Sie sind hier: Startseite » Ausstellungen » Ausstellungen Eutin und Schleswig-Holstein November

Ausstellungen Eutin und Schleswig-Holstein
November 2019

 

noch bis 03. November 2019

Hochstapler, Trunkenbolde, Schnüffler – VERRÜCKTE SCHMETTERLINGE
Eine Fotoausstellung von Ingo Arndt

Der „Hochstapler“ (Sesia apiformis) = Hornissen-Glasflügler © Ingo ArndtIn der Ausstellung „Hochstapler, Trunkenbolde, Schnüffler – VERRÜCKTE SCHMETTERLINGE“ zeigt der international renommierte Naturfotograf Ingo Arndt Spannendes und Verrücktes aus der Welt der Schmetterlinge. Lübeck ist der erste Ausstellungsort.

Für die Fotos seiner neuesten Ausstellung verbrachte er zusammen mit seiner Frau Silke Arndt Monate in den unterschiedlichsten Ländern und auf mehreren Kontinenten. Manche Bilder der Ausstellung entstanden aber auch direkt vor der eigenen Haustür.

Mit seinen Bildern möchte Ingo Arndt Emotionen wecken und den Reichtum der Natur vor Augen führen. Er macht komplexe ökologische Zusammenhänge sichtbar und dokumentiert das Verhalten von Tieren in perfekten Bildern.

Öffnungszeiten:
Di – Fr 09:00 – 17:00 Uhr
Sa – So 10:00 – 17:00 Uhr
montags geschlossen
01. Mai: geöffnet, Himmelfahrt: geöffnet, Pfingstsonntag: geöffnet, Pfingstmontag: geöffnet, 03. Oktober: geöffnet

Eintritt: Erwachsene 6 €, Ermäßigte 3 €, Kinder 2 €

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

www.ingoarndt.com

Foto © Ingo Arndt


noch bis 03. November 2019

KREISRUND MIT KANTE
Porzellan und Grafik von Karin Bablok

Karin Bablok Porzellanunikat 2017 Foto © M. WurzbachIn der Zeit vom 23. August bis 3. November 2019 zeigt das Ostholstein-Museum mit einer großen Zahl an Porzellanarbeiten und  Tuschezeichnungen der Hamburger Keramikerin Karin Bablok einen umfassenden Einblick in das langjährige Schaffen der international erfolgreichen Künstlerin, deren Schwerpunkt auf dem gedrehten Porzellangefäß liegt – als künstlerischem Ausdrucksmittel oder auch als nutzbarem Gegenstand.

Seit über 20 Jahren entstehen vor allem hauchdünne, transluzente Unikate, die in der Regel mit schwarzem Pinselstrich bemalt und charakteristisch im Werk der Künstlerin sind. Die Formgebung der Objekte ist bestimmt von gestalterischer Feinheit, Linearität und formaler Klarheit, selbst wenn Kanten das Gefäß in seiner rotationssymmetrischen Wirkung unterbrechen und die Asymmetrie scheinbar der Ausgewogenheit entgegensteht. Mit der Bemalung ihrer Gefäße schafft Karin Bablok eine Verbindung von Formgestaltung und Malerei, die nicht allein die Außenseite des Objektes, sondern auch das Innere umfasst. Die Spannbreite reicht hier von rein geometrischen Formen und Linien bis hin zu kraftvoll-expressiven Pinselstrichen, Punkten und Flächen.

Für eine weitere Werkgruppe dreht Karin Bablok Gefäße mit zart eingefärbten Massen, bei denen vor allem die Farbkombinationen und deren Wirkung im Vordergrund stehen.

Seit einigen Jahren greift die Künstlerin die Beschäftigung mit Farbe und Pinsel auch in Tuschezeichnungen auf Papier auf.

Karin Bablok, geboren 1964 in Donauwörth, lebt in Hamburg und betreibt ein Werkstattatelier im Vorderhaus des denkmalgeschützten Schulhauses Allermöhe. Mehrere Aufenthalte in Asien und eine Lehrtätigkeit in Korea haben ihre Kunst nachhaltig geprägt. Mit ihren Arbeiten ist sie auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland sowie öffentlichen Sammlungen vertreten.

Öffnungszeiten:
dienstags – freitags 11:00 – 17:00 Uhr
samstags, sonntags und feiertags 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © M. Wurzbach


noch bis 10. November 2019

„Ins Blaue! Natur in der Literatur“

Vom 05. Juli bis 10. November 2019 ist im Buddenbrookhaus eine Ausstellung des Literaturhauses München mit dem schönen Titel „Ins Blaue! Natur in der Literatur“ zu sehen, die alle Sinne anspricht.

In Kunst-Naturräumen sind Texte berühmter Autoren von Ovid bis in die Gegenwart in einem neuen Kontext zu entdecken. In der Literatur erscheint Natur oftmals verspielt, unheimlich, verführerisch – und aus heutiger Sicht manchmal auch sehr kitschig.

Die Besucher:innen sind eingeladen, sich auf eine Reise durch 2.500 Jahre Natur in der Weltliteratur und damit „Ins Blaue!“ zu begeben. Räume können wie Poesie betreten werden; auf Blütenstelen schwankend sind Texte von Goethe, Ingeborg Bachmann, Musil, Gertrude Stein und natürlich Thomas Mann kreativ arrangiert.

Von Natur kann aber nicht nur gelesen werden, Besucher:innen können sie auch hören, ertasten und schmecken. So gibt es beispielsweise eine Kräuterstation, einen vollkommen abgedunkelten Raum, in dem man dem Ruf eines Käuzchens lauschen kann, während man barfuß über ein Kiesbett wandelt, oder ein mit Kunstrasen bepflanztes Himmelbett – Probeliegen ausdrücklich erwünscht!

Weiter veranschaulicht wird das Thema durch Gemälde, Fotografien, Postkarten oder Zeichnungen. Als Highlights gelten dabei Hermann Hesse als Nacktkletterer, Franz Kafka als Skifahrer oder Eduard Mörike als Bastler.

Darüber hinaus warten persönliche „Naturstücke“ zeitgenössischer Autoren darauf, entdeckt zu werden: ein räudiges Tierchen, Torf, Käfer, ein Glas Staub, eine Fliegenklatsche und Korallenschmuck sind exklusiv in der Ausstellung zu sehen, wandern jedoch gleich im Anschluss wieder in die geheimen Fächer der Autoren und Autorinnen zurück.

Ins Blaue! Natur in der Literatur“ ist die letzte Sonderausstellung im Buddenbrookhaus vor dessen Umbau.

Begleitprogramm
Begleitet wird die Ausstellung von zahlreichen spannenden Events. Bis November sind Workshops beispielsweise zum Thema Blaudruck oder nature writing geplant, ebenso wie ungewöhnliche Führungen, bei denen die sinnliche Welt der Natur und Poesie buchstäblich mit allen Sinnen erlebt werden oder auf denen man sich zusammen mit seinem Hund auf einen literarischen Spaziergang auf den Spuren interessanter Vierbeiner durch die Lübecker Altstadt begeben kann.
Mit dem Angebot „KunstImPuls“ richtet sich das Buddenbrookhaus zudem speziell an demenzkranke Menschen. Diese haben die Gelegenheit, sich die Ausstellung in ruhiger, geschützter Atmosphäre zusammen mit einer speziell ausgebildeten Kulturgeragogin zu erschließen und die vielfältigen, sinnlich erfahrbaren Impulse zu nutzen, um eigene Assoziationen und Erinnerungen anzuregen.

Führungen
Mit allen Sinnen“ Sonntag 04. August 2019, 01. September 2019, 06. Oktober 2019, 03. November 2019, jeweils 15 Uhr, 11 €, ermäßigt 7,50 €, Kinder 6,50 €

Von Hunden und Menschen“, Samstag, 14. September und 12. Oktober 2019, 11 Uhr, 13 €, ermäßigt 9,50 €, Kinder 8,50 €, Hunde frei

Workshop
Einfach mal blau machen“ Cyanotopie-Workshop, Sonntag, 11. August und 22. September 2019, 14 Uhr, 25 €, ermäßigt 21,50 €, Kinder 20,50 € inklusive Materialkosten, Führung und Eintritt

Veranstaltungen
Aufbrüche XXIV Musik zu einem Aufbruch ins Blaue, Freitag, 25. Oktober 2019, 19:30 Uhr, 4 €

nature writing Lesung und Gespräch mit Lola Randl und Verleger Dr. Andreas Rötzer von Matthes und Seitz zu Mensch, Natur und Schreiben, Donnerstag, 07. November 2019, 19:30 Uhr, 9 €, ermäßigt 7 €

Buchbare Angebote
Blauer als du denkst“ Ausstellungsgespräch mit Kreativteil für Schulklassen, Dauer 90 Minuten, 60 Euro zzgl. 2,50 € Eintritt pro Schüler*in

KunstImPuls – für Menschen mit Demenz Dauer 90 Minuten, 11 Euro pro Person inkl. Eintritt im Gruppenverband

Museumsnacht
Die 19. Lübecker Museumsnacht am 31. August wird um 18 Uhr auf der Gartenbühne direkt vor dem Buddenbrookhaus eröffnet. 18.30, 20 und 22.30 Uhr: „12 Meter Hase“ macht blau – Impro-Theater vom Feinsten auf der Gartenbühne

19 Uhr im Gewölbekeller: PROJECT PITCH – Vortrag zum Thema Ökologie

Familienprogramm zur Museumsnacht
15 Uhr: Das Kinder- und Jugendkulturhaus „Röhre“ präsentiert Arbeiten zum Thema „Blau“. Vernissage der Ausstellung in der Mengstraße 6
16 – 18 Uhr: Blaue Bastelaktion im temporären Garten vor dem Buddenbrookhaus

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, 23552 Lübeck
www.buddenbrookhaus.de


noch bis 24. November 2019

Friedel Anderson
Malerei und Grafik 2014-2019

Friedel Anderson, 26.10.18 III, 2018, Öl auf Leinwand, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019Nach einer sehr erfolgreichen Ausstellung in 2012 widmet sich das Ostholstein-Museum erneut dem malerischen und grafischen Schaffen des schleswig-holsteinischen Künstlers Friedel Anderson und zeigt nun unter dem Titel Malerei und Grafik 2014-2019 aktuelle Leinwand- und Papierarbeiten aus den vergangenen fünf Jahren.

In der Wahl des Motivs ist sich Friedel Anderson durch die Jahre treu geblieben: Noch immer sind es Stadt- und Hafenansichten, Reisebilder und Landschaften, Stillleben von einzelnen Alltagsgegenständen und Interieurs, die sein künstlerisches Werk bestimmen. Dabei hat er stets einen besonderen Blick für das unaufgeregte, in seiner Einfachheit bestechende Motiv. Dieses hält er in einem dem Realismus verpflichteten Malstil auf der Leinwand fest, der jedoch auf besondere Weise eine feine, atmosphärische Wirkung entfaltet, die charakteristisch für den Künstler und sein Werk ist. Als Freiluftmaler wählt Friedel Anderson Ausschnitte eines Ganzen, die dem Betrachter auf den ersten Blick alltäglich erscheinen, in der Umsetzung jedoch das Besondere des Augenblicks näher bringen.

Der Maler behält in der künstlerischen Wiedergabe stets den Blick für das Wesentliche, lässt seine vor Ort und unter freiem Himmel gesammelten Erfahrungen und Empfindungen in die malerische Darstellung scheinbar ungefiltert einfließen und vermittelt dem Betrachter damit das Gefühl, sowohl physisch als auch emotional Teil des Ganzen zu sein.

Friedel Anderson, geboren 1954, lebt und arbeitet seit vielen Jahren als freischaffender Künstler in Itzehoe. Er war lange Zeit aktives Mitglied der Künstlergruppe der Norddeutschen Realisten und gehört zu den führenden zeitgenössischen Malern Schleswig-Holsteins, wovon zahlreiche Ausstellungen in norddeutschen Museen und Galerien sowie verschiedene Auszeichnungen zeugen. So erhielt er beispielsweise im Frühjahr 2011 für seine künstlerischen Leistungen gemeinsam mit Klaus Fußmann, Peter Nagel und Tobias Duwe den Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein, 2014 veranstalteten die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen Schloss Gottorf eine vielbeachtete retrospektivische Ausstellung zum Schaffen Friedel Andersons anlässlich seines sechzigsten Geburtstages.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog.

Öffnungszeiten:
01. April bis 31. Oktober:
dienstags – sonntags, feiertags 11:00 – 17:00 Uhr
01. November bis 31. Januar:
dienstags – freitags: 14:00 – 17 Uhr
samstags, sonntags, feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © VG Bild-Kunst, Bonn 2019


noch bis 20. Dezember 2019

Renate Straatmann

Indian summer II - 70x70 - Acryl-Mischt. a. LW 70x70 © Renate StraatmannIn den letzten zwei Jahren waren die Bilder der Schwartauer Malerin Renate Straatmann auf Ausstellungen in Kiel, Schönberg i.H., Neustadt i.H., Gettorf  und im Finanzministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin unterwegs.

Zum Ausklang des Jahres 2019 wird die Künstlerin nun noch 3 Ausstellungen mit bekannten und auch vielen neuen Bildern im Lübecker Aegidien-Viertel zeigen.

Öffnungszeiten:
dienstags und mittwochs 13:00–18:00 Uhr
donnerstags und freitags 10:00–13:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Buchbinderei „Blattgold“, Weberstr. 1f, 23552 Lübeck

www.renate-straatmann.de

Foto © Renate Straatmann


noch bis 05. Januar 2020

„Max Liebermann und Hans Meid. Schwarz auf Weiß“

Max Liebermann – Selbstbildnis – Kniebildnis 1906 © die Lübecker Museen – Museum Behnhaus Drägerhaus und Hans Meid – Selbstbildnis © Stfiftung Stadtmuseum BerlinAb Sonntag, 15. September 2019, lädt das Museum Behnhaus Drägerhaus zu einer Sonderausstellung ein, die in ihrer Kombination auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint:
Unter dem Titel „Schwarz auf Weiß“ werden die eindrucksvollsten Grafiken von Max Liebermann und Hans Meid zusammengeführt und präsentiert, ergänzt durch ausgewählte Gemälde und Aquarelle.

Die Gegenüberstellung dieser beiden Künstler ermöglicht zweierlei: Max Liebermann, der als Maler des deutschen Impressionismus berühmt ist, zeigt sich von seiner weniger bekannten Seite, als Grafiker. Seinen um eine Generation jüngeren Zeitgenossen Hans Meid gilt es für viele Besucher hingegen ganz neu zu entdecken.

Was Liebermann und Meid verbindet, ist die mit ca. 500 (Liebermann) bzw. ca. 600 (Meid) Nummern staunenswerte Quantität ihres jeweiligen grafischen Werkes. Doch trotz Überschneidung bestimmter Sujets wie Reitern im Tiergarten, Ausflugslokalen oder Badenden sind fundamentale Unterschiede nicht zu übersehen.

Liebermanns Radierungen stehen in enger Beziehung zu seiner Malerei, sind geradezu Ableitungen in einer immer stärker sich verkürzenden zeichnerischen Sprache davon. Und dem impressionistischen Modell der „Malerei des modernen Lebens“ stand nicht nur der Realist, sondern auch der Impressionist Liebermann wesentlich näher als Meid, dessen Ikonografie einer Welt jenseits der Realität entspringt und der sich eher im expressiven Pathos des Barock, in der überschwänglichen Lebensfreude des Rokoko wie in der existenziellen Abgründigkeit der Romantik zuhause fühlte.

In fünf Kapiteln zeigt die Ausstellung Verbindungen und Gegensätze beider Künstler auf:

1. Max Liebermann und Holland
Die „Malheimat“ Holland war nicht nur prägend für Liebermanns Motive. Auch zur Druckgrafik kam er vor allem durch die Anregungen seiner niederländischen Künstlerfreunde.

2. Hans Meid und Italien
Hans Meid orientierte sich hingegen zeitlebens nach Italien, wo er seine Motive für historische, dramatische und nächtliche Szenen fand.

3. Kriegszeit
Eine Verbindung beider Künstler brachte der Erste Weltkrieg, als Liebermann und Meid Illustrationen für Paul Cassirers Künstlerflugblätter „Kriegszeit“ schufen.

4. Illustrationen
Ebenfalls für den Verlag von Paul Cassirer illustrierten Liebermann und Meid Mitte der 1920er Jahre Goethe Gedichte. Auch mit Darstellungen biblischer Szenen befassten sich beide Künstler. Meid, der eigentliche Illustrator, schuf zudem größere Bildzyklen, etwa zum Othello oder Don Juan.

5. Impressionismus in Schwarzweiß
Der Hauptteil der Ausstellung ist den Blättern beider Künstler vorbehalten, in denen das Sonnenlicht durch Bäume fällt und Reiter in Alleen, Menschen in Wirtshausgärten oder Badende am See in flirrendes Helldunkel taucht. „ Es ist eine beeindruckende Entdeckung, dass Impressionismus auch in Schwarz und Weiß möglich ist und Licht und Atmosphäre mit wenigen Strichen einzufangen sind“, so Kultursenatorin Kathrin Weiher.

Die Ausstellung bietet mit insgesamt 122 Werken, darunter 5 Gemälden Liebermanns, zahlreiche bekannte Motive und Sujets. Vor allem aber lädt sie zur Entdeckung von Neuem ein, nicht zuletzt dem Werk von Hans Meid.“, so der Leiter des Museums Behnhaus Drägerhaus, Dr. Alexander Bastek.

Eine große Zahl an Leihgaben kommt von der Stiftung Stadtmuseum Berlin, die als Kooperationspartner für dieses Ausstellungsprojekt gewonnen werden konnte. Maßgeblich gefördert wird die Ausstellung durch die Hans-Meid-Stiftung, deren Vorsitzende Prof. Dr. Dominik Bartmann und Dr. Paul Franken den wesentlichen Impuls zu dieser Ausstellung gaben.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der für 19,90 € im Museumsshop und über den Michael-Imhof-Verlag erhältlich ist.

Begleitprogramm:

Führungen:
Öffentliche Führung jeden Sonntag, 11:30 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt
Mittagsführungen 09. Oktober, 13. November und 11. Dezember, 12:00 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt
Abendführungen 19. September, 17. Oktober, 21. November und 19. Dezember, 17:00 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt

Workshop:
„Alles geritzt“ Druckgrafik-Workshop für Kinder ab 10 Jahren. Ausgestattet mit Radiernadel und Druckpresse werden unter Anleitung Bilder der liebsten Freizeitvergnügen gestaltet.
Samstag, 05. Oktober, 14:00 Uhr, 11 €, Anmeldung bis 03. Oktober 2019 erbeten unter Kasse Behnhaus, Telefon: 0451 1224148, behnhaus@luebeck.de

Buchbares Angebot für Schulklassen:
Kunst und Krieg Ausstellungsgespräch – nach Wunsch mit Flugblatt-Workshop
Thematisiert werden die unterschiedlichen künstlerischen und gesellschaftspolitischen Positionen der beiden Künstler zum Ersten Weltkrieg anhand ihrer in der Zeitschrift „Kriegszeit“ veröffentlichten Grafiken. Optional kann ein Kreativteil mit Gestaltung eines modernen Flugblatts angefügt werden.
Dauer: 60 Minuten, mit Kreativteil 90 Minuten, Preis: 30 €/45 € zzgl. 1,50 € pro SchülerIn (2 Begleitpersonen frei)
Information und Buchung bei Esther-Maria Rittwagen, Tel. 0451 1224260, esther-maria.rittwagen@luebeck.de

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12. Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03. Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Sonntag 11:30 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

Foto Max Liebermann © die Lübecker Museen – Museum Behnhaus Drägerhaus/Hans Meid © Stfiftung Stadtmuseum Berlin


noch bis 16. Februar 2020

»Grass, Kehlmann und die Welt des Barocks«

time after time © Ori Gersht»Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben.« (Günter Grass)

Ist tatsächlich vergangen, was vor Jahrhunderten geschah?
Berühren uns Themen, mit denen sich Künstler und Autoren vor langer Zeit beschäftigt haben, heute nicht mehr?

Das Günter Grass-Haus lässt die Welt des Barocks aufleben und fragt, was die Probleme und Gedanken von damals aktuell für uns bedeuten können.

Die Ausstellung »Grass, Kehlmann und die Welt des Barocks« wagt einen Ritt durch die Jahrhunderte und führt die Besucher vom Dreißigjährigen Krieg über die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute – in die Zeit des syrischen Bürgerkriegs.

Im Zentrum stehen die Erzählung »Das Treffen in Telgte« von Günter Grass und der Roman »Tyll« von Daniel Kehlmann. Beide Autoren blicken in ihren Werken zurück in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts, als in Europa ein verheerender Kampf um Glaube und Macht geführt wird.

Günter Grass lässt Barockdichter wie Gryphius oder Grimmelshausen 1647 in einem kleinen Ort nahe Osnabrück zusammenkommen. Sie diskutieren, lesen, streiten, beklagen die Schrecken des Krieges – zugleich wird geschlemmt, gezecht und geliebt.

Das fiktive Dichtertreffen spiegelt Themen und Mitglieder der Gruppe 47. Dieser Kreis von Schriftstellern, Kritikern und Verlegern, zu dem auch Günter Grass zählt, prägt das literarische Leben in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich.
Die Autoren sehnen sich nach Frieden und kulturellem Aufbruch. In der Pflege der deutschen Sprache sehen sie ihre wichtigste Aufgabe ebenso wie darin, den kulturellen Austausch über territoriale und religiöse Grenzen hinweg zu fördern – 1947 wie schon 300 Jahre zuvor.

»Der Krieg war bisher nicht zu uns gekommen.« (Daniel Kehlmann)
In Daniel Kehlmanns Roman »Tyll« zieht der bekannte Narr, Schausteller und Provokateur Tyll Ulenspiegel durch das vom Dreißigjährigen Krieg verwüstete Land. Er begegnet Figuren wie dem exilierten »Winterkönig« von Böhmen, dem melancholischen Henker Tilman oder dem sprechenden Esel Origenes. Kehlmann beschwört ein schrecklich-schönes Welttheater, in dem das Leben eine Bühne ist, auf der jeder nur seine Rolle spielt – und das unserer heutigen Welt nicht unähnlich ist.

Die Ausstellung ist in drei Zeitwelten 1647, 1947 und 2017 eingeteilt, in denen in Wort und Schrift symbolhaft die Zerstörung der für den jeweiligen Krieg bedeutenden Städte Magdeburg, Dresden und Aleppo im Mittelpunkt stehen. In diesen Bereichen sind unter anderem Originalmanuskripte von Günter Grass und Daniel Kehlmann zu sehen.

Highlight der Sonderausstellung ist eine in der Mitte arrangierte Barocktafel, ein Stilleben, das in all seiner opulenten Pracht das Vanitas-Motiv des 17. Jahrhunderts aufgreift, die Idylle mittels der darin eingebetteten Videokunst des israelischen Künstlers Ori Gersht, die eine in tausend Teile explodierende Blumenvase zeigt, jedoch gleich wieder zerstört und damit das im Barock stets präsente Thema der Vergänglichkeit auf eine zeitgenössische Weise verarbeitet.

Anhand von Beispielen in den Werken von Grass und Kehlmann soll darüber hinaus der Frage nachgegangen werden, wie die Epoche des Barock in der Postmoderne rezipiert wurde.

Öffnungszeiten: 
01.04. – 31.12.: Montag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03.: Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder und Jugendliche (6-18) 2,50 €

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
www.grass-haus.de

Foto © Ori Gersht


01. – 30. November 2019

Renate Straatmann

Skyline © Renate StraatmannIn den letzten zwei Jahren waren die Bilder der Schwartauer Malerin Renate Straatmann auf Ausstellungen in Kiel, Schönberg i.H., Neustadt i.H., Gettorf  und im Finanzministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin unterwegs.

Zum Ausklang des Jahres 2019 wird die Künstlerin nun noch 3 Ausstellungen mit bekannten und auch vielen neuen Bildern im Lübecker Aegidien-Viertel zeigen.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kunstcafé der Vorwerker Diakonie im Museumsquartier St. Annen, St. Annen-Str. 15, 23552 Lübeck

www.renate-straatmann.de

Foto © Renate Straatmann


01. November 2019

Vernissage
Renate Straatmann
Ausstellung 01.11.–31.12.2019

Renate Straatmann - tre-nebroo - Acryl-Mischtechnik auf LW 80x100In den letzten zwei Jahren waren die Bilder der Schwartauer Malerin Renate Straatmann auf Ausstellungen in Kiel, Schönberg i.H., Neustadt i.H., Gettorf  und im Finanzministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin unterwegs.

Zum Ausklang des Jahres 2019 wird die Künstlerin nun noch 3 Ausstellungen mit bekannten und auch vielen neuen Bildern im Lübecker Aegidien-Viertel zeigen.

Öffnungszeiten:
dienstags – donnerstags 09:00 – 18:00 Uhr
freitags – samstags 09:00 – 19:00 Uhr
sonntags 10:00 – 18:00 Uhr

Vernissage 01.11.2019 um 17 Uhr
musikalische Umrahmung Smooth Jazz-Interpretationen Harald Reinecke Gitarre (Hutkasse)

Eintritt: frei

Ort: Stadtteiltreff „SOFA“, St. Annen-Str. 1, 23552 Lübeck

www.renate-straatmann.de

Foto © Renate Straatmann


weiter zum Dezember »


Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten.