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Ausstellungen Eutin und Schleswig-Holstein
Oktober 2019

 

noch bis 13. Oktober 2019

Dieter Rose
„Anderland – Spielplatz der Gramusel“

Plakat Ausstellung Dieter Rose – „Anderland – Spielplatz der Gramusel“Ein begehbares Bilderbuch von Dieter Rose

Der „Vater der Gramusel“, Dieter Rose, zeigt in „Anderland – Spielplatz der Gramusel“ seine fantasievollen Parallelwelten Anderland und Gorm.

Öffnungszeiten:
mittwochs – sonntags 14:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Liegehalle Kurpark Malente, Bahnhofstr. 4a, 23714 Malente


noch bis 20. Oktober 2019

Sandskulpturen Ausstellung Travemünde
„Maritime Abenteuer“

Sandskulpturen-Festival Travemünde © TraveMediaTauchen Sie ein in eine einzigartige maritime Welt aus Sand:
Vom 11. Mai bis zum 20. Oktober 2019 können Besucher täglich von 10:00 – 18:00 Uhr eine der weltweit größten überdachten Sandskulpturen Ausstellungen in Lübeck-Travemünde besuchen.

Die Ausstellung befindet sich in großen Hallen auf dem Baggersand am Fischereihafen direkt neben der Travemünder Landstraße. Ein sechzig köpfiges Sandteam hat in großen Bootshallen auf 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche aus rund 10.000 Kubikmeter Spezialsand eine beeindruckende Sandwelt geschaffen. Unter dem Thema „Maritime Abenteuer“  werden rund 30 Bildszenen in über 100 Skulpturen präsentiert.

Themenschwerpunkte sind lokale und internationale Sagen und Geschichten rund um das Meer, sowie Einblicke in die griechische Mythologie und auf die Rolle des Meeres in Film und Fernsehen. Dabei darf der berüchtigte Pirat Klaus Störtebeker und seine Mannschaft natürlich nicht fehlen, ebenso wenig wie eine Horde Wikinger. Hinzu kommen Darstellungen aus der Natur wie Quallen, Kalmare, Rifffische und Seelöwen und die schaurigen Gestalten aus der Tiefe, wie ein Krake. Figuren aus der griechischen Mythologie, wie Poseidon und Neptun, tragen ihr erstes Gesicht ganz aus Sand und auf unsere kleinen Gäste warten bereits bekannte Charaktere aus Film und Fernsehen, wie Spongebob Schwammkopf, Arielle, die Meerjungfrau und der Clownfisch Nemo. Auch Jules Vernes „20.000 Meilen unter dem Meer“ und der berühmte Thriller „Das Boot“ wird in einzelnen Skulpturen dargestellt. Neben einem beeindruckenden Schiffsfrack, werden auch nautische Instrumente, Flaggen, Morsezeichnen, Seemannsknoten und die Geschichte der Ozeanografie in Sand geschnitzt. Natürlich dürfen das Herz und die Seele eines Schiffes nicht fehlen, sodass eine Schiffskombüse Einblick auf das Leben an Bord gibt.

Die Skulpturen haben eine Höhe von bis zu 10 Meter und bestehen aus einem ganz besonderen Sand und Wasser.

Wie ist es möglich, dass diese hohen Kunstwerke überhaupt solange stehen bleiben können?
Der Sand stammt von dem Kieswerken Ohle & Lau und dabei handelt es sich um einen besonders scharfkantigen und spitz körnigen Sand mit kleinen Quarz- und Lehmanteilen. Er lässt sich gut „stapeln“ und verdichten.

Als Mitte April die Boote zur See ausliefen, begann ein Aufbauteam vor Ort mit dem verdichteten der Sandmassen.  Egal, ob die Skulptur 16 Meter oder nur einen Meter hoch ist, das Prinzip ist immer dasselbe:
1. Loser Sand wird mit einem Radlader oder Telekran in eine Holzverschalung (eine sogenannte Malle) gefüllt. In dieser wird der Sand dann durch abwechselndes Anfeuchten und Stampfen mit Rüttlern, wie man sie aus dem Straßenbau kennt, verdichtet und komprimiert. So wird eine Sandschicht nach der anderen in die Malle gefüllt und gepresst. Höhe und Breite der Mallen sind dabei beliebig variierbar.
2. Der Zauber beginnt und die Künstler gehen ans Werk. Das „Schnitzen“ wird im englischem als „carven“ übersetzt. Die Künstler bzw. Carver müssen nun die Kunstwerke von oben nach unten herausschnitzen und dabei besonders auf Statik, Proportionen und Gewicht achten. Um die Proportionen richtig zu treffen, müssen sich die Carver noch vor dem ersten Schnitt die Skulptur in voller Größe vorstellen können. Hierzu gehört viel Erfahrung, die nur durch Übung und Training erlangt werden kann. Jeder Carver hat seine besonderen Stärken. So gelingen dem einen architektonische Bauten in höchster Perfektion, während ein anderer den Ausdruck in einem Gesicht absolut wirklichkeitstreu darstellen kann. Für die Grobarbeit werden Schaufeln verwendet, für die Details Maurerbesteck, Tonwerkzeuge, Pinsel und Strohhalme.
Anschließend heißt es für die Gäste der Sandskulpturen Ausstellung Travemünde: „Herzlich willkommen! Sie dürfen nun Staunen!“.

Dass ein Sandkorn nicht dem anderen gleicht, haben wir bereits erfahren, doch welche Rolle spielt Sand eigentlich in unserem Alltag?
Welche Bedeutung und Vielfalt steckt hinter dieser Ressource?
Während des Rundgangs können Besucher auf Informationstafeln Antworten auf viele Fragen rund ums Korn entdecken. Hinzu kommt eine Sammlung mit über 300 Sandarten, wobei sich das Sandteam natürlich über jeden interessierten Gast und über weitere Proben freut, um die Sammlung zu erweitern.

Nach einem Rundgang gelangen die Besucher dann in eine Kinderwelt, mit einem großen Sandkasten und jeglichen Werkzeugen die man benötigt, um eine erste Sandburg mit richtigem Skulpturensand zu bauen. Weiter geht es in eine gemütliche Gastronomie mit jeder Menge Platz zum Kaffee oder Tee trinken, Kuchen essen oder Suppe löffeln. Hier können die Gäste abschalten, die letzten Eindrücke Revue passieren lassen und spannende Details zur Ausstellung bei den Mitarbeitern hinterfragen. Sobald alle wieder gestärkt sind, kann es zur zweiten oder dritten Runde in die Sandwelt gehen. Die  Gastronomie des Sandskulpturen Ausstellung Travemünde hat täglich und im Rahmen der geregelten Öffnungszeiten für Gäste der Ausstellung geöffnet.
Mit der Eintrittskarte erhält zudem jeder Gast einen kleinen Rabatt auf verschiedene Kombinationen aus dem Angebot.

Die Sandskulpturen Ausstellung Travemünde ist ein Erlebnis für die gesamte Familie und ein sehenswertes Ausflugsziel für Groß und Klein!

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 9,50 €
Kinder 4 -14 Jahre 6,50 €
Rentner (65+) und Studenten 8,50 €
Familien (2 Erwachsene + 2 Kinder) 26,50 €
Familien (2 Erwachsene + 3 Kinder) 27,50 €
Familien (2 Erwachsene + 4 Kinder) 28,50 €
bei Gruppen ab 20 Personen erhält jeder Teilnehmer 1,- € Rabatt

Ort: Bootshallen am Fischereihafen, Auf dem Baggersand 17/Travemünder Landstraße, 23570 Lübeck-Travemünde
Parkplatz „Am Fischereihafen“ ganz in der Nähe!

www.sandskulpturen-travemuende.de

www.facebook.com/sandskulpturentravemuende


noch bis 20. Oktober 2019

Schokolade –
Vom Trank der Götter zur süßen Verführung für alle

Schokolade Anzeige Fa. Kasseler 1907 © Weihnachtshaus HusumDie Geschichte der Schokolade beginnt bei den Azteken, die schon um 1500 aus Wasser, Kakao, Chili und Vanille ein berauschendes Gebräu herstellten und es Xokolatl nannten. Nach Europa kam die neue Frucht durch Christoph Kolumbus Anfang des 16. Jahr­hunderts. Bereits 1657 wurde in London das erste Schokoladencafé eröffnet.

Bis in Dresden die erste als Tafel ausgeformte Schokolade angeboten wurde, sollten noch gut 150 Jahre vergehen. Zunächst als kleine Blöcke mit Bruchrillen angeboten, wurde Schokolade später auch mittels Hohlformen gestaltet. Die älteste und später auch bedeutendste Firma wird von Anton Reiche in der Nähe von Dresden gegründet. Ihr Angebot umfasst Formen in einer Vielfalt an Modellen und Grüßen, wie man es sich heute kaum vorstellen kann.

Die Ausstellung vollzieht die Geschichte der Schokolade und ihrer Herstellung nach und zeigt Beispiele aus der vielfältigen Entwicklung von Formen und Verpackungen sowie der Schokoladen-Werbung. Verschiedene Schokoladenqualitäten, feinste handgeschöpfte Pralinen aus der Confiserie Lauenstein, der „Genussmanufaktur aus Franken“, Führungen mit Verkostung von Kakaobohnen und Heißer Schokolade vermitteln einen sinnlichen Eindruck der Vielfältigkeit dieses Genussmittels.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Kinder bis 6 Jahre frei
Kinder bis 14 Jahre 1,- €
Erwachsene 3,- €
Familien 7,- €
Gruppen ab 10 Pers. 2,50 € p.P.

Ort: Weihnachtshaus, Westerende 46, 25813 Husum
Tel. 04841-6685908 und 04841-83520
www.weihnachtshaus.info

Flyer Weihnachtshaus (pdf)

Foto © Weihnachtshaus Husum


noch bis 30. Oktober 2019

A(R)TLANTIC
Jugendstil trifft moderne Kunst

ATLANTIC Grand Hotel TravemündeSkulpturen internationaler Künstler im Hotelgarten des ATLANTIC Grand Hotel Travemünde

Vom 18. Mai bis 30. Oktober verwandelt sich das ATLANTIC Grand Hotel Travemünde zur Kunstgalerie. Unter dem Motto A(R)TLANTIC stellen drei Galerien ihre Kunstwerke aus. Die renommierte Skulpturengalerie Sylt, dieKUNSTWERKerin sowie die Shona Galerie präsentieren im historischen Ambiente des Grand Hotels Kreationen aus aller Welt.

»Fotogalerie 2019«

Anette Voelmy – Skulpturengalerie Sylt
Junge Kunst aus dem Süden Afrikas im altehrwürdigen Ambiente eines Grand Hotels. Für diesen reizvollen Kontrast sorgt die Sylter Galeristin Anette Voelmy. Jedes Jahr reist sie nach Simbabwe, um neue Künstler und Skulpturen für Ihre Ausstellungen zu entdecken. Darüber hinaus hat Anette Voelmy den Verein rufaro e.V. ins Leben gerufen, um den Menschen in Simbabwe etwas zurück zu geben. So sind in den letzten Jahren zwei Schulen für 650 Kinder entstanden.

Thomas Kuhse – Galerie Shona
Die Galerie Shona zeigt Werke von renommierten Künstlern aus Simbabwe, die von Bildhauern der „Ersten Generation“ beeinflusst wurden. Die zeitgenössische Shona-Bildhauerei ist stark von europäischen Einflüssen geprägt, sie hat aber ihren eigenen, ausdrucksvollen Charakter entwickelt. Diese Art der Bildhauerei ist nicht traditionell verankert, sondern als reine Kunstform, quasi als „l´art pour l´art“ entstanden. Daher grenzt sie sich auch gegenüber traditioneller afrikanischer Kunst ab.

Ninette Mathiessen – dieKUNSTWERKerin
Ninette Mathiessen ist Galeristin und Künstlerin zugleich. In der Galerie dieKUNSTWEKerin werden Werke internationaler Künstler sowie Werke von Ninette Mathiessen ausgestellt. Besonders bekannt ist die Künstlerin für die Serie „FISH &SHIPS“ und ihre maritimen Bilder. Mit grob gespachtelten Hintergründen und einem schnellen Messerstrich ist der Stil von Ninette Mathiessen vom „Shabby Look“ beeinflusst. Seit 2011 sind ihre Malereien auf zahlreichen Ausstellungen zu bewundern, in diesem Jahr sind sie auch in der A(R)TLANTIC Kunstgalerie zusehen.

Öffnungszeiten:
täglich

Eintritt: frei

Ort: ATLANTIC Grand Hotel Travemünde, Hotelgarten, Kaiserallee 2, 23570 Lübeck-Travemünde
www.atlantic-hotels.de/grand-hotel-travemuende


noch bis 02. November 2019

„Das Tor zur Hölle“ –
Island-Karten aus fünf Jahrhunderten

alte Landkarte der Arktis © Eutiner Landesbibliothek„… das Tor zur Hölle“ – so lautet der Titel der Ausstellung mit Landkarten aus fünf Jahrhunderten über die Insel Island und das sie umgebende Meer. Wo heute noch Feen und Elfen wohnen sollen, vermutete man nämlich im Mittelalter und noch im 17. Jahrhundert den Eingang zur Hölle.

Auf historischen Landkarten ist sehr schön zu sehen, welche Bedeutung die Vulkane, allen voran die Hekla, für das Bild von Island hatten, das man sich über die Jahrhunderte auf dem Kontinent gemacht hat. Die Sammlung von Island-Karten in der Eutiner Landesbibliothek stammt aus der Privatsammlung des Hamburger Kartenliebhabers und Kartensammlers Oswald Dreyer-Eimbcke und ist in Deutschland und Europa eine der bedeutendsten Kollektionen historischer Landkarten über die Insel im Nordatlantik. Die Schönheit und den Wert die ausgestellten Landkarten verdeutlicht der Ausstellungskatalog, in dem die einzelnen Stücke eingehend beschrieben sind. In diesem Katalog findet sich auch ein umfangreicher Teil mit Texten über Island aus ebenfalls fünf Jahrhunderten, der nachvollziehen lässt, wie sich die Vorstellungen über Island im Laufe der Zeiten veränderten.

Begleitprogramm:

Am Donnerstag, 26. September, und Donnerstag, 17. Oktober 2019, gibt es jeweils um 15:30 Uhr eine Kinder- und Jugendführung durch die Ausstellung. Unter dem Motto „Als Island noch das Tor zur Hölle war…“ unternimmt Esther Dörrhöfer gemeinsam mit Kindern von 8 bis 12 Jahren eine Reise zu den Anfängen der Kartographie und der Reiselust Islands. Von den Zeiten, als man den Vulkan Hekla noch als ein Tor zur Hölle fürchtete und das Meer um die Inseln von gefährlichen Seeungeheuern bevölkert glaubte, bis in das Land der faszinierenden Gletscher und Geysire führt die spannende Reise.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Auf die Ausstellung abgestimmt ist außerdem eine Veranstaltung der Volkshochschule. Am Donnerstag, 24. September, und am Mittwoch, 30. Oktober 2019, wird Prof. Dr. Axel E. Walter im Lesesaal der Landesbibliothek ein zweiteiliges Seminar zur Literatur aus Island halten.
Die Seminare beginnen jeweils um 19 Uhr und dauern eineinhalb Stunden.
Das erste Seminar wird einen Überblick über die isländische Literatur geben, das zweite wird einige ausgewählte Werke isländischer Autorinnen und Autoren näher vorstellen.
Der Kurs ist – einzeln oder für beide Veranstaltungen – über die Volkshochschule Eutin zu buchen und kostet insgesamt 10,40 €.

Der 24. Oktober 2019 ist deutschlandweit der Tag der Bibliotheken. An diesem Tag wird in Zusammenarbeit zwischen der Kreisbibliothek und der Landesbibliothek auch das Island-Thema wieder eine Rolle spielen. Um 17:00 Uhr bietet Prof. Dr. Axel E. Walter eine Führung durch die Island-Ausstellung an.
Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, muss um eine rechtzeitige Anmeldung gebeten werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Schließlich findet am Dienstag, 29. Oktober 2019, um 19:30 Uhr in der Eutiner Landesbibliothek als Abschlussveranstaltung ein Vortrag von Dr. Annika Reintges vom Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel statt, in dem der Klimawandel im subpolaren Atlantik und insbesondere auf (und um) Island und Grönland thematisiert wird. Auf diese Weise kann das in der Ausstellung entworfene ‚Bild‘ von Island, das auf historischen Landkarten über die Jahrhunderte nachzuvollziehen ist, mit dem drängendsten Problem unseres Planeten, dem Klimawandel, kontrastiert werden, der in der nordatlantischen Region bereits sichtbare Spuren hinterlassen hat. So ist beispielsweise auf Island in diesem Sommer der erste Gletscher verschwunden.
Auch diese Veranstaltung ist kostenlos.

Öffnungszeiten:
dienstags und freitags 09:30 – 18:00 Uhr
mittwochs und samstags 09:30 – 13:00 Uhr
donnerstags 09:30 – 19:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
www.lb-eutin.de

Foto © Eutiner Landesbibliothek


noch bis 03. November 2019

Hochstapler, Trunkenbolde, Schnüffler – VERRÜCKTE SCHMETTERLINGE
Eine Fotoausstellung von Ingo Arndt

Der „Hochstapler“ (Sesia apiformis) = Hornissen-Glasflügler © Ingo ArndtIn der Ausstellung „Hochstapler, Trunkenbolde, Schnüffler – VERRÜCKTE SCHMETTERLINGE“ zeigt der international renommierte Naturfotograf Ingo Arndt Spannendes und Verrücktes aus der Welt der Schmetterlinge. Lübeck ist der erste Ausstellungsort.

Für die Fotos seiner neuesten Ausstellung verbrachte er zusammen mit seiner Frau Silke Arndt Monate in den unterschiedlichsten Ländern und auf mehreren Kontinenten. Manche Bilder der Ausstellung entstanden aber auch direkt vor der eigenen Haustür.

Mit seinen Bildern möchte Ingo Arndt Emotionen wecken und den Reichtum der Natur vor Augen führen. Er macht komplexe ökologische Zusammenhänge sichtbar und dokumentiert das Verhalten von Tieren in perfekten Bildern.

Öffnungszeiten:
Di – Fr 09:00 – 17:00 Uhr
Sa – So 10:00 – 17:00 Uhr
montags geschlossen
01. Mai: geöffnet, Himmelfahrt: geöffnet, Pfingstsonntag: geöffnet, Pfingstmontag: geöffnet, 03. Oktober: geöffnet

Eintritt: Erwachsene 6 €, Ermäßigte 3 €, Kinder 2 €

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

www.ingoarndt.com

Foto © Ingo Arndt


noch bis 03. November 2019

KREISRUND MIT KANTE
Porzellan und Grafik von Karin Bablok

Karin Bablok Porzellanunikat 2017 Foto © M. WurzbachIn der Zeit vom 23. August bis 3. November 2019 zeigt das Ostholstein-Museum mit einer großen Zahl an Porzellanarbeiten und  Tuschezeichnungen der Hamburger Keramikerin Karin Bablok einen umfassenden Einblick in das langjährige Schaffen der international erfolgreichen Künstlerin, deren Schwerpunkt auf dem gedrehten Porzellangefäß liegt – als künstlerischem Ausdrucksmittel oder auch als nutzbarem Gegenstand.

Seit über 20 Jahren entstehen vor allem hauchdünne, transluzente Unikate, die in der Regel mit schwarzem Pinselstrich bemalt und charakteristisch im Werk der Künstlerin sind. Die Formgebung der Objekte ist bestimmt von gestalterischer Feinheit, Linearität und formaler Klarheit, selbst wenn Kanten das Gefäß in seiner rotationssymmetrischen Wirkung unterbrechen und die Asymmetrie scheinbar der Ausgewogenheit entgegensteht. Mit der Bemalung ihrer Gefäße schafft Karin Bablok eine Verbindung von Formgestaltung und Malerei, die nicht allein die Außenseite des Objektes, sondern auch das Innere umfasst. Die Spannbreite reicht hier von rein geometrischen Formen und Linien bis hin zu kraftvoll-expressiven Pinselstrichen, Punkten und Flächen.

Für eine weitere Werkgruppe dreht Karin Bablok Gefäße mit zart eingefärbten Massen, bei denen vor allem die Farbkombinationen und deren Wirkung im Vordergrund stehen.

Seit einigen Jahren greift die Künstlerin die Beschäftigung mit Farbe und Pinsel auch in Tuschezeichnungen auf Papier auf.

Karin Bablok, geboren 1964 in Donauwörth, lebt in Hamburg und betreibt ein Werkstattatelier im Vorderhaus des denkmalgeschützten Schulhauses Allermöhe. Mehrere Aufenthalte in Asien und eine Lehrtätigkeit in Korea haben ihre Kunst nachhaltig geprägt. Mit ihren Arbeiten ist sie auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland sowie öffentlichen Sammlungen vertreten.

Begleitend zur Ausstellung findet am Sonntag, den 06. Oktober 2019, um 11:30 Uhr eine Künstlerführung statt.
Am Dienstag, den 29. Oktober 2019, um 19:30 Uhr erläutert Karin Bablok in ihrem Bildervortrag „Nicht nur schwarz-weiß?“ ihren künstlerischen Werdegang, die Besonderheiten ihrer Porzellanunikate und die Einflüsse auf ihr Schaffen.

Öffnungszeiten:
dienstags – freitags 11:00 – 17:00 Uhr
samstags, sonntags und feiertags 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © M. Wurzbach


noch bis 10. November 2019

„Ins Blaue! Natur in der Literatur“

Vom 05. Juli bis 10. November 2019 ist im Buddenbrookhaus eine Ausstellung des Literaturhauses München mit dem schönen Titel „Ins Blaue! Natur in der Literatur“ zu sehen, die alle Sinne anspricht.

In Kunst-Naturräumen sind Texte berühmter Autoren von Ovid bis in die Gegenwart in einem neuen Kontext zu entdecken. In der Literatur erscheint Natur oftmals verspielt, unheimlich, verführerisch – und aus heutiger Sicht manchmal auch sehr kitschig.

Die Besucher:innen sind eingeladen, sich auf eine Reise durch 2.500 Jahre Natur in der Weltliteratur und damit „Ins Blaue!“ zu begeben. Räume können wie Poesie betreten werden; auf Blütenstelen schwankend sind Texte von Goethe, Ingeborg Bachmann, Musil, Gertrude Stein und natürlich Thomas Mann kreativ arrangiert.

Von Natur kann aber nicht nur gelesen werden, Besucher:innen können sie auch hören, ertasten und schmecken. So gibt es beispielsweise eine Kräuterstation, einen vollkommen abgedunkelten Raum, in dem man dem Ruf eines Käuzchens lauschen kann, während man barfuß über ein Kiesbett wandelt, oder ein mit Kunstrasen bepflanztes Himmelbett – Probeliegen ausdrücklich erwünscht!

Weiter veranschaulicht wird das Thema durch Gemälde, Fotografien, Postkarten oder Zeichnungen. Als Highlights gelten dabei Hermann Hesse als Nacktkletterer, Franz Kafka als Skifahrer oder Eduard Mörike als Bastler.

Darüber hinaus warten persönliche „Naturstücke“ zeitgenössischer Autoren darauf, entdeckt zu werden: ein räudiges Tierchen, Torf, Käfer, ein Glas Staub, eine Fliegenklatsche und Korallenschmuck sind exklusiv in der Ausstellung zu sehen, wandern jedoch gleich im Anschluss wieder in die geheimen Fächer der Autoren und Autorinnen zurück.

Ins Blaue! Natur in der Literatur“ ist die letzte Sonderausstellung im Buddenbrookhaus vor dessen Umbau.

Begleitprogramm
Begleitet wird die Ausstellung von zahlreichen spannenden Events. Bis November sind Workshops beispielsweise zum Thema Blaudruck oder nature writing geplant, ebenso wie ungewöhnliche Führungen, bei denen die sinnliche Welt der Natur und Poesie buchstäblich mit allen Sinnen erlebt werden oder auf denen man sich zusammen mit seinem Hund auf einen literarischen Spaziergang auf den Spuren interessanter Vierbeiner durch die Lübecker Altstadt begeben kann.
Mit dem Angebot „KunstImPuls“ richtet sich das Buddenbrookhaus zudem speziell an demenzkranke Menschen. Diese haben die Gelegenheit, sich die Ausstellung in ruhiger, geschützter Atmosphäre zusammen mit einer speziell ausgebildeten Kulturgeragogin zu erschließen und die vielfältigen, sinnlich erfahrbaren Impulse zu nutzen, um eigene Assoziationen und Erinnerungen anzuregen.

Führungen
Mit allen Sinnen“ Sonntag 04. August 2019, 01. September 2019, 06. Oktober 2019, 03. November 2019, jeweils 15 Uhr, 11 €, ermäßigt 7,50 €, Kinder 6,50 €

Von Hunden und Menschen“, Samstag, 14. September und 12. Oktober 2019, 11 Uhr, 13 €, ermäßigt 9,50 €, Kinder 8,50 €, Hunde frei

Workshop
Einfach mal blau machen“ Cyanotopie-Workshop, Sonntag, 11. August und 22. September 2019, 14 Uhr, 25 €, ermäßigt 21,50 €, Kinder 20,50 € inklusive Materialkosten, Führung und Eintritt

Veranstaltungen
Aufbrüche XXIV Musik zu einem Aufbruch ins Blaue, Freitag, 25. Oktober 2019, 19:30 Uhr, 4 €

nature writing Lesung und Gespräch mit Lola Randl und Verleger Dr. Andreas Rötzer von Matthes und Seitz zu Mensch, Natur und Schreiben, Donnerstag, 07. November 2019, 19:30 Uhr, 9 €, ermäßigt 7 €

Buchbare Angebote
Blauer als du denkst“ Ausstellungsgespräch mit Kreativteil für Schulklassen, Dauer 90 Minuten, 60 Euro zzgl. 2,50 € Eintritt pro Schüler*in

KunstImPuls – für Menschen mit Demenz Dauer 90 Minuten, 11 Euro pro Person inkl. Eintritt im Gruppenverband

Museumsnacht
Die 19. Lübecker Museumsnacht am 31. August wird um 18 Uhr auf der Gartenbühne direkt vor dem Buddenbrookhaus eröffnet. 18.30, 20 und 22.30 Uhr: „12 Meter Hase“ macht blau – Impro-Theater vom Feinsten auf der Gartenbühne

19 Uhr im Gewölbekeller: PROJECT PITCH – Vortrag zum Thema Ökologie

Familienprogramm zur Museumsnacht
15 Uhr: Das Kinder- und Jugendkulturhaus „Röhre“ präsentiert Arbeiten zum Thema „Blau“. Vernissage der Ausstellung in der Mengstraße 6
16 – 18 Uhr: Blaue Bastelaktion im temporären Garten vor dem Buddenbrookhaus

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, 23552 Lübeck
www.buddenbrookhaus.de


noch bis 17. November 2019

KunstBetriebe3

Foto Michael Haydn © Kit Kjaerbye, VG Bild-Kunst, Bonn 2019Georges Adéagbo, Janine Gerber, Pia Stadtbäumer, Thomas Rentmeister u. a.

Eine Verbindung zwischen Wirtschaft und Kunst zu schaffen, das ist das Ziel des Projektes KunstBetriebe der Lübecker Künstlerin und freien Kuratorin Bettina Thierig gemeinsam mit der Vorwerker Diakonie und der IHK Lübeck.

Die dritte Ausgabe der KunstBetriebe zeigt bildhauerische und installative Arbeiten, die innerhalb eines Jahres aus der Partnerschaft zwischen elf Künstlern und Betrieben entstanden.

Die Künstler ließen sich von Material, Geräten, Arbeitsabläufen oder persönlichen Begegnungen mit den Mitarbeitern inspirieren und entwickelten daraus ihre Werke. Eine der TeilnehmerInnen ist die dänische Künstlerin Kit Kjærbye. Sie schuf bei den Lübecker Stadtwerken eine vergrößerte LED-Glühlampe aus bunten Kabelbindern, die die Unternehmenstätigkeit kreativ widerspiegelt und auch im übertragenen Sinne Vernetzung, Verknüpfung und Transparenz darstellt.

Die Künstlerin Janine Gerber hat sich für ihre Skulptur Verkörperung einer Stadt mit den Materialien eines Recycling-Unternehmens auseinandergesetzt.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Schloss Eutin, Schlossplatz 5, 23701 Eutin
www.schloss-eutin.de

Foto Michael Haydn © Kit Kjaerbye, VG Bild-Kunst, Bonn 2019


noch bis 24. November 2019

Friedel Anderson
Malerei und Grafik 2014-2019

Friedel Anderson, 26.10.18 III, 2018, Öl auf Leinwand, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019Nach einer sehr erfolgreichen Ausstellung in 2012 widmet sich das Ostholstein-Museum erneut dem malerischen und grafischen Schaffen des schleswig-holsteinischen Künstlers Friedel Anderson und zeigt nun unter dem Titel Malerei und Grafik 2014-2019 aktuelle Leinwand- und Papierarbeiten aus den vergangenen fünf Jahren.

In der Wahl des Motivs ist sich Friedel Anderson durch die Jahre treu geblieben: Noch immer sind es Stadt- und Hafenansichten, Reisebilder und Landschaften, Stillleben von einzelnen Alltagsgegenständen und Interieurs, die sein künstlerisches Werk bestimmen. Dabei hat er stets einen besonderen Blick für das unaufgeregte, in seiner Einfachheit bestechende Motiv. Dieses hält er in einem dem Realismus verpflichteten Malstil auf der Leinwand fest, der jedoch auf besondere Weise eine feine, atmosphärische Wirkung entfaltet, die charakteristisch für den Künstler und sein Werk ist. Als Freiluftmaler wählt Friedel Anderson Ausschnitte eines Ganzen, die dem Betrachter auf den ersten Blick alltäglich erscheinen, in der Umsetzung jedoch das Besondere des Augenblicks näher bringen.

Der Maler behält in der künstlerischen Wiedergabe stets den Blick für das Wesentliche, lässt seine vor Ort und unter freiem Himmel gesammelten Erfahrungen und Empfindungen in die malerische Darstellung scheinbar ungefiltert einfließen und vermittelt dem Betrachter damit das Gefühl, sowohl physisch als auch emotional Teil des Ganzen zu sein.

Friedel Anderson, geboren 1954, lebt und arbeitet seit vielen Jahren als freischaffender Künstler in Itzehoe. Er war lange Zeit aktives Mitglied der Künstlergruppe der Norddeutschen Realisten und gehört zu den führenden zeitgenössischen Malern Schleswig-Holsteins, wovon zahlreiche Ausstellungen in norddeutschen Museen und Galerien sowie verschiedene Auszeichnungen zeugen. So erhielt er beispielsweise im Frühjahr 2011 für seine künstlerischen Leistungen gemeinsam mit Klaus Fußmann, Peter Nagel und Tobias Duwe den Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein, 2014 veranstalteten die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen Schloss Gottorf eine vielbeachtete retrospektivische Ausstellung zum Schaffen Friedel Andersons anlässlich seines sechzigsten Geburtstages.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog.

Öffnungszeiten:
01. April bis 31. Oktober:
dienstags – sonntags, feiertags 11:00 – 17:00 Uhr
01. November bis 31. Januar:
dienstags – freitags: 14:00 – 17 Uhr
samstags, sonntags, feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © VG Bild-Kunst, Bonn 2019


noch bis 24. November 2019

TOMI UNGERER.
Graphiken und Skulpturen
aus der Sammlung Würth

Partyfrau © Tomi UngererDas A. Paul Weber-Museum in Ratzeburg zeigt in seiner Herbst-Reihe mit großen Künstlerinnen und Künstlern aus dem Bereich der satirischen und kritischen Graphik eine große Sonderausstellung mit Bildern und Skulpturen von Tomi Ungerer.

Die hochrangigen Werke sind  Leihgaben der Sammlung Würth.

Der im Elsass geborene Tomi Ungerer, der sein Leben in New York, Straßburg und zuletzt in der Abgeschiedenheit Irlands verbracht hat, ist und bleibt einer der ganz Großen im Bereich der satirischen und kritischen Graphik, wobei ihm der schwierige Spagat gelingt, mit heiteren Illustrationen zu Kinder- oder Liederbüchern zu verzaubern und gesellschaftskritische Inhalte bis hin zur pornographischen Überzeichnung gleichermaßen auf höchst meisterlichem Niveau darzubieten.

Mit über 40.000 Zeichnungen und 140 erschienenen Büchern gehört er auch zu den produktivsten Künstlern unserer Zeit.

Vor 30 Jahren war Ungerer schon einmal zu einer Ausstellungseröffnung seiner Werke im Weber-Museum zu Gast. Er schrieb danach an Museumsleiter Dr. Dorsch: „Ich war durch und dorsch (!) begeistert von meinem Besuch in Ratzeburg. Diese Stadt liegt mir komischerweise im Herzen. Ich komme wieder.“ Dieses Versprechen wollte Ungerer in diesem Jahr endlich wahr machen. Noch Ende Januar sprach er begeistert darüber, doch am  9. Februar starb der 87jährige Künstler. So wird die Ausstellung zu einer Gedächtnisausstellung.

Ungerer 2006: „Meine Beziehung mit dem Tod, für mich ist der Tod ein Freund. Ich war jetzt dreimal tot und jedesmal war es für mich eine tolle Erfahrung. Im Koma. Dieses Licht, kein Schuldgefühl. Das ist wirklich einmalig … Ich lebe mit einer Sehnsucht des Todes.“

Die Ausstellung zeigt fast 70 originale Graphiken, Ölgemälde, Collagen und Objektkästen aus den unterschiedlichsten Schaffensabschnitten. Neben gesellschaftskritischen Werken sind auch etliche erotische Zeichnungen zu sehen, sowie amerika-kritische Arbeiten und Kleinskulpturen aus Fundobjekten.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags 10:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 3 €, Schüler 1 €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 6 €
Hinweis: Es besteht die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für beide Kreismuseen (A. Paul Weber-Museum und Kreismuseum) zu erwerben:
Kombikarte mit Kreismuseum: Erwachsene 5 €, Schüler 1,50 €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 10 €

Ort: A. Paul Weber-Museum, Domhof 5, 23909 Ratzeburg
www.weber-museum.de

Foto © Tomi Ungerer


noch bis Ende 2019

„Politische Karikaturen der Weimarer Republik“

Hans Gerner - in Holz geschnittene bissige KarikaturenJanuar 1933: Pfingsten – eine Taube fliegt mit einem Hakenkreuz zum Reichstag. März 1933: Frühlingserwachen – ein Schaf weidet auf einer Wiese aus Hakenkreuzblumen. Es sind Holzschnitt-Bilder des Zeichners Hans Gerner (1893 – 1946), der In seinen Karikaturen den Militarismus und die damit verbundene Wiederaufrüstung in den Jahren der Weimarer Republik derart anprangerte, dass ihm seine kritische Kunst zum Verhängnis wurde. Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten folgten Konzentrationslager, Berufsverbot und Strafversetzung.

Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten von Hans Gerner. Außerdem gibt es auf einem Büchertisch eine große Auswahl von Graphic Novels oder Comics in Buchformat. Die meisten thematisieren Ereignisse aus der nationalsozialistischen Zeit wie das Leben der Anne Frank oder der Sophie Scholl, darunter auch die berühmte Grafik-Novelle „Maus“, in der der amerikanische Comic-Zeichner Art Spiegelman das Schicksal seiner jüdischen Eltern im Holocaust erzählt.

Ausstellung und Bücherpräsentation finden im Rahmen der Aktionswochen „Für Demokratie und bunte Vielfalt“ in Eutin und Ahrensbök statt. Sie werden bis 08. September 2019 zu sehen sein.

Der Karikaturist Hans Gerner war überzeugter Pazifist und Demokrat. Obwohl er als Leutnant am Ersten Weltkrieg teilgenommen hatte, arbeitete er gegen die sich ausbreitende Mehrheitsmeinung, die sich in der jungen Republik dem Ziel verschworen hatte, der noch schwachen Demokratie den Todesstoß zu versetzen. Hans Gerner, der seine in Holz geschnittenen bissigen Kommentare des politischen Geschehens überwiegend in der Stuttgarter Sonntagszeitung veröffentlichte, wurde als der „Einzige in Deutschland, der in dieser verlogenen Zeit in die Kerbe haut“, von einem Zeitgenossen gepriesen.

Dass Gerner schließlich dem politischen Druck nachgab und in die NSDAP eintrat, soll ihn derart beschämt haben, dass er 1946 sein Leben mit dem Freitod beendete.

Das Gebäude liegt direkt an der Bundesstraße 432, Flachsröste 16 im Ahrensböker Ortsteil Holstendorf. Tel. 04525 493 060
Extra Parkmöglichkeiten: B 432 Einfahrt Flachsröste, links über das Betriebsgelände der Firma OHZ, Ostholsteinisches Holzkontor

Öffnungszeiten:
Die Gedenkstätte ist jeden Sonntag von 14:00 bis 18:00 Uhr, dienstags, mittwochs und donnerstags von 09:00 bis 12:00 Uhr geöffnet.
Sie kann nach Anmeldung auch an anderen Tagen besucht werden.

Eintritt: frei, Spenden sind willkommen.

Ort: Gedenkstätte Ahrensbök, Flachröste 16, 23623 Ahrensbök
www.gedenkstaetteahrensboek.de


noch bis 05. Januar 2020

„Max Liebermann und Hans Meid. Schwarz auf Weiß“

Max Liebermann – Selbstbildnis – Kniebildnis 1906 © die Lübecker Museen – Museum Behnhaus Drägerhaus und Hans Meid – Selbstbildnis © Stiftung Stadtmuseum BerlinAb Sonntag, 15. September 2019, lädt das Museum Behnhaus Drägerhaus zu einer Sonderausstellung ein, die in ihrer Kombination auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint:
Unter dem Titel „Schwarz auf Weiß“ werden die eindrucksvollsten Grafiken von Max Liebermann und Hans Meid zusammengeführt und präsentiert, ergänzt durch ausgewählte Gemälde und Aquarelle.

Die Gegenüberstellung dieser beiden Künstler ermöglicht zweierlei: Max Liebermann, der als Maler des deutschen Impressionismus berühmt ist, zeigt sich von seiner weniger bekannten Seite, als Grafiker. Seinen um eine Generation jüngeren Zeitgenossen Hans Meid gilt es für viele Besucher hingegen ganz neu zu entdecken.

Was Liebermann und Meid verbindet, ist die mit ca. 500 (Liebermann) bzw. ca. 600 (Meid) Nummern staunenswerte Quantität ihres jeweiligen grafischen Werkes. Doch trotz Überschneidung bestimmter Sujets wie Reitern im Tiergarten, Ausflugslokalen oder Badenden sind fundamentale Unterschiede nicht zu übersehen.

Liebermanns Radierungen stehen in enger Beziehung zu seiner Malerei, sind geradezu Ableitungen in einer immer stärker sich verkürzenden zeichnerischen Sprache davon. Und dem impressionistischen Modell der „Malerei des modernen Lebens“ stand nicht nur der Realist, sondern auch der Impressionist Liebermann wesentlich näher als Meid, dessen Ikonografie einer Welt jenseits der Realität entspringt und der sich eher im expressiven Pathos des Barock, in der überschwänglichen Lebensfreude des Rokoko wie in der existenziellen Abgründigkeit der Romantik zuhause fühlte.

In fünf Kapiteln zeigt die Ausstellung Verbindungen und Gegensätze beider Künstler auf:

1. Max Liebermann und Holland
Die „Malheimat“ Holland war nicht nur prägend für Liebermanns Motive. Auch zur Druckgrafik kam er vor allem durch die Anregungen seiner niederländischen Künstlerfreunde.

2. Hans Meid und Italien
Hans Meid orientierte sich hingegen zeitlebens nach Italien, wo er seine Motive für historische, dramatische und nächtliche Szenen fand.

3. Kriegszeit
Eine Verbindung beider Künstler brachte der Erste Weltkrieg, als Liebermann und Meid Illustrationen für Paul Cassirers Künstlerflugblätter „Kriegszeit“ schufen.

4. Illustrationen
Ebenfalls für den Verlag von Paul Cassirer illustrierten Liebermann und Meid Mitte der 1920er Jahre Goethe Gedichte. Auch mit Darstellungen biblischer Szenen befassten sich beide Künstler. Meid, der eigentliche Illustrator, schuf zudem größere Bildzyklen, etwa zum Othello oder Don Juan.

5. Impressionismus in Schwarzweiß
Der Hauptteil der Ausstellung ist den Blättern beider Künstler vorbehalten, in denen das Sonnenlicht durch Bäume fällt und Reiter in Alleen, Menschen in Wirtshausgärten oder Badende am See in flirrendes Helldunkel taucht. „ Es ist eine beeindruckende Entdeckung, dass Impressionismus auch in Schwarz und Weiß möglich ist und Licht und Atmosphäre mit wenigen Strichen einzufangen sind“, so Kultursenatorin Kathrin Weiher.

Die Ausstellung bietet mit insgesamt 122 Werken, darunter 5 Gemälden Liebermanns, zahlreiche bekannte Motive und Sujets. Vor allem aber lädt sie zur Entdeckung von Neuem ein, nicht zuletzt dem Werk von Hans Meid.“, so der Leiter des Museums Behnhaus Drägerhaus, Dr. Alexander Bastek.

Eine große Zahl an Leihgaben kommt von der Stiftung Stadtmuseum Berlin, die als Kooperationspartner für dieses Ausstellungsprojekt gewonnen werden konnte. Maßgeblich gefördert wird die Ausstellung durch die Hans-Meid-Stiftung, deren Vorsitzende Prof. Dr. Dominik Bartmann und Dr. Paul Franken den wesentlichen Impuls zu dieser Ausstellung gaben.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der für 19,90 € im Museumsshop und über den Michael-Imhof-Verlag erhältlich ist.

Begleitprogramm:

Führungen:
Öffentliche Führung jeden Sonntag, 11:30 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt
Mittagsführungen 09. Oktober, 13. November und 11. Dezember, 12:00 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt
Abendführungen 19. September, 17. Oktober, 21. November und 19. Dezember, 17:00 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt

Workshop:
„Alles geritzt“ Druckgrafik-Workshop für Kinder ab 10 Jahren. Ausgestattet mit Radiernadel und Druckpresse werden unter Anleitung Bilder der liebsten Freizeitvergnügen gestaltet.
Samstag, 05. Oktober, 14:00 Uhr, 11 €, Anmeldung bis 03. Oktober 2019 erbeten unter Kasse Behnhaus, Telefon: 0451 1224148, behnhaus@luebeck.de

Buchbares Angebot für Schulklassen:
Kunst und Krieg Ausstellungsgespräch – nach Wunsch mit Flugblatt-Workshop
Thematisiert werden die unterschiedlichen künstlerischen und gesellschaftspolitischen Positionen der beiden Künstler zum Ersten Weltkrieg anhand ihrer in der Zeitschrift „Kriegszeit“ veröffentlichten Grafiken. Optional kann ein Kreativteil mit Gestaltung eines modernen Flugblatts angefügt werden.
Dauer: 60 Minuten, mit Kreativteil 90 Minuten, Preis: 30 €/45 € zzgl. 1,50 € pro SchülerIn (2 Begleitpersonen frei)
Information und Buchung bei Esther-Maria Rittwagen, Tel. 0451 1224260, esther-maria.rittwagen@luebeck.de

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12. Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03. Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Sonntag 11:30 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

Foto Max Liebermann © die Lübecker Museen – Museum Behnhaus Drägerhaus/Hans Meid © Stfiftung Stadtmuseum Berlin


noch bis 12. Januar 2020

„Alte Neustadtbilder. Neustadt von oben“

Ausstellung „Alte Neustadtbilder. Neustadt von oben“ – zeiTTorNeustadt wie es früher einmal war:
Thomas Schwarz und Ulrike Gollan-Lambeck haben seit ihrer letzten Ausstellung im zeiTTor vor zwei Jahren mehrere Hundert „neue“ alte Fotos aus privaten Archiven, Familienalben etc. zusammengetragen. Diese alten Bilder sind vom 27. September bis zum 12. Januar im zeiTTor ausgestellt.

Der Titel „Alte Neustadtbilder. Neustadt von oben“ verrät den Schwerpunkt: Es geht vor allem um Luftbilder. Daneben werden aber auch alte Fotos u. a. zu den Themen „Menschen“, „Stadtansichten“, „Ereignisse“ und „Bauwerke“ gezeigt. Erstmals sind auch Bilder aus der Umgebung Neustadts zu sehen, z. B. von Lensahn und Sierksdorf.

Besonders lohnt sich ein Besuch eines der Klönschnachnachmittage, an denen man miteinander ins Gespräch kommen kann und über die Fotos „klönt“ und „schnackt“, um Erinnerungen auszutauschen.
Termine:
29. September 2019 14:00 – 17:00 Uhr statt.
13. Oktober 2019 14:00 – 17:00 Uhr
03. und 24. November 2019 14:00 – 16:00 Uhr
15. Dezember 2019 14:00 – 16:00 Uhr

Gruppen können außerdem auf Wunsch Veranstaltungen buchen, z. B. im Rahmen von Klassentreffen oder Nachbarschafts- bzw. Straßenfesten.

Die Ausstellungsgruppe hat alle Arbeiten, auch die Ausstellung, ehrenamtlich gemacht. Alle, die Bilder und Informationen zugänglich gemacht haben, trugen ebenfalls zur Ausstellung bei. Der Verein der Freunde und Förderer des Museums der Stadt Neustadt in Holstein hat die Sonderausstellung finanziell ermöglicht.

Öffnungszeiten:
Ostern bis Oktober:
Dienstag – Samstag: 10:30 – 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 14:00 – 17:00 Uhr
November bis Ostern:
Samstag und Sonntag: 14:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene: 3,50 €
Erwachsene mit Ermäßigung 2,50 € (z. B. mit der ostseecard*)
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt

Ort: zeiTTor Museum der Stadt Neustadt in Holstein, Haakengraben 2-6, Navi: Vor dem Kremper Tor, 23730 Neustadt in Holstein, Tel. 04561-619305
www.zeittor-neustadt.de


noch bis 26. Januar 2020

„zeit|zeichen“
Jahresschau des Berufsverbandes
Angewandte Kunst Schleswig-Holstein e. V.

Japan © Richard SchillingsDie Jahresschau des Berufsverbandes Angewandte Kunst Schleswig-Holstein e. V. lädt bereits zum dritten Mal dazu ein, das aktuelle Spektrum künstlerischer Produkte für den Alltag im Rahmen einer Leistungsschau zu bestaunen.

Unter dem Motto „zeit|zeichen“ waren die 95 Mitglieder des traditionsreichen Verbandes aufgefordert, ihre Werke buchstäblich als Zeichen der Zeit zu gestalten. Dieser Einladung kamen 38 Kunsthandwerker:innen nach, wovon gut ein Drittel in Lübeck ansässig ist. Vertreten sind vor allem die Bereiche Glas und Keramik, Schmuck, Holz und Textil. Doch auch Objekte im Grenzbereich zwischen angewandter und freier Kunst weiten den Blick und regen zu freien Assoziationen an.

Ziel der Leistungsschau ist es, nützliche Schönheit nachhaltig im täglichen Gebrauch zu etablieren. Die Arbeiten, die sich zwischen Kunst und Handwerk bewegen, sollen ihre Besitzer:innen ein Leben lang begleiten und noch von nachfolgenden Generationen geschätzt werden.

In Szene gesetzt wurden die eingereichten, unjurierten Werke von zwei Mitgliedern des Berufsverbandes, den Schmuckgestalterinnen Antje Freiheit sowie Maria Konschake, Preisträgerin des Alen-Müller-Hellwig-Preises 2016. „Zeitlos schön ist ein Kriterium, das bei Werken der angewandten Kunst angestrebt wird“, erklärt Antje Freiheit.

Auch die Ergebnisse künstlerischer Arbeit mit Geflüchteten, die die neue Vorsitzende des Verbandes, die Schmuckdesignerin Silke Lazarevic aus Husum, begleitet hat, bilden Anziehungspunkte der Schau.

„Diese besonderen ,Alltagsgegenstände‘ sind auch als individuelle, nachhaltige Weihnachtsgeschenke sehr zu empfehlen: Lassen Sie sich im St. Annen-Museum – rechtzeitig – inspirieren!“ rät Dr. Bettina Zöller-Stock, die das Aufbauteam seitens des Museums unterstützt hat.

Begleitprogramm:
Begleitend zur Ausstellung sind drei Führungen geplant:
20.10.2019 mit Antje Freiheit
10.11.2019 mit Freia Schulze und Beate Leonards
26.01.2020 mit Karl Decker
Beginn jeweils um 12 Uhr; die Gebühr beträgt 4 € zzgl. Eintritt.

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12. 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03. 11:00 – 17:00 Uhr
Feiertage:
03. Oktober: geöffnet, Heiligabend: geschlossen, 1. Weihnachtsfeiertag: geschlossen, 2. Weihnachtsfeiertag: geöffnet, Silvester: geschlossen, Neujahr: geschlossen

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.st-annen-museum.de

Foto © Richard Schillings


noch bis 16. Februar 2020

»Grass, Kehlmann und die Welt des Barocks«

time after time © Ori Gersht»Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben.« (Günter Grass)

Ist tatsächlich vergangen, was vor Jahrhunderten geschah?
Berühren uns Themen, mit denen sich Künstler und Autoren vor langer Zeit beschäftigt haben, heute nicht mehr?

Das Günter Grass-Haus lässt die Welt des Barocks aufleben und fragt, was die Probleme und Gedanken von damals aktuell für uns bedeuten können.

Die Ausstellung »Grass, Kehlmann und die Welt des Barocks« wagt einen Ritt durch die Jahrhunderte und führt die Besucher vom Dreißigjährigen Krieg über die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute – in die Zeit des syrischen Bürgerkriegs.

Im Zentrum stehen die Erzählung »Das Treffen in Telgte« von Günter Grass und der Roman »Tyll« von Daniel Kehlmann. Beide Autoren blicken in ihren Werken zurück in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts, als in Europa ein verheerender Kampf um Glaube und Macht geführt wird.

Günter Grass lässt Barockdichter wie Gryphius oder Grimmelshausen 1647 in einem kleinen Ort nahe Osnabrück zusammenkommen. Sie diskutieren, lesen, streiten, beklagen die Schrecken des Krieges – zugleich wird geschlemmt, gezecht und geliebt.

Das fiktive Dichtertreffen spiegelt Themen und Mitglieder der Gruppe 47. Dieser Kreis von Schriftstellern, Kritikern und Verlegern, zu dem auch Günter Grass zählt, prägt das literarische Leben in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich.
Die Autoren sehnen sich nach Frieden und kulturellem Aufbruch. In der Pflege der deutschen Sprache sehen sie ihre wichtigste Aufgabe ebenso wie darin, den kulturellen Austausch über territoriale und religiöse Grenzen hinweg zu fördern – 1947 wie schon 300 Jahre zuvor.

»Der Krieg war bisher nicht zu uns gekommen.« (Daniel Kehlmann)
In Daniel Kehlmanns Roman »Tyll« zieht der bekannte Narr, Schausteller und Provokateur Tyll Ulenspiegel durch das vom Dreißigjährigen Krieg verwüstete Land. Er begegnet Figuren wie dem exilierten »Winterkönig« von Böhmen, dem melancholischen Henker Tilman oder dem sprechenden Esel Origenes. Kehlmann beschwört ein schrecklich-schönes Welttheater, in dem das Leben eine Bühne ist, auf der jeder nur seine Rolle spielt – und das unserer heutigen Welt nicht unähnlich ist.

Die Ausstellung ist in drei Zeitwelten 1647, 1947 und 2017 eingeteilt, in denen in Wort und Schrift symbolhaft die Zerstörung der für den jeweiligen Krieg bedeutenden Städte Magdeburg, Dresden und Aleppo im Mittelpunkt stehen. In diesen Bereichen sind unter anderem Originalmanuskripte von Günter Grass und Daniel Kehlmann zu sehen.

Highlight der Sonderausstellung ist eine in der Mitte arrangierte Barocktafel, ein Stilleben, das in all seiner opulenten Pracht das Vanitas-Motiv des 17. Jahrhunderts aufgreift, die Idylle mittels der darin eingebetteten Videokunst des israelischen Künstlers Ori Gersht, die eine in tausend Teile explodierende Blumenvase zeigt, jedoch gleich wieder zerstört und damit das im Barock stets präsente Thema der Vergänglichkeit auf eine zeitgenössische Weise verarbeitet.

Anhand von Beispielen in den Werken von Grass und Kehlmann soll darüber hinaus der Frage nachgegangen werden, wie die Epoche des Barock in der Postmoderne rezipiert wurde.

Öffnungszeiten: 
01.04. – 31.12.: Montag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03.: Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder und Jugendliche (6-18) 2,50 €

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
www.grass-haus.de

Foto © Ori Gersht


noch bis 19. April 2020

„Störtebeker & Konsorten – Piraten der Hansezeit?“

EHM Störtebeker & Konsorten © Europäisches HansemuseumBei der Ausstellung dreht sich alles um Mythen und Legenden, die unser Bild von Piraterie prägen – wie der, des berühmten Klaus Störtebeker.

Im Fokus der Ausstellung steht die Piraterie im Nord- und Ostseeraum vom 14. bis 16. Jahrhundert, sie richtet den Blick aber ebenso auf moderne Piraterie.

Wo liegen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Gegenwart und Geschichte? Der Vergleich ermöglicht einen klareren Blick auf die Beteiligten, Täter und Opfer, auf ihre Motive und Erfahrungen. Wer ist gut, wer ist böse, wer ist Räuber, wer ist Gendarm?

Begleitband zur Ausstellung für 29,90 € im Museums-Shop erhältlich.

Öffnungszeiten:
täglich (außer 24. Dezember) 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 8 €, Ermäßigte 4 €, Kinder 4 €

Ort: Europäisches Hansemuseum Lübeck, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck
www.hansemuseum.eu

www.stoertebekerundko.de

Foto © Europäisches Hansemuseum Lübeck


04. Oktober 2019

Vernissage
Norbert Guldner
Panta Rhei
Ausstellung 04.–18.10.2019

Tryptichon © Norbert GuldnerGuldner befasst sich als Maler und Naturwissenschaftler mit dem Thema Zeit als Funktion bewegter Materie.

Zur Darstellung und Dokumentation dessen, lässt er auf seinen großformatigen Leinwänden mit meist figürlichen Darstellungen aus der Mensch- und Tierwelt mit Symbolcharakter, flüssige Farbe aus Farbflecken fließen. Er nennt sie „Flow Patches“ (Panta Rhei). Für ihn ist Zeit nichts Anderes als bewegte Materie (Farbnasen). Ohne bewegte Materie gibt es keine Zeit. Außerdem sollte die bewusste Wahrnehmung von Materie die Herkunft aus dem Nicht-Materiellen einschließen. „Flow Patches“ können als Raum-Zeitsymbole gesehen werden.

Beispielsweise soll das großformatige Tryptichon „Climate Crocodiles“ wachrütteln und bewusst machen, dass in einer erheblich erwärmten und durch Klimakatastrophen zerstörten Natur  die Würde des Menschen, vergleichbar in Kriegen und Konzentrationslagern, schwerlich generell realisierbar ist. Das humanste und komfortabelste Sozialsystem wird  sich in einer zerstörten Natur niemals aufrechterhalten lassen. Die Bilder entfalten durch die Flow Patches eine eigene Faszination.

Norbert W. Guldner, Dr.med., geboren am 15.6. 1948, Arzt, Forscher Maler und Entwicklungshelfer in Tansania, emeritierter Professor für Herzchirurgie am Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus Lübeck, Träger mehrerer nationaler und internationaler Forschungspreise, verheiratet, 4 Kinder, Ausbildung in Malerei am Städel zu Frankfurt, parallel zum Medizinstudium, Ausstellungen in Brüssel, Berlin, München, Aachen, Ulm, Panker (Ostsee), Bad Segeberg und Lübeck. Mitglied der der Künstlergruppe DEFACTO/Lübeck.

Öffnungszeiten:
donnerstags – sonntags 14:00 – 19:00 Uhr

Freitag 19:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kunsttankstelle, Wallstr. 3-5, 23560 Lübeck
www.defacto-art.de

Foto © Norbert Guldner


20. Oktober 2019

Vernissage
„BÜGELEISEN! Kulturtechnik als Leidenschaft“
Ausstellung 20.10.2019–19.04.2020

Bügeleisen – Industriemuseum Geschichtswerkstatt HerrenwykKurioses rund ums Bügeleisen

Ab Sonntag, 20. Oktober 2019, lädt das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk im Rahmen einer neuen Sonderausstellung dazu ein, ein auf den ersten Blick alltägliches Phänomen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: „BÜGELEISEN! Kulturtechnik als Leidenschaft“ lautet der Titel, der erahnen lässt, dass die vermeintlich ungeliebte Hausarbeit hier von allen Seiten beleuchtet wird.

Bis 19. April 2020 wird die Ausstellung die Besucher:innen zum Staunen und Schmunzeln bringen. Sowohl anhand der Technikgeschichte des Gerätes Bügeleisen als auch anhand der Tätigkeit des Bügelns wird schnell deutlich, wie interessant und facettenreich das Thema sein kann und in welchem Ausmaß es als kulturell prägendes Spiegelbild der jeweiligen Zeit und Gesellschaft zu werten ist.

Das Bügeleisen ist ein Paradebeispiel für Industriegeschichte und die Geschichte der Technisierung der Haushalte, da es das erste elektronische Kleingerät war, das sich fest etablierte und bis heute ein viele Millionen Euro schweres Geschäft ist. Die technische Bandbreite der Bügeleisen mit ihren Vor- und Nachteilen und Gefahren bzw. technischen Innovationen wird aufgezeigt – vom Kohlebügeleisen über das Satzbügeleisen, das Spiritusbügeleisen, das Gasbügeleisen bis hin zum elektrischen Bügeleisen. Auch Kinderbügeleisen als Spiel und Erziehungsinstrumente sind zu sehen, ebenso wie Kuriositäten, darunter beispielsweise ein ägyptisches Fußbügeleisen.

Vom heutigen Bügeln als Meditationshilfe bis hin zu den Sportarten des „Extrembügelns“, wo auf Berggipfeln, auf Bäumen oder unter Wasser gebügelt wird, erzählt die Ausstellung.
Den Bügel Liebhabern werden die Bügelverweigerer gegenübergestellt.

Auch die Sammler von Bügeleisen sollen nicht zu kurz kommen; so stammen die meisten Ausstellungsstücke im Industriemuseum von dem Sammler-Ehepaar Bergbauer aus Lübeck. Dabei wird in diesem Zusammenhang auch der Frage nachgegangen, was Menschen dazu bringt, Bügeleisen zu sammeln und die im Ausstellungstitel aufgegriffene Leidenschaft dafür zu entwickeln.

Das Thema Bügeln polarisiert. Es gibt wenige Menschen, die dem Thema emotionslos oder gleichgültig gegenüber stehen“, so die Leiterin des Museums und gleichzeitig auch Kuratorin der Ausstellung, Dr. Bettina Braunmüller. Die Gesellschaft scheine sich schichtübergreifend klar in Bügelliebhaber und Bügelhasser aufteilen zu lassen. Und nicht selten habe das Thema in Paarbeziehungen zum Beispiel zu den ersten Ehekrisen geführt, wenn einer Kritik an der Bügelfähigkeit des anderen äußerte.

Aus kulturwissenschaftlicher Sicht hat das Thema Bügeln und Bügeleisen Auswüchse angenommen, die uns zum Staunen, Kopfschütteln und Schmunzeln bringen“, merkt die Museumsleiterin an. Die Ausstellung kann und soll durchaus auch zum Lachen anregen, fügt sie hinzu, was ganz besonders an der enormen Bandbreite und Absurditäten liegt, wie Bügeleisen und Bügeln heute grundsätzlich kulturell begegnet wird – vom nahezu dogmatischen Bügelvermeiden bis hin zu Sportarten wie dem Bügeleisenweitwurf oder Bügelweltmeisterschaften sei alles möglich, so Braunmüller.

Die Ausstellung folgt einem farbigen Leitsystem, das den BesucherInnen schnell die Tafeln mit technischem Inhalt von denen mit eher kulturwissenschaftlichem Inhalt unterscheiden lässt. Sie befasst sich in der Einleitung zunächst mit grundlegenden Fragen – wieso bügelt man überhaupt? Wer sammelt Bügeleisen und weshalb? – und führt dann weiter über eine Geschichte der technischen Entwicklung von der Handmangel bis hin zum Dampfbügeleisen anhand von Exponaten und Informationstafeln. Zwei Bügeleisen-produzierende Traditionsfirmen (Rowenta und Grossag) werden vorgestellt um aufzuzeigen, wie viel Profit tatsächlich mit dem Produkt zu machen war und auch um die Dimension der Industriegeschichte zu erfassen.
Im Anschluss folgen Kuriositäten rund ums Bügeln anhand ausgewählter Exponate sowie eine Vielzahl an Kinderbügeleisen. Aus kulturwissenschaftlicher Sicht wird thematisiert, wieso das Bügeln bedeutend für die Arbeiterfamilie war, wie viele Haushalte ein Bügeleisen besitzen, wie die Geräte heute designt werden, ob und vor allem wo auf der Welt kulturell gesehen Bügeln absolut nicht Frauenarbeit, sondern Männerarbeit ist und vieles mehr.

Die Ausstellung umfasst über hundert Exponate an Bügeleisen, Inszenierungen sowie umfangreiches Filmmaterial.

Dank gilt der Possehl-Stiftung für die finanzielle Förderung.

Vernissage:
Die Ausstellung wird am Sonntag, 20. Oktober um 11 Uhr eröffnet. Als Highlight dieser Veranstaltung gilt das „große Wettbügeln“, bei dem alle freiwilligen und unfreiwilligen HobbybüglerInnen aufgefordert sind, bei einem ultimativen Bügelwettbewerb ihr Können unter Beweis zu stellen. Neben handwerklichem Geschick ist natürlich auch Schnelligkeit gefragt.
Auf die Teilnehmer:innen warten nicht nur jede Menge Bügelwäsche, sondern auch tolle Preise. Die Leistungen werden durch eine fachkundige Jury bewertet, bestehend aus freischaffenden und beruflichen Profibüglern. Um die Mitnahme des eigenen Bügeleisens und eine Anmeldung wird gebeten unter 0451-1224195 oder geschichtswerkstatt@luebeck.de
Der Bügelwettbewerb wird präsentiert von Radio Lübeck.

Begleitprogramm:
Eröffnung, öffentliche Führungen und Familienführungen
jeweils So um 11:00 Uhr
Erw./Erm.: 7/3 €, Kinder und Jugendliche 6-15 J. /16-18 J.: 2/5 €

Erleben Sie Führungen direkt von den Sammlern und Leihgebern der Ausstellung. Öffentliche Führungen durch das Sammlerehepaar Bergbauer an jedem ersten Sonntag im Monat um 11 Uhr, Anmeldungen nicht erforderlich (03.11.19/01.12.19/05.01.20/02.02.20/01.03.20/05.04.20).

Führungen speziell für Familien mit Kindern durch das Sammlerehepaar Bergbauer am 17. November und dem 16. Februar (jeweils Sonntag), jeweils um 11 Uhr.

Führungen für Gruppen, Kinder und Schulklassen nach Absprache.

Öffnungszeiten:
freitags 14:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Sonntag 11:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Kinder und Jugendliche 6-15 Jahre 2 €, 16-18 Jahre 5 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de


20. Oktober 2019

Vernissage
Jasna Maria Meyer
Zeit für was Neues
Photos – Skulpturen – Installation
Ausstellung 20.–31.10.2019

© Jana Maria MeyerDie in Kroatien geborene Jana Maria Meyer zeigt in ihrer Ausstellung Werke aus verschiedenen Schaffensjahren.

Primär werden Photos von Menschen in Alltagssituationen präsentiert. Des Weiteren  treten geschweißte Skulpturen hervor und eine Installation widmet sich der Migration ihrer Familie im Jahre 1958 nach Deutschland.

Ziel ihrer Arbeiten ist, Menschen in den künstlerischen Prozess mit einzubeziehen und zu aktivieren, sich für ein würdiges Leben einzusetzen.

Für Meyer hat Kunst eine gesellschaftspolitische Aufgabe und sollte dafür Risiken eingehen. Was meinen Sie?

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 14:00 – 18:00 Uhr
Samstag und Sonntag 11:00 – 16:00 Uhr

Sonntag 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kunsttankstelle, Wallstr. 3-5, 23560 Lübeck
www.defacto-art.de


25. Oktober 2019

Vernissage
Renate Straatmann
Ausstellung 25.10.–20.12.2019

Indian summer II - 70x70 - Acryl-Mischt. a. LW 70x70 © Renate StraatmannIn den letzten zwei Jahren waren die Bilder der Schwartauer Malerin Renate Straatmann auf Ausstellungen in Kiel, Schönberg i.H., Neustadt i.H., Gettorf  und im Finanzministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin unterwegs.

Zum Ausklang des Jahres 2019 wird die Künstlerin nun noch 3 Ausstellungen mit bekannten und auch vielen neuen Bildern im Lübecker Aegidien-Viertel zeigen.

Öffnungszeiten:
dienstags und mittwochs 13:00–18:00 Uhr
donnerstags und freitags 10:00–13:00 Uhr

Vernissage 25.10.2019 um 19:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Buchbinderei „Blattgold“, Weberstr. 1f, 23552 Lübeck

www.renate-straatmann.de

Foto © Renate Straatmann


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