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Ausstellungen Eutin und
Schleswig-Holstein September 2019

 

noch bis 01.September 2019

Ferne Welten – weite Träume
Chinesische Theaterfiguren und die Malerei von Haiying Xu

Ausstellung Ferne Welten - weite Träume © Haiying XuMit dieser Ausstellung begibt sich das St. Annen-Museum auf eine poetische Phantasiereise. Das asiatische Verständnis der Welt wird in Romanen und Erzählungen wie etwa „Die Reise nach Westen“, „Der Päonien-Pavillon“, „die Geschichte der drei Reiche“ oder „Die Generalinnen der Familie Yang“ deutlich. Sie sind zumeist im 16. Jahrhundert in China entstanden. Grazilen und furchteinflößenden Charakteren begegnet man hier ebenso wie wilden Tierfiguren. Ihre Kostüme wie ihre Rollen sind genau festgelegt; die Geschichten, die damit erzählt werden, lassen lange Traditionen ahnen. Sie handeln von den großen Fragen des Lebens ebenso wie von abenteuerlichen und phantasievollen Reisen.

Entlang dieser Geschichten wird die Ausstellung erzählt. Diese ungewöhnliche Ausstellung ist in gewinnbringender Kooperation mit dem TheaterFigurenMuseum entstanden. Die Verbindung der Figuren mit den Malereien der chinesischen Künstlerin Haiying Xu eröffnet neue Horizonte.
Haiying Xu, die seit 2001 vor allem in Deutschland lebt und an der Kunstakademie in München studierte, arbeitet nun in China und München. Sie hat sich intensiv mit der immer noch hoch angesehenen altchinesischen Malerei der Song-Dynastie (960-1276) auseinandergesetzt. In ihrer jüngsten Serie verbindet sie diese Inspirationen mit ihrem Wissen um moderne europäische Malerei. Geboren in den 70er Jahren in der Provinz Jiangxi ist die Künstlerin nicht nur mit den starken Traditionen des Landes aufgewachsen, sondern hat auch die Folgen der Kulturrevolution und den Weg zur starken Weltwirtschaftsmacht erlebt.

Die Verbindung von traditionellen Theaterfiguren mit der zeitgenössischen, poetischen und zuweilen fast surrealen Malerei von Haiying Xu eröffnet uns einen einzigartigen Einblick in die chinesische Erlebniswelt und die europäischen Einflüsse. Hier rückt die Welt einmal mehr zusammen.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.st-annen-museum.de

Foto © Haiying Xu

www.haiying-xu.com


noch bis 01.September 2019 nur St. Annen-Museum

Der Herkunft auf der Spur –
Museumserwerbungen in der NS-Zeit

Porzellandose © St. Annen-Museum/Fotoarchiv der Hansestadt LübeckWoher stammen die Exponate in unseren Museen?
Wie kamen sie in die Sammlung?
Mit diesen Fragen nach der Herkunft beschäftigt sich die Provenienzforschung.

Ein großes Forschungsfeld ist dabei der Zeitraum 1933 bis 1945, da während der Zeit des NS-Regimes unzählige Kulturgüter beispielsweise durch Beschlagnahme oder Zwangsverkauf entwendet wurden. Um dieses Unrecht aufzuarbeiten, verpflichteten sich insgesamt 44 Staaten, darunter auch Deutschland, durch die 1998 verabschiedete „Washingtoner Erklärung“, NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut ausfindig zu machen und „faire und gerechte Lösungen“ zur Rückgabe dieser Kulturgüter zu finden.

Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes, gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, wurden auch die Sammlungen der Lübecker Museen untersucht. Alle Ankäufe, Schenkungen, Überweisungen und Tausche zwischen 1933 und 1945 wurden überprüft, um die Herkunft der Objekte zu ermitteln.

Die Information über die Herkunft eines Werkes zählt inzwischen zu den grundlegenden Hinweisen in unserer Sammlungspräsentation. Wenn die Angabe dann aber lautet »1942 im Kunsthandel erworben« wirft das Fragen nach der Rechtmäßigkeit des Erwerbs auf, die bislang unbeantwortet bleiben mussten. Der Klärung im Rahmen der Provenienzforschung nun schrittweise näher zu kommen, ist ein wichtiger Teil der Forschungsarbeit zur eigenen Sammlung,“ erklärt Dr. Alexander Bastek, Leiter des Museum Behnhaus Drägerhaus

Die Kabinettausstellung an zwei Standorten, im Museum Behnhaus Drägerhaus und im St. Annen-Museum, präsentiert die bisherigen Forschungsergebnisse und zeigt, was die Provenienzforschung in ihrer bisweilen detektivischen Arbeitsweise leistet.
Provenienzforschung ist ein Thema, das die Museumswelt noch lange beschäftigen wird“, sagt Steffi Grapenthin, Provenienzforscherin in den Lübecker Museen.

Von Gotthardt Kuehls „Braudiele“ über Silberlöffel und Tabaksteller bis hin zu Glasfragmenten reichte die rege Ankaufs- und Sammelpolitik des damaligen Museumsdirektors Hans Schröder. Er leitete die Museen für Kunst und Kulturgeschichte von 1933 bis 1946 und kaufte im gesamten Deutschen Reich bis nach Wien für die Lübecker Museen ein. Nach der für die Lübecker Museen verheerenden Palmarum-Nacht im März 1942 erhielt er eine hohe Entschädigungssumme, mit der er in den besetzten Niederlanden und in Belgien zum Ausgleich der Verluste niederländische Gemälde und Möbel einkaufte. Die Suche nach unrechtmäßig erworbenen Objekten aus seiner Amtszeit und deren Erforschung bietet auch interessante Einblicke in die Lübecker Sammlungs- und Museumsgeschichte der NS-Zeit.

Die Ausstellung ist hausübergreifend im Museum Behnhaus Drägerhaus und im St. Annen-Museum zu sehen.
Auch in den Dauerausstellungen der beiden Häuser befinden sich Objekte, die im Rahmen des Projekts untersucht wurden. Sie sind mit zusätzlichen Objektschildern gekennzeichnet, die Aufschluss über die Herkunft und den Erwerb geben.

Begleitprogramm:

Mittagsführungen im Museum Behnhaus Drägerhaus
samstags | 01.06. | 15.06. | 29.06. | 13.07. | 27.07. | 10.08.2019 jeweils 11:30 – 12:30 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt

Führungen im St. Annen-Museum
Donnerstag 13.06.2019, 15:30 – 16:30 Uhr
Samstag 15.06.2019, 15:00 – 16:30 Uhr – MuseumsMomente
Donnerstag 11.07.2019, 15:30 – 16:30 Uhr
Sonntag 21.07.2019, 15:00 – 16:00 Uhr
Samstag 17.08.2019, 15:00 – 16:30 Uhr, MuseumsMomente
Sonntag 25.08.2019, 11:00 – 12:00 Uhr
Sonntag 25.08.2019, 15:00 – 16:00 Uhr
4 € zzgl. Eintritt

Tagung „Provenienzforschung in den Lübecker Museen. Erwerbungen 1933 bis 1945“
Donnerstag 16.-17.05.2019 im Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL), Königstraße 42, 23552 Lübeck.
Anmeldung unter steffi.grapenthin@luebeck.de
Keine Tagesgebühr
Programm unter www.die-luebecker-museen.de

Internationaler Museumstag
Sonderführung
Sonntag 19.05.2019
10:15 Uhr, 4 €, zzgl. Eintritt im Museum Behnhaus Drägerhaus
12:00 Uhr, 4 €, zzgl. Eintritt im St. Annen-Museum

Individuelle Führungen
Buchung individueller Führungen im Museum Behnhaus Drägerhaus unter Tel. 0451 122 4148 oder behnhaus@luebeck.de
Buchung individueller Führungen im St. Annen-Museum unter Tel. 0451 122 4134 oder andre-a.schwarz@luebeck.de

Öffnungszeiten:
Museum Behnhaus Drägerhaus
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

St. Annen-Museum
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50, Kinder 2,50 €, Kinder unter 6 Jahren frei

Orte:
Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck

Weitere Infos und Termine unter www.museum-behnhaus-draegerhaus.de sowie unter www.st-annen-museum.de

Foto © St. Annen-Museum/Fotoarchiv der Hansestadt Lübeck


noch bis 01. September 2019

Nschotschi Haslinger
„Die untere Welt“

Clubsandalen, 2018. Keramik, glasiert, je 30x13x31 cm © Nschotschi HaslingerNschotschi Haslinger (*1982 in Eitorf) entwickelt in sämtlichen Medien von Installation, Performance über Video, Malerei, Zeichnung oder Skulptur Szenerien, die zunächst seltsam und entrückt erscheinen und dabei doch fortwährend auf Aspekte unserer Gegenwart und Vergangenheit verweisen.

In dunkeln sumpfigen Wäldern, zwischen vermoosten Bäumen und abgestorbenen Ästen finden sich dünngliedrige Fabelwesen mit spitzen Ohren, Nasen und Schuhen bei alltäglichen Tätigkeiten. Details wie einzelne Kleidungsstücke, Posen oder Bildausschnitte fungieren dabei immer wieder als Transmitter und erzeugen eine Ebene auf der ikonografische Symbole, Religion und Schamanismus mit einer gegenwärtigen Bildästhetik in sozialen Netzwerken auf Gaming Plattformen oder Spielzeugfiguren kulminieren.

Die Zeichnung Trembling Garden 3 (2019) zeigt im Vordergrund des Bildes etwa eine Figur mit weiblichen Merkmalen, die auf ihren Armen, Schultern und Händen von einer kleinen Schar sie liebkosender und bedrängender Kröten umgeben ist. Haare und Gesicht der Figur gleichen einem Troll und reihen sich – wie als Symbol auch die Kröte – in mystische Vorstellungen, während ihr Outfit, bestehend aus einem geöffneten Mantel und einem einfachen Slip, auf Motive und Posen der Werbe- und Modewelt zu verweisen scheint.

Die Ausstellung Nschotschi Haslinger – Die untere Welt ist eine Kooperation der Overbeck-Gesellschaft • Kunstverein Lübeck und St. Petri zu Lübeck.

Rahmenprogramm zur Ausstellung:
Im Kontext – Gespräche über Kunst
Donnerstag 01.08.2019 um 15:00 Uhr

19. Lübecker Museumsnacht
Samstag 31.08.2019 11:00 – 24:00 Uhr

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: St. Petri zu Lübeck, Petrikirchhof 1, 23552 Lübeck
www.st-petri-luebeck.de

www.overbeck-gesellschaft.de

Foto © Nschotschi Haslinger


noch bis 01. September 2019

A. Paul Weber
Meisterwerke der Zeichnung

A. Paul Weber - Britische Bilder - Die KathedraleA. Paul Weber: Meisterwerke der Zeichnung aus dem Depot des Weber-Museums

Mehr als 20.000 Werke hat der kritische und satirische Zeichner A. Paul Weber in seinen 87 Lebensjahren geschaffen. 7.000 davon befinden sich im Besitz des Weber-Museums in Ratzeburg. Etwa 300 sind dort ständig ausgestellt. Viele besonders wertvolle Arbeiten, wie Federzeichnungen oder farbige Aquarelle dürfen jedoch nicht dauerhaft dem schädlichen Sonnenlicht ausgesetzt werden und sind in den lichtgeschützten und klimatisierten Depots des Museums sicher verwahrt. Nur zu besonderen Anlässen werden sie öffentlich ausgestellt.

Die neue Sonderausstellung des Museums zeigt fünfzig der besten Werke Webers in einer beeindruckenden Schau, welche die Arbeiten diesmal nicht nur mit kurzen Objektbeschriftungen, sondern auch jeweils mit ausführlichen Texten erläutert.

Mit dabei sind besonders sehenswerte Werke wie die Originalzeichnung zu Webers wohl berühmtestem Motiv „Das Gerücht“ sowie zum „Verhängnis“, das bereits 1931 den Weg der Nationalsozialisten ins Massengrab darstellte, oder die Federzeichnung „Kasper, Tod und Teufel“, die unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg entstand und als ein Selbstbildnis auch seine eigene Situation zeigt.

Drei Zeichnungen gehören zu dem Zyklus der „Britischen Bilder“, die heute wieder in erstaunlicher Weise topaktuell geworden sind.

Dass A. Paul Weber ein Platz unter den großen Zeichnern des 20. Jahrhunderts gebührt, beweisen die in dieser Ausstellung gezeigten Werke hinreichend.

Die Ausstellung fußt auf einer Präsentation von 1993 im Wilhelm-Busch-Museum Hannover zum 100. Geburtstag Webers, die aber so noch nie in Ratzeburg gezeigt wurde.

Öffnungszeiten:
täglich, außer montags, 10:00 – 13:00 und 14:00 – 17:00 Uhr
Ausnahmen:
am 24., 25., 26. und am 31. Dezember sowie am Neujahrstag bleibt das Museum geschlossen.
Am Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag, Ostermontag sowie Pfingstsonntag und Pfingstmontag ist geöffnet.

Eintritt: Erwachsene 3,- €, Schüler 1,- €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 6,- €
Hinweis: Es besteht die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für beide Kreismuseen (A. Paul Weber-Museum und Kreismuseum) zu erwerben.
Kombikarte mit Kreismuseum:
Erwachsene 5,- €, Schüler 1,50 €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 10,- €

Ort: A. Paul Weber-Museum, Domhof 5, 23909 Ratzeburg
www.weber-museum.de


noch bis Ende 2019

„Politische Karikaturen der Weimarer Republik“

Hans Gerner - in Holz geschnittene bissige KarikaturenJanuar 1933: Pfingsten – eine Taube fliegt mit einem Hakenkreuz zum Reichstag. März 1933: Frühlingserwachen – ein Schaf weidet auf einer Wiese aus Hakenkreuzblumen. Es sind Holzschnitt-Bilder des Zeichners Hans Gerner (1893 – 1946), der In seinen Karikaturen den Militarismus und die damit verbundene Wiederaufrüstung in den Jahren der Weimarer Republik derart anprangerte, dass ihm seine kritische Kunst zum Verhängnis wurde. Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten folgten Konzentrationslager, Berufsverbot und Strafversetzung.

Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten von Hans Gerner. Außerdem gibt es auf einem Büchertisch eine große Auswahl von Graphic Novels oder Comics in Buchformat. Die meisten thematisieren Ereignisse aus der nationalsozialistischen Zeit wie das Leben der Anne Frank oder der Sophie Scholl, darunter auch die berühmte Grafik-Novelle „Maus“, in der der amerikanische Comic-Zeichner Art Spiegelman das Schicksal seiner jüdischen Eltern im Holocaust erzählt.

Ausstellung und Bücherpräsentation finden im Rahmen der Aktionswochen „Für Demokratie und bunte Vielfalt“ in Eutin und Ahrensbök statt. Sie werden bis 08. September 2019 zu sehen sein.

Der Karikaturist Hans Gerner war überzeugter Pazifist und Demokrat. Obwohl er als Leutnant am Ersten Weltkrieg teilgenommen hatte, arbeitete er gegen die sich ausbreitende Mehrheitsmeinung, die sich in der jungen Republik dem Ziel verschworen hatte, der noch schwachen Demokratie den Todesstoß zu versetzen. Hans Gerner, der seine in Holz geschnittenen bissigen Kommentare des politischen Geschehens überwiegend in der Stuttgarter Sonntagszeitung veröffentlichte, wurde als der „Einzige in Deutschland, der in dieser verlogenen Zeit in die Kerbe haut“, von einem Zeitgenossen gepriesen.

Dass Gerner schließlich dem politischen Druck nachgab und in die NSDAP eintrat, soll ihn derart beschämt haben, dass er 1946 sein Leben mit dem Freitod beendete.

Das Gebäude liegt direkt an der Bundesstraße 432, Flachsröste 16 im Ahrensböker Ortsteil Holstendorf. Tel. 04525 493 060
Extra Parkmöglichkeiten: B 432 Einfahrt Flachsröste, links über das Betriebsgelände der Firma OHZ, Ostholsteinisches Holzkontor

Öffnungszeiten:
Die Gedenkstätte ist jeden Sonntag von 14:00 bis 18:00 Uhr, dienstags, mittwochs und donnerstags von 09:00 bis 12:00 Uhr geöffnet.
Sie kann nach Anmeldung auch an anderen Tagen besucht werden.

Eintritt: frei, Spenden sind willkommen.

Ort: Gedenkstätte Ahrensbök, Flachröste 16, 23623 Ahrensbök
www.gedenkstaetteahrensboek.de


noch bis 08. September 2019

Kaiserpanorama – Jahrhundert-Erinnerungen in 3D
Ostseewelten um 1900 von Kiel bis Swinemünde

Im Strandkorb © Förderverein für Kaiser-Panoramen e. V. CelleVom 09. Juli bis 08. September 2019 macht das „Kaiser-Panorama“ Station im Museum Behnhaus Drägerhaus und entführt in Ostseewelten um 1900.

Neugierige sind eingeladen, sich mit Hilfe einer an Jules Verne erinnernden Maschine im Gründerzeitstil auf eine 3D Zeitreise zu begeben und durch beleuchtete Schaugläser kolorierte Stereofotografien des Ostseeraumes der Kaiserzeit zu bestaunen.

Das Panorama ist aus Celle entliehen und zeigt typische Strandszenen, die in längst vergangene Zeiten entführen, in denen zwar die Bademode anders aussah, die Themen Sommer, Strand und Meer jedoch nicht minder interessant schienen.

Die virtuelle Reise in die Vergangenheit nimmt aber auch Kurs auf den Nordostseekanal und seine Eröffnung 1895. Ausgewählte 3D-Sequenzen aus Kiel und Lübeck schließen sich an, bevor es auf dem Seeweg weitergeht bis nach Rostock und Warnemünde.

Einer der Höhepunkte der Bilderschau ist sicherlich das Porträt von Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II. aus dem Jahre 1905 beim Flottenmanöver in Swinemünde.

Kaiser-Panoramen waren um die Wende zum 20. Jahrhundert ein populäres Massenmedium, das es bis zu 25 Personen gleichzeitig ermöglichte, stereoskopische Bildserien, zumeist mit exotischen Reisezielen und Landschaften, durch ein Guckloch zu betrachten und damit in erster Linie zur Bildung, aber auch zur Unterhaltung beizutragen.

Inzwischen sind nur noch wenige Exemplare vorhanden; die Leihgabe des Fördervereins für Kaiser-Panoramen e.V. aus Celle gilt als eine der letzten ihrer Art. In der Kaiserzeit jedoch brachten rund 250 dieser „Volksbildungsinstitute“ für 20 Pfennige pro Besucher die ganze Welt allwöchentlich in nahezu jede Stadt – „Kinder und Militair“ zahlten die Hälfte; Minderbemittelte erhielten im Sinne des Bildungsauftrages freien Eintritt.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, ermäßigt 3,50 €, Kinder und Jugendliche zwischen 6 bis 18 Jahren 2,50 €, Kinder unter 6 Jahren frei

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

Foto © Förderverein für Kaiser-Panoramen e. V. Celle


noch bis 22. September 2019

Audrey Ramirez
xoxo winter is coming

Mary-Audrey Ramirez „xoxo winter is coming“ © Foto Julie WielandtTechnik, vornehmlich jene des digitalen Zeitalters, und Kreatürlichkeit stehen im Mittelpunkt der in Luxemburg geborenen und Berlin lebenden Künstlerin Mary-Audrey Ramirez (*1990 in Luxemburg-Stadt).

»Nach der industriellen Revolution kam eine Trennung vom Maschinellen und der Natur«, sagt sie. »Wir können gar nicht mehr zurück zur Natur, in eine vorindustrielle Zeit, aber die Technik ist längst nicht so weit entwickelt, dass wir uns nur dem anpassen könnten«.

Ramirez konfrontiert uns oftmals mit lebensgroßen Tieren aus Stoffmaterialien, die eine gewisse Unbedarftheit vermitteln, wie das sechsbeinige Pferd des Odin, das in der Arbeit „Odin is trapped“ (2019) unter einem goldenen textilen Gerippe samt Reiter steht. Figürlich entnommen ist es aus dem Videosspiel „Final Fantasy VIII“ (1999), in dessen Umgebung es dann doch nicht so harmlos erscheint.

Anders verhält es sich mit den zahlreichen Krähen in der Installation „Pls don’t die“ (2019), die an einer Wand angesammelt, ein ähnliches Horrorszenario vermitteln wie die Flugscharen in Alfred Hitchcocks Film Die Vögel (1963). Bei Ramirez sind diese Tiere jedoch bereits unschädlich gemacht, von goldenen Pfeilen durchbohrt und an die Wand genagelt. Mittels der Nähmaschine überträgt Ramirez die Meta-Realität des Online-Rollenspiel-Kosmos in die haptische Realität des Ausstellungsraums, der ja auch nach bestimmten Ordnungssystemen funktioniert. Ihre Kreaturen spielen mit Symboliken oder gesellschaftlichen Distinktionen und lassen eine Vielzahl von Lesarten zu.

Die Künstlerin integriert in ihre installativen Arbeiten stets Soundcollagen, Performances und selbst entwickelte Videospiele, sodass ein interaktives Arrangement entsteht, in das der Besucher stets eingebunden ist.

Eine derartige partizipatorische Komponente, mit Bezug zur Installation „Pls don’t die“, wird Mary-Audrey Ramirez auch für die Ausstellung im Overbeck-Pavillon konzipieren.

Rahmenprogramm zur Ausstellung:
Donnerstag, 27.06.2019, um 19:30 Uhr
Over and Above
Porträtkonzert des Komponisten Chris Cree Brown
Eintritt 4 €, ermäßigt 2 € (auch für Mitglieder)
Eine Konzertreihe in Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck

Sonntag 30.06., 28.07. und 22.09.2019, um 15:00 Uhr
sowie in der Museumsnacht, Samstag, 31.08.2019, um 20:00 und 22:00 Uhr
Im Kontext – Gespräche über Kunst

Dienstag, 09.07. und 06.08.2019, um 15.:00 Uhr
ArtTalks – International Day
Guided tour in English

Samstag, 17.08.2019, 11:00 – 16:00 Uhr
DigitalArts – Workshop
Anmeldung unter info@overbeck-gesellschaft.de

Samstag, 07.09. und 14.09.2019, jeweils 12:00 – 16:00 Uhr
OverBlick – Workshops für Kinder und Jugendliche
Anmeldung unter info@overbeck-gesellschaft.de

Sonntag, 08.09.2019, 11:00 Uhr und 14:00 Uhr
Next Avantgarde
Architekturführungen am Tag des offenen Denkmals
mit Ingo Siegmund, in Kooperation mit dem ArchitekturForum Lübeck

Donnerstag, 19.09.2019, 19:30 Uhr
Extraschicht – Gespräche mit dem Direktor

Samstag, 21.09.2019, 12:00 – 16:00 Uhr
Punkt und Linie zur Fläche – Comic-Workshop
Anmeldung unter info@overbeck-gesellschaft.de

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 3 €, ermäßigt 2 €
freier Eintritt für Mitglieder, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

Ort: Overbeck-Gesellschaft, Königstraße 11, Behnhausgarten, 23552 Lübeck
www.overbeck-gesellschaft.de

Foto © Foto Julie Wielandt


noch bis 22. September 2019

ERINNERUNG UND NEUANFANG
Das Hochofenwerksgelände – wie es war – wie es ist

Kühlturm © Industriemuseum Geschichtswerkstatt HerrenwykDie Anzahl der Menschen, die das Lübecker Hochofenwerk noch erlebten oder dort arbeiteten, in der Umgebung wohnten oder sonst einen Bezug zum Betrieb haben, wird immer geringer.

Vielen Menschen ist das Thema Industrialisierung nur noch aus Schulbüchern bekannt. Verbunden ist damit der Verlust von grundlegendem Wissen über Technik und Handwerk. Das führt dazu, dass man sich heute nicht mehr vorstellen kann, unter welchen schweren und gesundheitsschädigenden Bedingungen über Jahrzehnte gearbeitet werden musste.

In der Ausstellung werden alte Fotoaufnahmen von Werkseinrichtungen mit Aufnahmen von heutigen Ansichtigen gegenübergestellt. Heute gibt es kaum noch Relikte aus dieser Zeit.

Eine Chronik stellt die Entwicklung des Werkes dar von der Gründung über den Niedergang des Werkes bis hin zur heutigen Nutzung des Geländes.

Die Fragen nach dem Warum werden mit den wichtigsten Informationen beantwortet.

Die einzelnen Werkseinheiten des ehemaligen Hochofenwerkes Lübeck sind im Wesentlichen beschrieben. Als Kontrast dazu wird die jeweilige heutige Nutzung gezeigt.

Ein besonderes Augenmerk gilt der angrenzenden „Schlackenhalde“, der Deponie des Werkes, mit einer Betrachtung der heutigen Nutzung der Schlackenhalde als Naherholungsgebiet „Metallhüttenpark“.

Aus Anlass der Ausstellung hat der Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur e. V. ein Buch mit dem gleichnamigen Titel herausgegeben, dieses ist im Industriemuseum erhältlich.

Öffnungszeiten:
freitags 14:00 – 17:00 Uhr
samstags und sonntags 10:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Kinder und Jugendliche 6-15 Jahre 2 €, 16-18 Jahre 5 €

Ort: Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Kokerstraße 1-3, 23569 Lübeck
www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de

Foto © Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk


noch bis 27. September 2019

Neustadt aus allen Blickwinkeln
Gestern – Heute – Morgen

Ausstellung Neustadt aus allen Blickwinkeln Gestern - Heute - MorgenGemeinschaftsausstellung zum 775-jährigen Stadtjubiläum der Stadt Neustadt

Neustadt in Holstein ist in diesem Jahr 775 Jahre alt geworden. Vieles hat sich in dieser Zeit ereignet und die Stadt geformt.

Was bedeutet „Neustadt“ aber für die Menschen, die hier leben, was ist das Besondere an Neustadt, wie fühlt sich „Neustadt“ an, wie war es früher, wie ist es heute?

Mit diesen Fragen haben sich Neustädter Gruppen und Institutionen künstlerisch auseinandergesetzt – und Antworten gefunden: in einer großen Gemeinschaftsausstellung zeigen die „Alltagsmaler“ des Hans-Ralfs-Hauses, das zeiTTor – Museum der Stadt Neustadt in Holstein, die Ausstellungsgemeinschaft und Schülerinnen und Schüler der Jacob-Lienau-Schule und des Küstengymnasiums künstlerische Arbeiten, die Neustadt aus verschiedenen Blickwinkeln darstellen.

Die Organisatoren der Ausstellung, Anke Kessenich M.A. vom Hans-Ralfs-Haus der AMEOS Gruppe und Dr. Frank Wilschewski vom zeiTTor – Museum der Stadt Neustadt in Holstein, freuen sich über das Ergebnis. Es ist eine vielfältige und beeindruckende Bandbreite realistischer und abstrakter Arbeiten mit Ansichten von Stadtbild und Stadt aus verschiedenen Zeiten entstanden.

Besonders interessant ist der generationsübergreifende Ansatz dieser partizipativen Ausstellung, weil Neustadt auch aus dem Blickwinkel verschiedener Lebensalter der Künstlerinnen und Künstler betrachtet wird.

Öffnungszeiten:
montags bis donnerstags 09:00 Uhr – 16:00 Uhr
freitags 09.00 Uhr – 14:30 Uhr.
Weitere Termine sind nach Vereinbarung möglich.

Eintritt: frei

Ort: Hans-Ralfs-Haus für Kunst und Kultur, AMEOS Einrichtungen, Wiesenhof, 23730 Neustadt in Holstein


noch bis 28. September 2019

Summer of 69
Gartenausstellung des Willy-Brandt-Hauses Lübeck und des Günter Grass-Hauses

Summer of 69 – Gartenausstellung des Willy-Brandt-Hauses Lübeck © Olaf Malzahn/BWBSIm Sommer vor 50 Jahren reiste Günter Grass auf Wahlkampftour für Willy Brandt durch die Bundesrepublik.

Bis Ende September 2019 zeigen das Willy-Brandt-Haus und das Günter Grass-Haus eine gemeinsame Plakatausstellung im Museumsgarten: Mit „Summer of 69“ erinnern sie an den Wahlkampf des Sommers 1969.

Willy Brandt, Kanzlerkandidat der SPD, fand damals große Unterstützung durch zahlreiche Intellektuelle, Künstler und Journalisten. Allen voran: die Sozialdemokratische Wählerinitiative mit dem wortmächtigen Günter Grass an der Spitze.

Assistenz durch Dreinreden“, so Jörg-Philipp Thomsa, Leiter des Günter Grass-Hauses, lautete das Credo des Schriftstellers. Er und seine Mitstreiter gehörten zu den Wegbereitern des politischen und gesellschaftlichen Wandels, der mit dem „Machtwechsel“ 1969 möglich wurde: Zwanzig Jahre nach Gründung der Bundesrepublik konstituierte sich nach der Bundestagswahl vom 28. September 1969 erstmals eine sozialliberale Koalition, Willy Brandt wurde am 21. Oktober 1969 zum ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler gewählt.

Brandts Nähe zu Günter Grass und anderen Intellektuellen war außergewöhnlich“, erklärt Bettina Greiner, Leiterin des Willy-Brandt-Hauses Lübeck. Die Verbindung von „Geist und Macht“ war in der Geschichte der Bundesrepublik nie so eng wie in der Ära Brandt.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Willy-Brandt-Haus Lübeck, Königstraße 21, 23552 Lübeck
www.willy-brandt.de/haus-luebeck

Foto © Olaf Malzahn/BWBS


noch bis 30. September 2019

„Bauhaus in Timmendorfer Strand 1919“

Villa Gropius mit Gärtnerhaus links um 1900 in Timmendorfer StrandAm 09.08.2019 wird um 10 Uhr in der Gemeindebücherei Timmendorfer Strand die Ausstellung „Bauhaus in Timmendorfer Strand 1919. Glückliches Refugium und Ideen-Schmiede der großen Bauhaus-Meister“ eröffnet. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Bauhauses wurde diese Ausstellung von Hartmut Schwarz, der Gemeindebücherei und dem Gemeindearchiv konzipiert und gestaltet.

Walter Gropius war der Gründer des Staatlichen Bauhauses in Weimar. Zusammen mit seiner Ehefrau Ise Gropius und seinen Kollegen der Hochschule reiste er zwischen 1919 und 1932 nach Timmendorfer Strand. Dort besaß die Familie Gropius in der Strandallee eine Villa. Zu den Gästen zählten u. a. Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Marcel Breuer und Herbert Beyer.

Die Ausstellung besteht aus analogen und digitalen Modulen. Dazu gehören Tafeln mit Texten und Bildern, Objekte und interaktive Angebote. Zusätzliche Informationen bietet beispielsweise ein Quiz.

Fotos der Villa Gropius und von ihren Gästen, Skizzen sowie Einträge in das Gästebuch des Hauses geben Einblicke in das Refugium am Timmendorfer Strand.

Öffnungszeiten:
Montag und Donnerstag 14:30 – 18:00 Uhr
Dienstag, Mittwoch und Freitag 10:00 – 14:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Gemeindebücherei, Timmendorfer Platz 10, 23669 Timmendorfer Strand
Der Zugang ist barrierefrei.

www.timmendorfer-strand.de


noch bis 20. Oktober 2019

Schokolade –
Vom Trank der Götter zur süßen Verführung für alle

Schokolade Anzeige Fa. Kasseler 1907 © Weihnachtshaus HusumDie Geschichte der Schokolade beginnt bei den Azteken, die schon um 1500 aus Wasser, Kakao, Chili und Vanille ein berauschendes Gebräu herstellten und es Xokolatl nannten. Nach Europa kam die neue Frucht durch Christoph Kolumbus Anfang des 16. Jahr­hunderts. Bereits 1657 wurde in London das erste Schokoladencafé eröffnet.

Bis in Dresden die erste als Tafel ausgeformte Schokolade angeboten wurde, sollten noch gut 150 Jahre vergehen. Zunächst als kleine Blöcke mit Bruchrillen angeboten, wurde Schokolade später auch mittels Hohlformen gestaltet. Die älteste und später auch bedeutendste Firma wird von Anton Reiche in der Nähe von Dresden gegründet. Ihr Angebot umfasst Formen in einer Vielfalt an Modellen und Grüßen, wie man es sich heute kaum vorstellen kann.

Die Ausstellung vollzieht die Geschichte der Schokolade und ihrer Herstellung nach und zeigt Beispiele aus der vielfältigen Entwicklung von Formen und Verpackungen sowie der Schokoladen-Werbung. Verschiedene Schokoladenqualitäten, feinste handgeschöpfte Pralinen aus der Confiserie Lauenstein, der „Genussmanufaktur aus Franken“, Führungen mit Verkostung von Kakaobohnen und Heißer Schokolade vermitteln einen sinnlichen Eindruck der Vielfältigkeit dieses Genussmittels.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Kinder bis 6 Jahre frei
Kinder bis 14 Jahre 1,- €
Erwachsene 3,- €
Familien 7,- €
Gruppen ab 10 Pers. 2,50 € p.P.

Ort: Weihnachtshaus, Westerende 46, 25813 Husum
Tel. 04841-6685908 und 04841-83520
www.weihnachtshaus.info

Flyer Weihnachtshaus (pdf)

Foto © Weihnachtshaus Husum


noch bis 20. Oktober 2019

Sandskulpturen Ausstellung Travemünde
„Maritime Abenteuer“

Sandskulpturen-Festival Travemünde © TraveMediaTauchen Sie ein in eine einzigartige maritime Welt aus Sand:
Vom 11. Mai bis zum 20. Oktober 2019 können Besucher täglich von 10:00 – 18:00 Uhr eine der weltweit größten überdachten Sandskulpturen Ausstellungen in Lübeck-Travemünde besuchen.

Die Ausstellung befindet sich in großen Hallen auf dem Baggersand am Fischereihafen direkt neben der Travemünder Landstraße. Ein sechzig köpfiges Sandteam hat in großen Bootshallen auf 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche aus rund 10.000 Kubikmeter Spezialsand eine beeindruckende Sandwelt geschaffen. Unter dem Thema „Maritime Abenteuer“  werden rund 30 Bildszenen in über 100 Skulpturen präsentiert.

Themenschwerpunkte sind lokale und internationale Sagen und Geschichten rund um das Meer, sowie Einblicke in die griechische Mythologie und auf die Rolle des Meeres in Film und Fernsehen. Dabei darf der berüchtigte Pirat Klaus Störtebeker und seine Mannschaft natürlich nicht fehlen, ebenso wenig wie eine Horde Wikinger. Hinzu kommen Darstellungen aus der Natur wie Quallen, Kalmare, Rifffische und Seelöwen und die schaurigen Gestalten aus der Tiefe, wie ein Krake. Figuren aus der griechischen Mythologie, wie Poseidon und Neptun, tragen ihr erstes Gesicht ganz aus Sand und auf unsere kleinen Gäste warten bereits bekannte Charaktere aus Film und Fernsehen, wie Spongebob Schwammkopf, Arielle, die Meerjungfrau und der Clownfisch Nemo. Auch Jules Vernes „20.000 Meilen unter dem Meer“ und der berühmte Thriller „Das Boot“ wird in einzelnen Skulpturen dargestellt. Neben einem beeindruckenden Schiffsfrack, werden auch nautische Instrumente, Flaggen, Morsezeichnen, Seemannsknoten und die Geschichte der Ozeanografie in Sand geschnitzt. Natürlich dürfen das Herz und die Seele eines Schiffes nicht fehlen, sodass eine Schiffskombüse Einblick auf das Leben an Bord gibt.

Die Skulpturen haben eine Höhe von bis zu 10 Meter und bestehen aus einem ganz besonderen Sand und Wasser.

Wie ist es möglich, dass diese hohen Kunstwerke überhaupt solange stehen bleiben können?
Der Sand stammt von dem Kieswerken Ohle & Lau und dabei handelt es sich um einen besonders scharfkantigen und spitz körnigen Sand mit kleinen Quarz- und Lehmanteilen. Er lässt sich gut „stapeln“ und verdichten.

Als Mitte April die Boote zur See ausliefen, begann ein Aufbauteam vor Ort mit dem verdichteten der Sandmassen.  Egal, ob die Skulptur 16 Meter oder nur einen Meter hoch ist, das Prinzip ist immer dasselbe:
1. Loser Sand wird mit einem Radlader oder Telekran in eine Holzverschalung (eine sogenannte Malle) gefüllt. In dieser wird der Sand dann durch abwechselndes Anfeuchten und Stampfen mit Rüttlern, wie man sie aus dem Straßenbau kennt, verdichtet und komprimiert. So wird eine Sandschicht nach der anderen in die Malle gefüllt und gepresst. Höhe und Breite der Mallen sind dabei beliebig variierbar.
2. Der Zauber beginnt und die Künstler gehen ans Werk. Das „Schnitzen“ wird im englischem als „carven“ übersetzt. Die Künstler bzw. Carver müssen nun die Kunstwerke von oben nach unten herausschnitzen und dabei besonders auf Statik, Proportionen und Gewicht achten. Um die Proportionen richtig zu treffen, müssen sich die Carver noch vor dem ersten Schnitt die Skulptur in voller Größe vorstellen können. Hierzu gehört viel Erfahrung, die nur durch Übung und Training erlangt werden kann. Jeder Carver hat seine besonderen Stärken. So gelingen dem einen architektonische Bauten in höchster Perfektion, während ein anderer den Ausdruck in einem Gesicht absolut wirklichkeitstreu darstellen kann. Für die Grobarbeit werden Schaufeln verwendet, für die Details Maurerbesteck, Tonwerkzeuge, Pinsel und Strohhalme.
Anschließend heißt es für die Gäste der Sandskulpturen Ausstellung Travemünde: „Herzlich willkommen! Sie dürfen nun Staunen!“.

Dass ein Sandkorn nicht dem anderen gleicht, haben wir bereits erfahren, doch welche Rolle spielt Sand eigentlich in unserem Alltag?
Welche Bedeutung und Vielfalt steckt hinter dieser Ressource?
Während des Rundgangs können Besucher auf Informationstafeln Antworten auf viele Fragen rund ums Korn entdecken. Hinzu kommt eine Sammlung mit über 300 Sandarten, wobei sich das Sandteam natürlich über jeden interessierten Gast und über weitere Proben freut, um die Sammlung zu erweitern.

Nach einem Rundgang gelangen die Besucher dann in eine Kinderwelt, mit einem großen Sandkasten und jeglichen Werkzeugen die man benötigt, um eine erste Sandburg mit richtigem Skulpturensand zu bauen. Weiter geht es in eine gemütliche Gastronomie mit jeder Menge Platz zum Kaffee oder Tee trinken, Kuchen essen oder Suppe löffeln. Hier können die Gäste abschalten, die letzten Eindrücke Revue passieren lassen und spannende Details zur Ausstellung bei den Mitarbeitern hinterfragen. Sobald alle wieder gestärkt sind, kann es zur zweiten oder dritten Runde in die Sandwelt gehen. Die  Gastronomie des Sandskulpturen Ausstellung Travemünde hat täglich und im Rahmen der geregelten Öffnungszeiten für Gäste der Ausstellung geöffnet.
Mit der Eintrittskarte erhält zudem jeder Gast einen kleinen Rabatt auf verschiedene Kombinationen aus dem Angebot.

Die Sandskulpturen Ausstellung Travemünde ist ein Erlebnis für die gesamte Familie und ein sehenswertes Ausflugsziel für Groß und Klein!

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 9,50 €
Kinder 4 -14 Jahre 6,50 €
Rentner (65+) und Studenten 8,50 €
Familien (2 Erwachsene + 2 Kinder) 26,50 €
Familien (2 Erwachsene + 3 Kinder) 27,50 €
Familien (2 Erwachsene + 4 Kinder) 28,50 €
bei Gruppen ab 20 Personen erhält jeder Teilnehmer 1,- € Rabatt

Ort: Bootshallen am Fischereihafen, Auf dem Baggersand 17/Travemünder Landstraße, 23570 Lübeck-Travemünde
Parkplatz „Am Fischereihafen“ ganz in der Nähe!

www.sandskulpturen-travemuende.de

www.facebook.com/sandskulpturentravemuende


noch bis 30. Oktober 2019

A(R)TLANTIC
Jugendstil trifft moderne Kunst

ATLANTIC Grand Hotel TravemündeSkulpturen internationaler Künstler im Hotelgarten des ATLANTIC Grand Hotel Travemünde

Vom 18. Mai bis 30. Oktober verwandelt sich das ATLANTIC Grand Hotel Travemünde zur Kunstgalerie. Unter dem Motto A(R)TLANTIC stellen drei Galerien ihre Kunstwerke aus. Die renommierte Skulpturengalerie Sylt, dieKUNSTWERKerin sowie die Shona Galerie präsentieren im historischen Ambiente des Grand Hotels Kreationen aus aller Welt.

»Fotogalerie 2019«

Anette Voelmy – Skulpturengalerie Sylt
Junge Kunst aus dem Süden Afrikas im altehrwürdigen Ambiente eines Grand Hotels. Für diesen reizvollen Kontrast sorgt die Sylter Galeristin Anette Voelmy. Jedes Jahr reist sie nach Simbabwe, um neue Künstler und Skulpturen für Ihre Ausstellungen zu entdecken. Darüber hinaus hat Anette Voelmy den Verein rufaro e.V. ins Leben gerufen, um den Menschen in Simbabwe etwas zurück zu geben. So sind in den letzten Jahren zwei Schulen für 650 Kinder entstanden.

Thomas Kuhse – Galerie Shona
Die Galerie Shona zeigt Werke von renommierten Künstlern aus Simbabwe, die von Bildhauern der „Ersten Generation“ beeinflusst wurden. Die zeitgenössische Shona-Bildhauerei ist stark von europäischen Einflüssen geprägt, sie hat aber ihren eigenen, ausdrucksvollen Charakter entwickelt. Diese Art der Bildhauerei ist nicht traditionell verankert, sondern als reine Kunstform, quasi als „l´art pour l´art“ entstanden. Daher grenzt sie sich auch gegenüber traditioneller afrikanischer Kunst ab.

Ninette Mathiessen – dieKUNSTWERKerin
Ninette Mathiessen ist Galeristin und Künstlerin zugleich. In der Galerie dieKUNSTWEKerin werden Werke internationaler Künstler sowie Werke von Ninette Mathiessen ausgestellt. Besonders bekannt ist die Künstlerin für die Serie „FISH &SHIPS“ und ihre maritimen Bilder. Mit grob gespachtelten Hintergründen und einem schnellen Messerstrich ist der Stil von Ninette Mathiessen vom „Shabby Look“ beeinflusst. Seit 2011 sind ihre Malereien auf zahlreichen Ausstellungen zu bewundern, in diesem Jahr sind sie auch in der A(R)TLANTIC Kunstgalerie zusehen.

Öffnungszeiten:
täglich

Eintritt: frei

Ort: ATLANTIC Grand Hotel Travemünde, Hotelgarten, Kaiserallee 2, 23570 Lübeck-Travemünde
www.atlantic-hotels.de/grand-hotel-travemuende


noch bis Oktober 2019

Schokolade –
Vom Trank der Götter zur süßen Verführung für alle

Schokolade Anzeige Fa. Kasseler 1907 © Weihnachtshaus HusumDie Geschichte der Schokolade beginnt bei den Azteken, die schon um 1500 aus Wasser, Kakao, Chili und Vanille ein berauschendes Gebräu herstellten und es Xokolatl nannten. Nach Europa kam die neue Frucht durch Christoph Kolumbus Anfang des 16. Jahr­hunderts. Bereits 1657 wurde in London das erste Schokoladencafé eröffnet.

Bis in Dresden die erste als Tafel ausgeformte Schokolade angeboten wurde, sollten noch gut 150 Jahre vergehen. Zunächst als kleine Blöcke mit Bruchrillen angeboten, wurde Schokolade später auch mittels Hohlformen gestaltet. Die älteste und später auch bedeutendste Firma wird von Anton Reiche in der Nähe von Dresden gegründet. Ihr Angebot umfasst Formen in einer Vielfalt an Modellen und Grüßen, wie man es sich heute kaum vorstellen kann.

Die Ausstellung vollzieht die Geschichte der Schokolade und ihrer Herstellung nach und zeigt Beispiele aus der vielfältigen Entwicklung von Formen und Verpackungen sowie der Schokoladen-Werbung. Verschiedene Schokoladenqualitäten, feinste handgeschöpfte Pralinen aus der Confiserie Lauenstein, der „Genussmanufaktur aus Franken“, Führungen mit Verkostung von Kakaobohnen und Heißer Schokolade vermitteln einen sinnlichen Eindruck der Vielfältigkeit dieses Genussmittels.

Öffnungszeiten:
täglich 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt:
Kinder bis 6 Jahre frei
Kinder bis 14 Jahre 1,- €
Erwachsene 3,- €
Familien 7,- €
Gruppen ab 10 Pers. 2,50 € p.P.

Ort: Weihnachtshaus, Westerende 46, 25813 Husum
Tel. 04841-6685908 und 04841-83520
www.weihnachtshaus.info

Flyer Weihnachtshaus (pdf)

Foto © Weihnachtshaus Husum


noch bis 02. November 2019

„Das Tor zur Hölle“ –
Island-Karten aus fünf Jahrhunderten

alte Landkarte der Arktis © Eutiner Landesbibliothek„… das Tor zur Hölle“ – so lautet der Titel der Ausstellung mit Landkarten aus fünf Jahrhunderten über die Insel Island und das sie umgebende Meer. Wo heute noch Feen und Elfen wohnen sollen, vermutete man nämlich im Mittelalter und noch im 17. Jahrhundert den Eingang zur Hölle.

Auf historischen Landkarten ist sehr schön zu sehen, welche Bedeutung die Vulkane, allen voran die Hekla, für das Bild von Island hatten, das man sich über die Jahrhunderte auf dem Kontinent gemacht hat. Die Sammlung von Island-Karten in der Eutiner Landesbibliothek stammt aus der Privatsammlung des Hamburger Kartenliebhabers und Kartensammlers Oswald Dreyer-Eimbcke und ist in Deutschland und Europa eine der bedeutendsten Kollektionen historischer Landkarten über die Insel im Nordatlantik. Die Schönheit und den Wert die ausgestellten Landkarten verdeutlicht der Ausstellungskatalog, in dem die einzelnen Stücke eingehend beschrieben sind. In diesem Katalog findet sich auch ein umfangreicher Teil mit Texten über Island aus ebenfalls fünf Jahrhunderten, der nachvollziehen lässt, wie sich die Vorstellungen über Island im Laufe der Zeiten veränderten.

Begleitprogramm:

Am Donnerstag, 26. September, und Donnerstag, 17. Oktober 2019, gibt es jeweils um 15:30 Uhr eine Kinder- und Jugendführung durch die Ausstellung. Unter dem Motto „Als Island noch das Tor zur Hölle war…“ unternimmt Esther Dörrhöfer gemeinsam mit Kindern von 8 bis 12 Jahren eine Reise zu den Anfängen der Kartographie und der Reiselust Islands. Von den Zeiten, als man den Vulkan Hekla noch als ein Tor zur Hölle fürchtete und das Meer um die Inseln von gefährlichen Seeungeheuern bevölkert glaubte, bis in das Land der faszinierenden Gletscher und Geysire führt die spannende Reise.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Auf die Ausstellung abgestimmt ist außerdem eine Veranstaltung der Volkshochschule. Am Donnerstag, 24. September, und am Mittwoch, 30. Oktober 2019, wird Prof. Dr. Axel E. Walter im Lesesaal der Landesbibliothek ein zweiteiliges Seminar zur Literatur aus Island halten.
Die Seminare beginnen jeweils um 19 Uhr und dauern eineinhalb Stunden.
Das erste Seminar wird einen Überblick über die isländische Literatur geben, das zweite wird einige ausgewählte Werke isländischer Autorinnen und Autoren näher vorstellen.
Der Kurs ist – einzeln oder für beide Veranstaltungen – über die Volkshochschule Eutin zu buchen und kostet insgesamt 10,40 €.

Der 24. Oktober 2019 ist deutschlandweit der Tag der Bibliotheken. An diesem Tag wird in Zusammenarbeit zwischen der Kreisbibliothek und der Landesbibliothek auch das Island-Thema wieder eine Rolle spielen. Um 17:00 Uhr bietet Prof. Dr. Axel E. Walter eine Führung durch die Island-Ausstellung an.
Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, muss um eine rechtzeitige Anmeldung gebeten werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Schließlich findet am Dienstag, 29. Oktober 2019, um 19:30 Uhr in der Eutiner Landesbibliothek als Abschlussveranstaltung ein Vortrag von Dr. Annika Reintges vom Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel statt, in dem der Klimawandel im subpolaren Atlantik und insbesondere auf (und um) Island und Grönland thematisiert wird. Auf diese Weise kann das in der Ausstellung entworfene ‚Bild‘ von Island, das auf historischen Landkarten über die Jahrhunderte nachzuvollziehen ist, mit dem drängendsten Problem unseres Planeten, dem Klimawandel, kontrastiert werden, der in der nordatlantischen Region bereits sichtbare Spuren hinterlassen hat. So ist beispielsweise auf Island in diesem Sommer der erste Gletscher verschwunden.
Auch diese Veranstaltung ist kostenlos.

Öffnungszeiten:
dienstags und freitags 09:30 – 18:00 Uhr
mittwochs und samstags 09:30 – 13:00 Uhr
donnerstags 09:30 – 19:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
www.lb-eutin.de

Foto © Eutiner Landesbibliothek


noch bis 03. November 2019

Hochstapler, Trunkenbolde, Schnüffler – VERRÜCKTE SCHMETTERLINGE
Eine Fotoausstellung von Ingo Arndt

Der „Hochstapler“ (Sesia apiformis) = Hornissen-Glasflügler © Ingo ArndtIn der Ausstellung „Hochstapler, Trunkenbolde, Schnüffler – VERRÜCKTE SCHMETTERLINGE“ zeigt der international renommierte Naturfotograf Ingo Arndt Spannendes und Verrücktes aus der Welt der Schmetterlinge. Lübeck ist der erste Ausstellungsort.

Für die Fotos seiner neuesten Ausstellung verbrachte er zusammen mit seiner Frau Silke Arndt Monate in den unterschiedlichsten Ländern und auf mehreren Kontinenten. Manche Bilder der Ausstellung entstanden aber auch direkt vor der eigenen Haustür.

Mit seinen Bildern möchte Ingo Arndt Emotionen wecken und den Reichtum der Natur vor Augen führen. Er macht komplexe ökologische Zusammenhänge sichtbar und dokumentiert das Verhalten von Tieren in perfekten Bildern.

Öffnungszeiten:
Di – Fr 09:00 – 17:00 Uhr
Sa – So 10:00 – 17:00 Uhr
montags geschlossen
01. Mai: geöffnet, Himmelfahrt: geöffnet, Pfingstsonntag: geöffnet, Pfingstmontag: geöffnet, 03. Oktober: geöffnet

Eintritt: Erwachsene 6 €, Ermäßigte 3 €, Kinder 2 €

Ort: Museum für Natur und Umwelt, Musterbahn 8, 23552 Lübeck
www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

www.ingoarndt.com

Foto © Ingo Arndt


noch bis 03. November 2019

KREISRUND MIT KANTE
Porzellan und Grafik von Karin Bablok

Karin Bablok Porzellanunikat 2017 Foto © M. WurzbachIn der Zeit vom 23. August bis 3. November 2019 zeigt das Ostholstein-Museum mit einer großen Zahl an Porzellanarbeiten und  Tuschezeichnungen der Hamburger Keramikerin Karin Bablok einen umfassenden Einblick in das langjährige Schaffen der international erfolgreichen Künstlerin, deren Schwerpunkt auf dem gedrehten Porzellangefäß liegt – als künstlerischem Ausdrucksmittel oder auch als nutzbarem Gegenstand.

Seit über 20 Jahren entstehen vor allem hauchdünne, transluzente Unikate, die in der Regel mit schwarzem Pinselstrich bemalt und charakteristisch im Werk der Künstlerin sind. Die Formgebung der Objekte ist bestimmt von gestalterischer Feinheit, Linearität und formaler Klarheit, selbst wenn Kanten das Gefäß in seiner rotationssymmetrischen Wirkung unterbrechen und die Asymmetrie scheinbar der Ausgewogenheit entgegensteht. Mit der Bemalung ihrer Gefäße schafft Karin Bablok eine Verbindung von Formgestaltung und Malerei, die nicht allein die Außenseite des Objektes, sondern auch das Innere umfasst. Die Spannbreite reicht hier von rein geometrischen Formen und Linien bis hin zu kraftvoll-expressiven Pinselstrichen, Punkten und Flächen.

Für eine weitere Werkgruppe dreht Karin Bablok Gefäße mit zart eingefärbten Massen, bei denen vor allem die Farbkombinationen und deren Wirkung im Vordergrund stehen.

Seit einigen Jahren greift die Künstlerin die Beschäftigung mit Farbe und Pinsel auch in Tuschezeichnungen auf Papier auf.

Karin Bablok, geboren 1964 in Donauwörth, lebt in Hamburg und betreibt ein Werkstattatelier im Vorderhaus des denkmalgeschützten Schulhauses Allermöhe. Mehrere Aufenthalte in Asien und eine Lehrtätigkeit in Korea haben ihre Kunst nachhaltig geprägt. Mit ihren Arbeiten ist sie auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland sowie öffentlichen Sammlungen vertreten.

Begleitend zur Ausstellung findet am Sonntag, den 06. Oktober 2019, um 11:30 Uhr eine Künstlerführung statt.
Am Dienstag, den 29. Oktober 2019, um 19:30 Uhr erläutert Karin Bablok in ihrem Bildervortrag „Nicht nur schwarz-weiß?“ ihren künstlerischen Werdegang, die Besonderheiten ihrer Porzellanunikate und die Einflüsse auf ihr Schaffen.

Öffnungszeiten:
dienstags – freitags 11:00 – 17:00 Uhr
samstags, sonntags und feiertags 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © M. Wurzbach


noch bis 10. November 2019

„Ins Blaue! Natur in der Literatur“

Vom 05. Juli bis 10. November 2019 ist im Buddenbrookhaus eine Ausstellung des Literaturhauses München mit dem schönen Titel „Ins Blaue! Natur in der Literatur“ zu sehen, die alle Sinne anspricht.

In Kunst-Naturräumen sind Texte berühmter Autoren von Ovid bis in die Gegenwart in einem neuen Kontext zu entdecken. In der Literatur erscheint Natur oftmals verspielt, unheimlich, verführerisch – und aus heutiger Sicht manchmal auch sehr kitschig.

Die Besucher:innen sind eingeladen, sich auf eine Reise durch 2.500 Jahre Natur in der Weltliteratur und damit „Ins Blaue!“ zu begeben. Räume können wie Poesie betreten werden; auf Blütenstelen schwankend sind Texte von Goethe, Ingeborg Bachmann, Musil, Gertrude Stein und natürlich Thomas Mann kreativ arrangiert.

Von Natur kann aber nicht nur gelesen werden, Besucher:innen können sie auch hören, ertasten und schmecken. So gibt es beispielsweise eine Kräuterstation, einen vollkommen abgedunkelten Raum, in dem man dem Ruf eines Käuzchens lauschen kann, während man barfuß über ein Kiesbett wandelt, oder ein mit Kunstrasen bepflanztes Himmelbett – Probeliegen ausdrücklich erwünscht!

Weiter veranschaulicht wird das Thema durch Gemälde, Fotografien, Postkarten oder Zeichnungen. Als Highlights gelten dabei Hermann Hesse als Nacktkletterer, Franz Kafka als Skifahrer oder Eduard Mörike als Bastler.

Darüber hinaus warten persönliche „Naturstücke“ zeitgenössischer Autoren darauf, entdeckt zu werden: ein räudiges Tierchen, Torf, Käfer, ein Glas Staub, eine Fliegenklatsche und Korallenschmuck sind exklusiv in der Ausstellung zu sehen, wandern jedoch gleich im Anschluss wieder in die geheimen Fächer der Autoren und Autorinnen zurück.

Ins Blaue! Natur in der Literatur“ ist die letzte Sonderausstellung im Buddenbrookhaus vor dessen Umbau.

Begleitprogramm
Begleitet wird die Ausstellung von zahlreichen spannenden Events. Bis November sind Workshops beispielsweise zum Thema Blaudruck oder nature writing geplant, ebenso wie ungewöhnliche Führungen, bei denen die sinnliche Welt der Natur und Poesie buchstäblich mit allen Sinnen erlebt werden oder auf denen man sich zusammen mit seinem Hund auf einen literarischen Spaziergang auf den Spuren interessanter Vierbeiner durch die Lübecker Altstadt begeben kann.
Mit dem Angebot „KunstImPuls“ richtet sich das Buddenbrookhaus zudem speziell an demenzkranke Menschen. Diese haben die Gelegenheit, sich die Ausstellung in ruhiger, geschützter Atmosphäre zusammen mit einer speziell ausgebildeten Kulturgeragogin zu erschließen und die vielfältigen, sinnlich erfahrbaren Impulse zu nutzen, um eigene Assoziationen und Erinnerungen anzuregen.

Führungen
Mit allen Sinnen“ Sonntag 04. August 2019, 01. September 2019, 06. Oktober 2019, 03. November 2019, jeweils 15 Uhr, 11 €, ermäßigt 7,50 €, Kinder 6,50 €

Von Hunden und Menschen“, Samstag, 14. September und 12. Oktober 2019, 11 Uhr, 13 €, ermäßigt 9,50 €, Kinder 8,50 €, Hunde frei

Workshop
Einfach mal blau machen“ Cyanotopie-Workshop, Sonntag, 11. August und 22. September 2019, 14 Uhr, 25 €, ermäßigt 21,50 €, Kinder 20,50 € inklusive Materialkosten, Führung und Eintritt

Veranstaltungen
Aufbrüche XXIV Musik zu einem Aufbruch ins Blaue, Freitag, 25. Oktober 2019, 19:30 Uhr, 4 €

nature writing Lesung und Gespräch mit Lola Randl und Verleger Dr. Andreas Rötzer von Matthes und Seitz zu Mensch, Natur und Schreiben, Donnerstag, 07. November 2019, 19:30 Uhr, 9 €, ermäßigt 7 €

Buchbare Angebote
Blauer als du denkst“ Ausstellungsgespräch mit Kreativteil für Schulklassen, Dauer 90 Minuten, 60 Euro zzgl. 2,50 € Eintritt pro Schüler*in

KunstImPuls – für Menschen mit Demenz Dauer 90 Minuten, 11 Euro pro Person inkl. Eintritt im Gruppenverband

Museumsnacht
Die 19. Lübecker Museumsnacht am 31. August wird um 18 Uhr auf der Gartenbühne direkt vor dem Buddenbrookhaus eröffnet. 18.30, 20 und 22.30 Uhr: „12 Meter Hase“ macht blau – Impro-Theater vom Feinsten auf der Gartenbühne

19 Uhr im Gewölbekeller: PROJECT PITCH – Vortrag zum Thema Ökologie

Familienprogramm zur Museumsnacht
15 Uhr: Das Kinder- und Jugendkulturhaus „Röhre“ präsentiert Arbeiten zum Thema „Blau“. Vernissage der Ausstellung in der Mengstraße 6
16 – 18 Uhr: Blaue Bastelaktion im temporären Garten vor dem Buddenbrookhaus

Öffnungszeiten:
täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, 23552 Lübeck
www.buddenbrookhaus.de


noch bis 16. Februar 2020

»Grass, Kehlmann und die Welt des Barocks«

time after time © Ori Gersht»Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben.« (Günter Grass)

Ist tatsächlich vergangen, was vor Jahrhunderten geschah?
Berühren uns Themen, mit denen sich Künstler und Autoren vor langer Zeit beschäftigt haben, heute nicht mehr?

Das Günter Grass-Haus lässt die Welt des Barocks aufleben und fragt, was die Probleme und Gedanken von damals aktuell für uns bedeuten können.

Die Ausstellung »Grass, Kehlmann und die Welt des Barocks« wagt einen Ritt durch die Jahrhunderte und führt die Besucher vom Dreißigjährigen Krieg über die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute – in die Zeit des syrischen Bürgerkriegs.

Im Zentrum stehen die Erzählung »Das Treffen in Telgte« von Günter Grass und der Roman »Tyll« von Daniel Kehlmann. Beide Autoren blicken in ihren Werken zurück in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts, als in Europa ein verheerender Kampf um Glaube und Macht geführt wird.

Günter Grass lässt Barockdichter wie Gryphius oder Grimmelshausen 1647 in einem kleinen Ort nahe Osnabrück zusammenkommen. Sie diskutieren, lesen, streiten, beklagen die Schrecken des Krieges – zugleich wird geschlemmt, gezecht und geliebt.

Das fiktive Dichtertreffen spiegelt Themen und Mitglieder der Gruppe 47. Dieser Kreis von Schriftstellern, Kritikern und Verlegern, zu dem auch Günter Grass zählt, prägt das literarische Leben in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich.
Die Autoren sehnen sich nach Frieden und kulturellem Aufbruch. In der Pflege der deutschen Sprache sehen sie ihre wichtigste Aufgabe ebenso wie darin, den kulturellen Austausch über territoriale und religiöse Grenzen hinweg zu fördern – 1947 wie schon 300 Jahre zuvor.

»Der Krieg war bisher nicht zu uns gekommen.« (Daniel Kehlmann)
In Daniel Kehlmanns Roman »Tyll« zieht der bekannte Narr, Schausteller und Provokateur Tyll Ulenspiegel durch das vom Dreißigjährigen Krieg verwüstete Land. Er begegnet Figuren wie dem exilierten »Winterkönig« von Böhmen, dem melancholischen Henker Tilman oder dem sprechenden Esel Origenes. Kehlmann beschwört ein schrecklich-schönes Welttheater, in dem das Leben eine Bühne ist, auf der jeder nur seine Rolle spielt – und das unserer heutigen Welt nicht unähnlich ist.

Die Ausstellung ist in drei Zeitwelten 1647, 1947 und 2017 eingeteilt, in denen in Wort und Schrift symbolhaft die Zerstörung der für den jeweiligen Krieg bedeutenden Städte Magdeburg, Dresden und Aleppo im Mittelpunkt stehen. In diesen Bereichen sind unter anderem Originalmanuskripte von Günter Grass und Daniel Kehlmann zu sehen.

Highlight der Sonderausstellung ist eine in der Mitte arrangierte Barocktafel, ein Stilleben, das in all seiner opulenten Pracht das Vanitas-Motiv des 17. Jahrhunderts aufgreift, die Idylle mittels der darin eingebetteten Videokunst des israelischen Künstlers Ori Gersht, die eine in tausend Teile explodierende Blumenvase zeigt, jedoch gleich wieder zerstört und damit das im Barock stets präsente Thema der Vergänglichkeit auf eine zeitgenössische Weise verarbeitet.

Anhand von Beispielen in den Werken von Grass und Kehlmann soll darüber hinaus der Frage nachgegangen werden, wie die Epoche des Barock in der Postmoderne rezipiert wurde.

Öffnungszeiten: 
01.04. – 31.12.: Montag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03.: Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder und Jugendliche (6-18) 2,50 €

Ort: Günter Grass-Haus, Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck
www.grass-haus.de

Foto © Ori Gersht


01. September 2019

Vernissage
KERZEN UND MEHR – WACHS IN MEINER HAND
Schwester Veronika Scharnberg
OSB aus der Benediktinerinnenabtei Burg Dinklage
Ausstellung 01.–08.09.2019

Schwester Veronika Scharnberg OSB aus der Benediktinerinnenabtei Burg DinklageDurch die Hand der Künstlerin entfalten sich aus Kerzen und Wachs facettenreiche und ausdrucksstarke Kunstwerke, die eindrucksvoll und nachhaltig sind.

Veronika Scharnberg ist ausgebildete Grafikerin. Sie besitzt eine wunderbare Gestaltungsgabe und die Fähigkeit, religiöse oder weltliche Bilder auf kleinstem Raum – hier auf die flache Wölbung einer Kerze – zu applizieren.  Ebenso vielschichtig ist ihre Gestaltung großflächiger Wachsbilder, deren Dreidimensionalität und Farbigkeit große Strahlkraft besitzen. Ihre Aquarelle und Zeichnungen besitzen eine starke Individualität und enorme farbige Lebendigkeit, die aus einer religiösen Herkunft häufig in abstrakte Perspektiven weisen können.

Bekannt ist in Lübeck die von der Künstlerin für die Seligsprechung der vier Märtyrer gestaltete Viererkerze in der Krypta der Herz–Jesu–Kirche zu Lübeck in der Parade.

Die von Veronika Scharnberg gestalteten Kerzen stellen auch einen nicht unbedeutenden Wirtschaftszweig des Klosters Burg Dinklage dar.

Öffnungszeiten:
täglich 14:00 – 18:00 Uhr

Samstag 19:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kunsttankstelle, Wallstr. 3-5, 23560 Lübeck
www.defacto-art.de

www.abteiburgdinklage.de


08. September 2019

Vernissage
Friedel Anderson
Malerei und Grafik 2014-2019
Ausstellung 08.09.-24.11.2019

Friedel Anderson, 26.10.18 III, 2018, Öl auf Leinwand, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019Nach einer sehr erfolgreichen Ausstellung in 2012 widmet sich das Ostholstein-Museum erneut dem malerischen und grafischen Schaffen des schleswig-holsteinischen Künstlers Friedel Anderson und zeigt nun unter dem Titel Malerei und Grafik 2014-2019 aktuelle Leinwand- und Papierarbeiten aus den vergangenen fünf Jahren.

In der Wahl des Motivs ist sich Friedel Anderson durch die Jahre treu geblieben: Noch immer sind es Stadt- und Hafenansichten, Reisebilder und Landschaften, Stillleben von einzelnen Alltagsgegenständen und Interieurs, die sein künstlerisches Werk bestimmen. Dabei hat er stets einen besonderen Blick für das unaufgeregte, in seiner Einfachheit bestechende Motiv. Dieses hält er in einem dem Realismus verpflichteten Malstil auf der Leinwand fest, der jedoch auf besondere Weise eine feine, atmosphärische Wirkung entfaltet, die charakteristisch für den Künstler und sein Werk ist. Als Freiluftmaler wählt Friedel Anderson Ausschnitte eines Ganzen, die dem Betrachter auf den ersten Blick alltäglich erscheinen, in der Umsetzung jedoch das Besondere des Augenblicks näher bringen.

Der Maler behält in der künstlerischen Wiedergabe stets den Blick für das Wesentliche, lässt seine vor Ort und unter freiem Himmel gesammelten Erfahrungen und Empfindungen in die malerische Darstellung scheinbar ungefiltert einfließen und vermittelt dem Betrachter damit das Gefühl, sowohl physisch als auch emotional Teil des Ganzen zu sein.

Friedel Anderson, geboren 1954, lebt und arbeitet seit vielen Jahren als freischaffender Künstler in Itzehoe. Er war lange Zeit aktives Mitglied der Künstlergruppe der Norddeutschen Realisten und gehört zu den führenden zeitgenössischen Malern Schleswig-Holsteins, wovon zahlreiche Ausstellungen in norddeutschen Museen und Galerien sowie verschiedene Auszeichnungen zeugen. So erhielt er beispielsweise im Frühjahr 2011 für seine künstlerischen Leistungen gemeinsam mit Klaus Fußmann, Peter Nagel und Tobias Duwe den Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein, 2014 veranstalteten die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen Schloss Gottorf eine vielbeachtete retrospektivische Ausstellung zum Schaffen Friedel Andersons anlässlich seines sechzigsten Geburtstages.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog.

Der Künstler ist zur Eröffnung anwesend.

Nach der Begrüßung durch den Landrat Reinhard Sager vom Kreis Ostholstein wird Herr Björn Engholm, Lübeck, in die Ausstellung einführen.
Musikalisch wird die Eröffnung von der Kreismusikschule Ostholstein begleitet.

Öffnungszeiten:
01. April bis 31. Oktober:
dienstags – sonntags, feiertags 11:00 – 17:00 Uhr
01. November bis 31. Januar:
dienstags – freitags: 14:00 – 17 Uhr
samstags, sonntags, feiertags: 11:00 – 17:00 Uhr

Sonntag 11:30 Uhr

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 3,00 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © VG Bild-Kunst, Bonn 2019


15. September 2019

Vernissage
„Max Liebermann und Hans Meid. Schwarz auf Weiß“
Ausstellung 15.09.2019–05.01.2020

Max Liebermann – Selbstbildnis – Kniebildnis 1906 © die Lübecker Museen – Museum Behnhaus Drägerhaus und Hans Meid – Selbstbildnis © Stiftung Stadtmuseum BerlinAb Sonntag, 15. September 2019, lädt das Museum Behnhaus Drägerhaus zu einer Sonderausstellung ein, die in ihrer Kombination auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint:
Unter dem Titel „Schwarz auf Weiß“ werden die eindrucksvollsten Grafiken von Max Liebermann und Hans Meid zusammengeführt und präsentiert, ergänzt durch ausgewählte Gemälde und Aquarelle.

Die Gegenüberstellung dieser beiden Künstler ermöglicht zweierlei: Max Liebermann, der als Maler des deutschen Impressionismus berühmt ist, zeigt sich von seiner weniger bekannten Seite, als Grafiker. Seinen um eine Generation jüngeren Zeitgenossen Hans Meid gilt es für viele Besucher hingegen ganz neu zu entdecken.

Was Liebermann und Meid verbindet, ist die mit ca. 500 (Liebermann) bzw. ca. 600 (Meid) Nummern staunenswerte Quantität ihres jeweiligen grafischen Werkes. Doch trotz Überschneidung bestimmter Sujets wie Reitern im Tiergarten, Ausflugslokalen oder Badenden sind fundamentale Unterschiede nicht zu übersehen.

Liebermanns Radierungen stehen in enger Beziehung zu seiner Malerei, sind geradezu Ableitungen in einer immer stärker sich verkürzenden zeichnerischen Sprache davon. Und dem impressionistischen Modell der „Malerei des modernen Lebens“ stand nicht nur der Realist, sondern auch der Impressionist Liebermann wesentlich näher als Meid, dessen Ikonografie einer Welt jenseits der Realität entspringt und der sich eher im expressiven Pathos des Barock, in der überschwänglichen Lebensfreude des Rokoko wie in der existenziellen Abgründigkeit der Romantik zuhause fühlte.

In fünf Kapiteln zeigt die Ausstellung Verbindungen und Gegensätze beider Künstler auf:

1. Max Liebermann und Holland
Die „Malheimat“ Holland war nicht nur prägend für Liebermanns Motive. Auch zur Druckgrafik kam er vor allem durch die Anregungen seiner niederländischen Künstlerfreunde.

2. Hans Meid und Italien
Hans Meid orientierte sich hingegen zeitlebens nach Italien, wo er seine Motive für historische, dramatische und nächtliche Szenen fand.

3. Kriegszeit
Eine Verbindung beider Künstler brachte der Erste Weltkrieg, als Liebermann und Meid Illustrationen für Paul Cassirers Künstlerflugblätter „Kriegszeit“ schufen.

4. Illustrationen
Ebenfalls für den Verlag von Paul Cassirer illustrierten Liebermann und Meid Mitte der 1920er Jahre Goethe Gedichte. Auch mit Darstellungen biblischer Szenen befassten sich beide Künstler. Meid, der eigentliche Illustrator, schuf zudem größere Bildzyklen, etwa zum Othello oder Don Juan.

5. Impressionismus in Schwarzweiß
Der Hauptteil der Ausstellung ist den Blättern beider Künstler vorbehalten, in denen das Sonnenlicht durch Bäume fällt und Reiter in Alleen, Menschen in Wirtshausgärten oder Badende am See in flirrendes Helldunkel taucht. „ Es ist eine beeindruckende Entdeckung, dass Impressionismus auch in Schwarz und Weiß möglich ist und Licht und Atmosphäre mit wenigen Strichen einzufangen sind“, so Kultursenatorin Kathrin Weiher.

Die Ausstellung bietet mit insgesamt 122 Werken, darunter 5 Gemälden Liebermanns, zahlreiche bekannte Motive und Sujets. Vor allem aber lädt sie zur Entdeckung von Neuem ein, nicht zuletzt dem Werk von Hans Meid.“, so der Leiter des Museums Behnhaus Drägerhaus, Dr. Alexander Bastek.

Eine große Zahl an Leihgaben kommt von der Stiftung Stadtmuseum Berlin, die als Kooperationspartner für dieses Ausstellungsprojekt gewonnen werden konnte. Maßgeblich gefördert wird die Ausstellung durch die Hans-Meid-Stiftung, deren Vorsitzende Prof. Dr. Dominik Bartmann und Dr. Paul Franken den wesentlichen Impuls zu dieser Ausstellung gaben.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der für 19,90 € im Museumsshop und über den Michael-Imhof-Verlag erhältlich ist.

Vernissage:
Die Ausstellung wird am Sonntag um 11:30 Uhr eröffnet. Es sprechen Senatorin Kathrin Weiher sowie Dr. Paul Franken, Vorstand der Hans-Meid-Stiftung.
Eine Einführung in die Ausstellung gibt Museumsleiter Dr. Alexander Bastek.

Begleitprogramm:

Führungen:
Öffentliche Führung jeden Sonntag, 11:30 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt
Mittagsführungen 09. Oktober, 13. November und 11. Dezember, 12:00 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt
Abendführungen 19. September, 17. Oktober, 21. November und 19. Dezember, 17:00 Uhr, 4 € zzgl. Eintritt

Workshop:
„Alles geritzt“ Druckgrafik-Workshop für Kinder ab 10 Jahren. Ausgestattet mit Radiernadel und Druckpresse werden unter Anleitung Bilder der liebsten Freizeitvergnügen gestaltet.
Samstag, 05. Oktober, 14:00 Uhr, 11 €, Anmeldung bis 03. Oktober 2019 erbeten unter Kasse Behnhaus, Telefon: 0451 1224148, behnhaus@luebeck.de

Buchbares Angebot für Schulklassen:
Kunst und Krieg Ausstellungsgespräch – nach Wunsch mit Flugblatt-Workshop
Thematisiert werden die unterschiedlichen künstlerischen und gesellschaftspolitischen Positionen der beiden Künstler zum Ersten Weltkrieg anhand ihrer in der Zeitschrift „Kriegszeit“ veröffentlichten Grafiken. Optional kann ein Kreativteil mit Gestaltung eines modernen Flugblatts angefügt werden.
Dauer: 60 Minuten, mit Kreativteil 90 Minuten, Preis: 30 €/45 € zzgl. 1,50 € pro SchülerIn (2 Begleitpersonen frei)
Information und Buchung bei Esther-Maria Rittwagen, Tel. 0451 1224260, esther-maria.rittwagen@luebeck.de

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12. Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03. Dienstag – Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr

Sonntag 11:30 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €

Ort: Museum Behnhaus Drägerhaus, Königstraße 9-11, 23552 Lübeck
www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

Foto Max Liebermann © die Lübecker Museen – Museum Behnhaus Drägerhaus/Hans Meid © Stfiftung Stadtmuseum Berlin


15. September 2019

Vernissage
Iris Frahm
Facetten des Lebens
Ausstellung 15.–22.09.2019

Facetten des Lebens © Iris FrahmDie Lübecker Malerin und Bildhauerin Iris Frahm (geb. 1966), die u. a. bei Marianne Brand, Gerhard Backschat, Sven Schöning und Claus Görtz unterschiedliche Techniken gelernt hat, zeigt in ihrer neuen Ausstellung mit dem programmatischen Titel „Facetten des Lebens“ in der Kunsttankstelle Lübeck vorwiegend Arbeiten, die in diesem und im letzten Jahr entstanden sind.  In ihnen widmet sie sich dem Leben im Allgemeinen und den verschiedenen Sichtweisen im Besonderen. Sie verfremdet vorgegebene Motive, lässt sie unfertig aussehen, setzt ihnen Grenzen entgegen, die das Motiv anders erscheinen lassen.

Ihre Werke sind auf Leinwand, Pressholz und Papier gearbeitet. Sie sind mit Acryl und Collagen hergestellt. Die farblich kraftvollen, teils zart, teils großformatig gestalteten Medien, sind auf ihrer Art recht unterschiedlich. Die Skulpturen aus Gips und Ton ergänzen die Bilderwelt.

Aufgrund verschiedener Materialien und Darstellungsarten, spannt sich ein Bogen, der zu einer Reise durch die Vielfalt des Lebens und freier Inspiration einlädt.

Öffnungszeiten:
donnerstags – samstags 15:00 – 18 Uhr
sonntags 11:00 – 16:00 Uhr

Sonntag 16:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Kunsttankstelle Defacto Art e. V. Wallstraße 3-5, 23560 Lübeck
www.defacto-art.de


27. September 2019 – 19. April 2020

„Störtebeker & Konsorten – Piraten der Hansezeit?“

EHM Störtebeker & Konsorten © Europäisches HansemuseumBei der Ausstellung dreht sich alles um Mythen und Legenden, die unser Bild von Piraterie prägen – wie der, des berühmten Klaus Störtebeker.

Im Fokus der Ausstellung steht die Piraterie im Nord- und Ostseeraum vom 14. bis 16. Jahrhundert, sie richtet den Blick aber ebenso auf moderne Piraterie.

Wo liegen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Gegenwart und Geschichte? Der Vergleich ermöglicht einen klareren Blick auf die Beteiligten, Täter und Opfer, auf ihre Motive und Erfahrungen. Wer ist gut, wer ist böse, wer ist Räuber, wer ist Gendarm?

Begleitband zur Ausstellung für 29,90 € im Museums-Shop erhältlich.

Öffnungszeiten:
täglich (außer 24. Dezember) 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 8 €, Ermäßigte 4 €, Kinder 4 €

Ort: Europäisches Hansemuseum Lübeck, An der Untertrave 1, 23552 Lübeck
www.hansemuseum.eu

www.stoertebekerundko.de

Foto © Europäisches Hansemuseum Lübeck


27. September – 13. Oktober 2019

Dieter Rose
„Anderland – Spielplatz der Gramusel“

Plakat Ausstellung Dieter Rose – „Anderland – Spielplatz der Gramusel“Ein begehbares Bilderbuch von Dieter Rose

Der „Vater der Gramusel“, Dieter Rose, zeigt in „Anderland – Spielplatz der Gramusel“ seine fantasievollen Parallelwelten Anderland und Gorm.

Öffnungszeiten:
mittwochs – sonntags 14:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Liegehalle Kurpark Malente, Bahnhofstr. 4a, 23714 Malente


27. September 2019

Vernissage
KunstBetriebe3
Ausstellung 28.09.–17.11.2019

Foto Michael Haydn © Kit Kjaerbye, VG Bild-Kunst, Bonn 2019Georges Adéagbo, Janine Gerber, Pia Stadtbäumer, Thomas Rentmeister u. a.

Eine Verbindung zwischen Wirtschaft und Kunst zu schaffen, das ist das Ziel des Projektes KunstBetriebe der Lübecker Künstlerin und freien Kuratorin Bettina Thierig gemeinsam mit der Vorwerker Diakonie und der IHK Lübeck.

Die dritte Ausgabe der KunstBetriebe zeigt bildhauerische und installative Arbeiten, die innerhalb eines Jahres aus der Partnerschaft zwischen elf Künstlern und Betrieben entstanden.

Die Künstler ließen sich von Material, Geräten, Arbeitsabläufen oder persönlichen Begegnungen mit den Mitarbeitern inspirieren und entwickelten daraus ihre Werke. Eine der TeilnehmerInnen ist die dänische Künstlerin Kit Kjærbye. Sie schuf bei den Lübecker Stadtwerken eine vergrößerte LED-Glühlampe aus bunten Kabelbindern, die die Unternehmenstätigkeit kreativ widerspiegelt und auch im übertragenen Sinne Vernetzung, Verknüpfung und Transparenz darstellt.

Die Künstlerin Janine Gerber hat sich für ihre Skulptur Verkörperung einer Stadt mit den Materialien eines Recycling-Unternehmens auseinandergesetzt.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags 11:00 – 17:00 Uhr

Freitag 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Schloss Eutin, Schlossplatz 5, 23701 Eutin
www.schloss-eutin.de

Foto Michael Haydn © Kit Kjaerbye, VG Bild-Kunst, Bonn 2019


27. September 2019

Vernissage
„Alte Neustadtbilder. Neustadt von oben“
Ausstellung 27.09.2019–12.01.2020

Ausstellung „Alte Neustadtbilder. Neustadt von oben“ – zeiTTorNeustadt wie es früher einmal war:
Thomas Schwarz und Ulrike Gollan-Lambeck haben seit ihrer letzten Ausstellung im zeiTTor vor zwei Jahren mehrere Hundert „neue“ alte Fotos aus privaten Archiven, Familienalben etc. zusammengetragen. Diese alten Bilder sind vom 27. September bis zum 12. Januar im zeiTTor ausgestellt.

Der Titel „Alte Neustadtbilder. Neustadt von oben“ verrät den Schwerpunkt: Es geht vor allem um Luftbilder. Daneben werden aber auch alte Fotos u. a. zu den Themen „Menschen“, „Stadtansichten“, „Ereignisse“ und „Bauwerke“ gezeigt. Erstmals sind auch Bilder aus der Umgebung Neustadts zu sehen, z. B. von Lensahn und Sierksdorf.

Besonders lohnt sich ein Besuch eines der Klönschnachnachmittage, an denen man miteinander ins Gespräch kommen kann und über die Fotos „klönt“ und „schnackt“, um Erinnerungen auszutauschen.
Termine:
29. September 2019 14:00 – 17:00 Uhr statt.
13. Oktober 2019 14:00 – 17:00 Uhr
03. und 24. November 2019 14:00 – 16:00 Uhr
15. Dezember 2019 14:00 – 16:00 Uhr

Gruppen können außerdem auf Wunsch Veranstaltungen buchen, z. B. im Rahmen von Klassentreffen oder Nachbarschafts- bzw. Straßenfesten.

Die Ausstellungsgruppe hat alle Arbeiten, auch die Ausstellung, ehrenamtlich gemacht. Alle, die Bilder und Informationen zugänglich gemacht haben, trugen ebenfalls zur Ausstellung bei. Der Verein der Freunde und Förderer des Museums der Stadt Neustadt in Holstein hat die Sonderausstellung finanziell ermöglicht.

Öffnungszeiten:
Ostern bis Oktober:
Dienstag – Samstag: 10:30 – 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 14:00 – 17:00 Uhr
November bis Ostern:
Samstag und Sonntag: 14:00 – 16:00 Uhr

Freitag 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: zeiTTor Museum der Stadt Neustadt in Holstein, Haakengraben 2-6, Navi: Vor dem Kremper Tor, 23730 Neustadt in Holstein, Tel. 04561-619305
www.zeittor-neustadt.de


27. September 2019

Vernissage
TOMI UNGERER.
Graphiken und Skulpturen
aus der Sammlung Würth
Ausstellung 28.09.–24.11.2019

Partyfrau © Tomi UngererDas A. Paul Weber-Museum in Ratzeburg zeigt in seiner Herbst-Reihe mit großen Künstlerinnen und Künstlern aus dem Bereich der satirischen und kritischen Graphik eine große Sonderausstellung mit Bildern und Skulpturen von Tomi Ungerer.

Die hochrangigen Werke sind  Leihgaben der Sammlung Würth.

Der im Elsass geborene Tomi Ungerer, der sein Leben in New York, Straßburg und zuletzt in der Abgeschiedenheit Irlands verbracht hat, ist und bleibt einer der ganz Großen im Bereich der satirischen und kritischen Graphik, wobei ihm der schwierige Spagat gelingt, mit heiteren Illustrationen zu Kinder- oder Liederbüchern zu verzaubern und gesellschaftskritische Inhalte bis hin zur pornographischen Überzeichnung gleichermaßen auf höchst meisterlichem Niveau darzubieten.

Mit über 40.000 Zeichnungen und 140 erschienenen Büchern gehört er auch zu den produktivsten Künstlern unserer Zeit.

Vor 30 Jahren war Ungerer schon einmal zu einer Ausstellungseröffnung seiner Werke im Weber-Museum zu Gast. Er schrieb danach an Museumsleiter Dr. Dorsch: „Ich war durch und dorsch (!) begeistert von meinem Besuch in Ratzeburg. Diese Stadt liegt mir komischerweise im Herzen. Ich komme wieder.“ Dieses Versprechen wollte Ungerer in diesem Jahr endlich wahr machen. Noch Ende Januar sprach er begeistert darüber, doch am  9. Februar starb der 87jährige Künstler. So wird die Ausstellung zu einer Gedächtnisausstellung.

Ungerer 2006: „Meine Beziehung mit dem Tod, für mich ist der Tod ein Freund. Ich war jetzt dreimal tot und jedesmal war es für mich eine tolle Erfahrung. Im Koma. Dieses Licht, kein Schuldgefühl. Das ist wirklich einmalig … Ich lebe mit einer Sehnsucht des Todes.“

Die Ausstellung zeigt fast 70 originale Graphiken, Ölgemälde, Collagen und Objektkästen aus den unterschiedlichsten Schaffensabschnitten. Neben gesellschaftskritischen Werken sind auch etliche erotische Zeichnungen zu sehen, sowie amerika-kritische Arbeiten und Kleinskulpturen aus Fundobjekten.

Zur Eröffnung am 27. September 2019 um 20 Uhr im Weber-Museum sind alle Kunstinteressierte sehr herzlich eingeladen. Dr. Alvaro Rebolledo-Godoy, ein enger, langjähriger Freund Ungerers, wird in einem Vortrag mit eigenen Fotos bislang nie gezeigte Einblicke in das private Leben und Schaffen des Künstlers geben.

Öffnungszeiten:
dienstags – sonntags 10:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr

Freitag 20:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 3 €, Schüler 1 €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 6 €
Hinweis: Es besteht die Möglichkeit, eine Eintrittskarte für beide Kreismuseen (A. Paul Weber-Museum und Kreismuseum) zu erwerben:
Kombikarte mit Kreismuseum: Erwachsene 5 €, Schüler 1,50 €, Familien (2 Erwachsene und Kinder) 10 €

Ort: A. Paul Weber-Museum, Domhof 5, 23909 Ratzeburg
www.weber-museum.de

Foto © Tomi Ungerer


29. September 2019

Vernissage
„zeit|zeichen“
Jahresschau des Berufsverbandes
Angewandte Kunst Schleswig-Holstein e. V.
Ausstellung 29.09.2019–26.01.2020

Japan © Richard SchillingsAb Sonntag lädt die Jahresschau des Berufsverbandes Angewandte Kunst Schleswig-Holstein e. V. bereits zum dritten Mal dazu ein, das aktuelle Spektrum künstlerischer Produkte für den Alltag im Rahmen einer Leistungsschau zu bestaunen.

Unter dem Motto „zeit|zeichen“ waren die 95 Mitglieder des traditionsreichen Verbandes aufgefordert, ihre Werke buchstäblich als Zeichen der Zeit zu gestalten. Dieser Einladung kamen 38 Kunsthandwerker:innen nach, wovon gut ein Drittel in Lübeck ansässig ist. Vertreten sind vor allem die Bereiche Glas und Keramik, Schmuck, Holz und Textil. Doch auch Objekte im Grenzbereich zwischen angewandter und freier Kunst weiten den Blick und regen zu freien Assoziationen an.

Ziel der Leistungsschau ist es, nützliche Schönheit nachhaltig im täglichen Gebrauch zu etablieren. Die Arbeiten, die sich zwischen Kunst und Handwerk bewegen, sollen ihre Besitzer:innen ein Leben lang begleiten und noch von nachfolgenden Generationen geschätzt werden.

In Szene gesetzt wurden die eingereichten, unjurierten Werke von zwei Mitgliedern des Berufsverbandes, den Schmuckgestalterinnen Antje Freiheit sowie Maria Konschake, Preisträgerin des Alen-Müller-Hellwig-Preises 2016. „Zeitlos schön ist ein Kriterium, das bei Werken der angewandten Kunst angestrebt wird“, erklärt Antje Freiheit.

Auch die Ergebnisse künstlerischer Arbeit mit Geflüchteten, die die neue Vorsitzende des Verbandes, die Schmuckdesignerin Silke Lazarevic aus Husum, begleitet hat, bilden Anziehungspunkte der Schau.

„Diese besonderen ,Alltagsgegenstände‘ sind auch als individuelle, nachhaltige Weihnachtsgeschenke sehr zu empfehlen: Lassen Sie sich im St. Annen-Museum – rechtzeitig – inspirieren!“ rät Dr. Bettina Zöller-Stock, die das Aufbauteam seitens des Museums unterstützt hat.

Vernissage:
Die Ausstellung wird am Sonntag, 29. September um 11:30 Uhr im Foyer der Kunsthalle St. Annen eröffnet. Es sprechen Senatorin Kathrin Weiher, Dr. Oliver Grundei, Staatssekretär des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie Silke Lazarevic, 1. Vorsitzende des Berufsverbandes Angewandte Kunst Schleswig-Holstein e.V.
Eine Einführung in die Ausstellung gibt Dr. Bettina Zöller-Stock, wissenschaftliche Mitarbeiterin im St. Annen-Museum.
Musikalisch untermalt wird die Veranstaltung durch das Lübecker Ensemble „Passion du Saxophone“.

Begleitprogramm:
Begleitend zur Ausstellung sind drei Führungen geplant:
20.10.2019 mit Antje Freiheit
10.11.2019 mit Freia Schulze und Beate Leonards
26.01.2020 mit Karl Decker
Beginn jeweils um 12 Uhr; die Gebühr beträgt 4 € zzgl. Eintritt.

Öffnungszeiten:
01.04. – 31.12. 10:00 – 17:00 Uhr
01.01. – 31.03. 11:00 – 17:00 Uhr
Feiertage:
03. Oktober: geöffnet, Heiligabend: geschlossen, 1. Weihnachtsfeiertag: geschlossen, 2. Weihnachtsfeiertag: geöffnet, Silvester: geschlossen, Neujahr: geschlossen

Sonntag 11:30 – 13:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7 €, Ermäßigte 3,50 €, Kinder 2,50 €
Die Eintrittskarte zur Eröffnung berechtigt zu einem weiteren kostenlosen Besuch.

Ort: St. Annen-Museum, St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck
www.st-annen-museum.de

Foto © Richard Schillings


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