren“ stellen Anett Klopsch und Christian Kulle ihre Fotos in der Touristinformation in Plön aus. Die Bilder zeigen die vielfältige Landschaft entlang der Küsten sowie maritime Details.

Die beiden Amateurfotografen fotografieren seit ca. 3 Jahren gemeinsam und sind Mitglieder der Kieler Fotogruppe Macro 3. Ihre Motive finden sie direkt vor der Haustür, aber auch auf Reisen, bei Ausflügen an Nord- und Ostsee und die zahlreichen Seen der Umgebung. Da jeder einen anderen fotografischen Blick hat, ist es für sie immer wieder spannend zu sehen, auf welch unterschiedliche Weise dasselbe Motiv und der jeweilige Moment vom Anderen wahrgenommen wird.

Während Christian gern an der technischen Umsetzung seiner Ideen feilt und mit der Bearbeitung experimentiert, spielt Anett häufig mit der Kamera und verleiht ihren Fotos damit einen verträumten Touch.

Am Anfang dachte ich, es müsse immer alles scharf sein und das Motiv eindeutig und klar zu erkennen“, sagt sie, „bis ich feststellte, dass das recht schnell langweilig werden kann, weil alles in dieser Weise schon 1000fach abgelichtet wurde. Mir ist es wichtig, die Fantasie des Betrachters anzuregen und Freiraum zu lassen für eigene Sichtweisen und Interpretationen. Es macht mir Spaß, zu abstrahieren, die Essenz des Augenblicks einzufangen und mich dabei auf das Wesentliche zu beschränken. Das ist wie Dichten, nur eben mit der Kamera.

Dazu passt, dass sie seit einigen Jahren auch Haiku schreibt, und diese gelegentlich auch mit Fotos kombiniert. Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform und gilt als kürzeste Gedichtform der Welt. Das Haiku stellt eine Momentaufnahme dar. Das Geschehen des Augenblicks wird eingefangen und die jeweilige Stimmung zum Ausdruck gebracht. Das daraus entstehende Bild ist nicht abgeschlossen und soll dem Leser die Möglichkeit geben, es auf seine eigene Art und Weise zu erleben und fortzuführen.

Schreiben und Fotografieren sind für mich eine Art von Meditation. Ich lasse mich von meiner Intuition leiten und dem, was ich in diesem Moment empfinde. Dabei kann ich alles um mich herum vergessen, Zeit und Raum ausblenden und ganz bei mir sein“, sagt Anett.

Christian bevorzugt in seinen Fotos hingegen eher klare Formen und Strukturen und intensive Kontraste. „Meine Liebe gilt aber noch immer der Schwarz-Weiß-Fotografie“, erzählt er. „Damit habe ich vor vielen Jahren angefangen und finde diese Art zu fotografieren noch immer faszinierend. Gerade kleine Details lassen sich dadurch sehr gut herausarbeiten.

Er probiert gern neue Themen und Techniken aus. „Auf ein Gebiet festlegen mag ich mich gar nicht“, sagt Christian, „jeden Tag gibt es überall unendlich viele Motive und Blickwinkel zu entdecken oder etwas auszuprobieren.“ Dabei strebt er grundsätzlich an, dass das Bild beim Fotografieren entsteht und am Computer nur der letzte Schliff erfolgt – von gelegentlichen Verfremdungen oder Kombinationen einmal abgesehen. „Vor kurzem habe ich die ‚Little Planets‘ für mich entdeckt. Das kann echt süchtig machen …

Viele unserer Bekannten beneiden uns um das gemeinsame Fotografieren. Wir genießen die intensive Zeit sehr und laden die Besucher herzlich ein, einige dieser Augenblicke mit uns zu teilen.“ Die Gelegenheit dazu ergibt sich insbesondere am Samstag, dem 03.08.2019. In der Zeit von 11 bis 14 Uhr beantworten die beiden Fotografen gern Fragen zu den Bildern

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 08:00 – 17:30 Uhr
Samstag 10:00 – 15:30 Uhr
Sonntag 10:00 – 13:30 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Bistro der Tourist Info Großer Plöner See, Bahnhofstrasse 5, 24306 Plön
www.touristinfo-ploen.de

Foto © Anett Klopsch


09. August 2019

Ausstellungseröffnung
„Bauhaus in Timmendorfer Strand 1919“
Ausstellung 09.08.–30.09.2019

Villa Gropius mit Gärtnerhaus links um 1900 in Timmendorfer StrandAm 09.08.2019 wird um 10 Uhr in der Gemeindebücherei Timmendorfer Strand die Ausstellung „Bauhaus in Timmendorfer Strand 1919. Glückliches Refugium und Ideen-Schmiede der großen Bauhaus-Meister“ eröffnet. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Bauhauses wurde diese Ausstellung von Hartmut Schwarz, der Gemeindebücherei und dem Gemeindearchiv konzipiert und gestaltet.

Walter Gropius war der Gründer des Staatlichen Bauhauses in Weimar. Zusammen mit seiner Ehefrau Ise Gropius und seinen Kollegen der Hochschule reiste er zwischen 1919 und 1932 nach Timmendorfer Strand. Dort besaß die Familie Gropius in der Strandallee eine Villa. Zu den Gästen zählten u. a. Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Marcel Breuer und Herbert Beyer.

Die Ausstellung besteht aus analogen und digitalen Modulen. Dazu gehören Tafeln mit Texten und Bildern, Objekte und interaktive Angebote. Zusätzliche Informationen bietet beispielsweise ein Quiz.

Fotos der Villa Gropius und von ihren Gästen, Skizzen sowie Einträge in das Gästebuch des Hauses geben Einblicke in das Refugium am Timmendorfer Strand.

Während der Eröffnung am 09.08.2019 gibt es von 10 bis 11 Uhr die Gelegenheit für Gespräche mit Hartmut Schwarz über das Bauhaus, mit Stephanie Scheel über Bauhaus-Literatur und Melanie Zühlke über Timmendorfer Strand in den 1920er Jahren.

Öffnungszeiten:
Montag und Donnerstag 14:30 – 18:00 Uhr
Dienstag, Mittwoch und Freitag 10:00 – 14:00 Uhr

Freitag 10:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Gemeindebücherei, Timmendorfer Platz 10, 23669 Timmendorfer Strand
Der Zugang ist barrierefrei.

www.timmendorfer-strand.de


22. August 2019

Ausstellungseröffnung
KREISRUND MIT KANTE
Porzellan und Grafik von Karin Bablok
Ausstellung 23.8.–03.11.2019

Karin Bablok Porzellanunikat 2017 Foto © M. WurzbachIn der Zeit vom 23. August bis 3. November 2019 zeigt das Ostholstein-Museum mit einer großen Zahl an Porzellanarbeiten und  Tuschezeichnungen der Hamburger Keramikerin Karin Bablok einen umfassenden Einblick in das langjährige Schaffen der international erfolgreichen Künstlerin, deren Schwerpunkt auf dem gedrehten Porzellangefäß liegt – als künstlerischem Ausdrucksmittel oder auch als nutzbarem Gegenstand.

Seit über 20 Jahren entstehen vor allem hauchdünne, transluzente Unikate, die in der Regel mit schwarzem Pinselstrich bemalt und charakteristisch im Werk der Künstlerin sind. Die Formgebung der Objekte ist bestimmt von gestalterischer Feinheit, Linearität und formaler Klarheit, selbst wenn Kanten das Gefäß in seiner rotationssymmetrischen Wirkung unterbrechen und die Asymmetrie scheinbar der Ausgewogenheit entgegensteht. Mit der Bemalung ihrer Gefäße schafft Karin Bablok eine Verbindung von Formgestaltung und Malerei, die nicht allein die Außenseite des Objektes, sondern auch das Innere umfasst. Die Spannbreite reicht hier von rein geometrischen Formen und Linien bis hin zu kraftvoll-expressiven Pinselstrichen, Punkten und Flächen.

Für eine weitere Werkgruppe dreht Karin Bablok Gefäße mit zart eingefärbten Massen, bei denen vor allem die Farbkombinationen und deren Wirkung im Vordergrund stehen.

Seit einigen Jahren greift die Künstlerin die Beschäftigung mit Farbe und Pinsel auch in Tuschezeichnungen auf Papier auf.

Karin Bablok, geboren 1964 in Donauwörth, lebt in Hamburg und betreibt ein Werkstattatelier im Vorderhaus des denkmalgeschützten Schulhauses Allermöhe. Mehrere Aufenthalte in Asien und eine Lehrtätigkeit in Korea haben ihre Kunst nachhaltig geprägt. Mit ihren Arbeiten ist sie auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland sowie öffentlichen Sammlungen vertreten.

Nach der Begrüßung durch den Kreispräsidenten Harald Werner vom Kreis Ostholstein wird Frau Dr. Julia Hümme, Leiterin des Ostholstein-Museums, in die Ausstellung einführen. Musikalisch wird die Eröffnung von der Kreismusikschule Ostholstein begleitet.

Begleitend zur Ausstellung findet am Sonntag, den 06. Oktober 2019, um 11:30 Uhr eine Künstlerführung statt.
Am Dienstag, den 29. Oktober 2019, um 19:30 Uhr erläutert Karin Bablok in ihrem Bildervortrag „Nicht nur schwarz-weiß?“ ihren künstlerischen Werdegang, die Besonderheiten ihrer Porzellanunikate und die Einflüsse auf ihr Schaffen.

Öffnungszeiten:
dienstags – freitags 11:00 – 17:00 Uhr
samstags, sonntags und feiertags 11:00 – 17:00 Uhr

Donnerstag 19:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © M. Wurzbach


28. August 2019

Vernissage
Neustadt aus allen Blickwinkeln
Gestern – Heute – Morgen
Ausstellung 28.08.–27.09.2019

Ausstellung Neustadt aus allen Blickwinkeln Gestern - Heute - MorgenGemeinschaftsausstellung zum 775-jährigen Stadtjubiläum der Stadt Neustadt

Neustadt in Holstein ist in diesem Jahr 775 Jahre alt geworden. Vieles hat sich in dieser Zeit ereignet und die Stadt geformt.

Was bedeutet „Neustadt“ aber für die Menschen, die hier leben, was ist das Besondere an Neustadt, wie fühlt sich „Neustadt“ an, wie war es früher, wie ist es heute?

Mit diesen Fragen haben sich Neustädter Gruppen und Institutionen künstlerisch auseinandergesetzt – und Antworten gefunden: in einer großen Gemeinschaftsausstellung zeigen die „Alltagsmaler“ des Hans-Ralfs-Hauses, das zeiTTor – Museum der Stadt Neustadt in Holstein, die Ausstellungsgemeinschaft und Schülerinnen und Schüler der Jacob-Lienau-Schule und des Küstengymnasiums künstlerische Arbeiten, die Neustadt aus verschiedenen Blickwinkeln darstellen.

Die Organisatoren der Ausstellung, Anke Kessenich M.A. vom Hans-Ralfs-Haus der AMEOS Gruppe und Dr. Frank Wilschewski vom zeiTTor – Museum der Stadt Neustadt in Holstein, freuen sich über das Ergebnis. Es ist eine vielfältige und beeindruckende Bandbreite realistischer und abstrakter Arbeiten mit Ansichten von Stadtbild und Stadt aus verschiedenen Zeiten entstanden.

Besonders interessant ist der generationsübergreifende Ansatz dieser partizipativen Ausstellung, weil Neustadt auch aus dem Blickwinkel verschiedener Lebensalter der Künstlerinnen und Künstler betrachtet wird.

Nach Grußworten von Theresia Kleikamp, Mitglied der Unternehmensleitung, AMEOS Einrichtungen Holstein, und Sönke Sela, Bürgervorsteher der Stadt Neustadt in Holstein stellen die beiden Organisatoren Anke Kessenich M.A. und Dr. Frank Wilschewski die Ausstellung vor.

Öffnungszeiten:
montags bis donnerstags 09:00 Uhr – 16:00 Uhr
freitags 09.00 Uhr – 14:30 Uhr.
Weitere Termine sind nach Vereinbarung möglich.

Mittwoch 18:30 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Hans-Ralfs-Haus für Kunst und Kultur, AMEOS Einrichtungen, Wiesenhof, 23730 Neustadt in Holstein


weiter zum September »


Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten.