Eutin Veranstaltungen
Februar 2019

 

01. Februar 2019

Büchersprechstunde in der Eutiner Landesbibliothek

Lesende von Karlheinz Goedtke vor der Landesbibliothek EutinKostenlose Begutachtung und Bewertung alter Bücher sowie Beratung in Restaurierungsfragen.

Da sich der Aufwand für die Landesbibliothek in Grenzen halten muss, können nur einzelne Stücke begutachtet und bewertet werden.

Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Freitag 16:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
www.lb-eutin.de


03. Februar 2019

Sonntags-Führung mit Dr. Julia Hümme
Der Maler Leonhard Boldt (1875-1963)
Ausstellung 25.11.2018 – 03.02.2019

Leonhard Boldt, Park der Villa Borghese, 1908, Öl auf Leinwand © Sparkassen-Kulturstiftung OHBei einem Rundgang werden anhand von ausgewählten Arbeiten das malerische Werk Leonhard Boldts, sein Werdegang und die Besonderheiten in der künstlerischen Umsetzung seiner Porträt- und Landschaftsmotive sowie seine Verdienste in der landschaftlichen Gestaltung in und um Eutin erläutert.

In der Zeit vom 25. November 2018 bis 03. Februar 2019 widmet sich das Ostholstein-Museum dem Leben und Werk des Eutiner Malers Leonhard Boldt, der sich in den knapp sieben Jahrzehnten seines Schaffens nicht nur künstlerisch als Porträt- und Landschaftsmaler überregional einen Namen gemacht, sondern auch in der Eutiner Landschaftsgestaltung rund um die Seen großen nachhaltigen Einfluss genommen hat.

1875 in ärmlichen Verhältnissen in Eutin geboren, studierte Leonhard Boldt nach einer Barbierlehre an den Kunstakademien in Berlin und München, besuchte die Académie Julien in Paris und wurde Meisterschüler des bekannten Porträtisten Hubert von Herkomer in London, bevor er nach seiner Heirat 1905 mit der reichen Schweizerin Marie Siegrist in Berlin, Eutin und Hamburg wohnhaft wurde. Zahlreiche Studienreisen führten ihn u. a. in die Schweiz, nach Holland, Italien und Bornholm.

Seine Porträts, die Leonhard Boldt als Auftragsarbeiten zum Teil nach Fotografien schuf, bestechen zum einen durch seinen Blick für die charakteristischen Züge seines Gegenübers, zum anderen durch seine der Wirklichkeit verpflichteten Malweise, die gerade in den Kohle- und Bleistiftzeichnungen eine fotografische Wirkung entfaltet.

Die frühen Landschaftsbilder des Künstlers sind im Gegensatz dazu noch ganz dem Spätimpressionismus verpflichtet. Erst in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg gelangt Leonhard Boldt auch hier zu einer reduzierten, natur- und detailgetreuen Wiedergabe des Motivs.

In seinem ausgewogenen künstlerischen Schaffen widmete sich Leonhard Boldt der Porträt- und hiesigen Landschaftsmalerei, als Privatmann engagierte er sich in besonderem Maße für seine Heimatstadt und deren landschaftliche Umgebung, indem er am großen Eutiner See und am Kellersee Wanderwege und Uferbefestigungen anlegen ließ sowie in der Stadt die Gestaltung von Rosengarten, Stadtbucht und Seepark initiierte. Für seine Verdienste wurde er 1950 zum ersten Ehrenbürger Eutins ernannt.

Heutzutage befinden sich nur wenige Werke des Malers in öffentlichem Besitz. Für die Ausstellung wurde das Ostholstein-Museum durch zahlreiche Leihgaben aus Privatbesitz unterstützt.

Sonntag 11:30 – 12:30 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

Foto © Sparkassen-Kulturstiftung OH


06. Februar 2019

Ethik in der Medizin am Beispiel neurochirurgischer Fälle

Eutiner LandesbibliothekVortrag von Prof. Dr. H. Maximilian Mehdorn (Universität Kiel)

Veranstaltung der Universitätsgesellschaft Schleswig-Holstein, Sektion Eutin

Mittwoch 19:30 Uhr

Eintritt: 5 €, Mitglieder der Universitätsgesellschaft frei

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Seminarraum, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
www.lb-eutin.de


10. Februar 2019

Musikalische Lesung
Rosa Luxemburg – So eben ist das Leben

Franziska Mencz © Frank Stefan KimmelRezitation: Franziska Mencz, Cello: Miran Zrimsek, Klavier: Michael Rettig

Vor hundert Jahren wurde Rosa Luxemburg zusammen mit Karl Liebknecht brutal gefoltert und ermordet. Sie wurde knapp 48 Jahre alt. In einer musikalischen Lesung am 10. Februar erinnert der Kulturbund an die Freiheitskämpferin, Pazifistin und Revolutionärin, die auch heute noch vielfach polarisiert. Geboren wurde sie 1871 im damals russisch besetzten Teil Polens. Sie lernte gern und schnell, konnte fließend Deutsch, Polnisch, Russisch und Französisch sprechen sowie Latein und Altgriechisch und schrieb schon früh Gedichte und Erzählungen. Aus ihrem Engagement gegen die russische Besatzung wurde schon bald ein Kampf für Freiheit, Demokratie, Sozialismus und Frauenrecht.

Da zu der Zeit Frauen nur in der Schweiz studieren konnten, ging sie 1889 nach Zürich, studierte Philosophie, Rechts- und Staatswissenschaften und fand rasch Kontakt zu den im Exil lebenden Sozialisten. Vier Jahre später gründete sie mit Freunden die Partei »Sozialdemokratie des Königreiches Polen« und betonte in politischen Zeitungen und auf internationalen Kongressen, nur durch solidarische Zusammenarbeit aller sozialistischen und marxistischen Kräfte könnten der Zarismus, sodann die Monarchie und der Kapitalismus in ganz Europa gestürzt werden.

Nach der Promotion zog sie nach Berlin und trat in die SPD ein, die damals als fortschrittlichste sozialistische Partei Europas galt. Allerdings geriet sie schon bald in Konflikt mit der Parteilinie, die auf Reformen setzte, um schließlich den Sozialismus auf dem langen Weg durch die Institutionen einzuführen. Ihre Mahnung, schon bald werde ein gewaltiger Krieg der europäischen Großmächte unermessliches soziales Elend über Europa bringen, und ihr vehementes Eintreten gegen den deutschen Militarismus brachten ihr 1904 ein erstes Mal eine mehrmonatige Haft ein. Als sie 1913 zur Kriegsdienstverweigerung aufrief, wurde sie abermals inhaftiert und verbrachte auch den Ersten Weltkrieg im Gefängnis. Einige Male gelang es ihr, Briefe und Aufsätze nach draußen zu schmuggeln und diese in Zeitungen zu veröffentlichen.

In der Novemberrevolution versuchte sie als Chefredakteurin der Zeitung »Die Rote Fahne« in Berlin auf das Zeitgeschehen Einfluss zu nehmen. Als Autorin des Spartakusbund-Programms forderte sie am 14. Dezember 1918 eine Räterepublik und die Entmachtung des Militärs. Anfang 1919 gründete sie die Kommunistische Partei Deutschlands mit, die ihr Programm annahm, aber die von ihr geforderte Teilnahme an den bevorstehenden Parlamentswahlen ablehnte. Im Januar 1919 wurde sie mit stillschweigender Duldung der sozialdemokratischen Regierung brutal ermordet. Die Täter kamen bei einer Justiz, die auf dem rechten Auge blind war, straflos davon.

»Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden«, schrieb sie noch kurz vor ihrer Ermordung. Ihre Schriften sind intelligente Analysen, ihre Reden gelten als Glanzstücke der Rhetorik; ihre Briefe sind poetische Zeitdokumente. Aus ihren Schriften und Briefen haben Michael Rettig, Miran Zrimsek und Franziska Mencz eine musikalische Lesung komponiert, die das Leben und Denken dieser Symbolfigur für Freiheit und Gleichheit, dieser aufbegehrenden, eindrucksvollen und gegen alle Widerstände kämpfenden Frau eindrucksvoll vorstellt.

Sonntag 16:00 Uhr

Eintritt: 12 €, ermäßigt 10 €
Vorverkauf:
Tourist-Info Eutin, Markt 19, 23701 Eutin, Tel. 04521-70970
und unter www.kulturbund-eutin.de
Restkarten an der Abendkasse ab 19:00 Uhr

Ort: Binchen FilmKunstTheater, Albert-Mahlstedt-Straße 2a, 23701 Eutin
www.kulturbund-eutin.de

www.franziskamencz.de

www.michaelrettig.de

Foto © Frank Stefan Kimmel


22. Februar 2019

Karneval in Wien

WAGNERS SALONQUARTETTWAGNERS SALONQUARTETT spielt Musik der Belle Epoque zur Ballsaison und zum Karneval. Faschingskinder von Zieher, Künstlerleben von Johann Strauss (Sohn), Wiener Karnevalswalzer von Joh. Strauss (Vater), weitere Walzer, Galoppaden und Polkamelodien von Fahrbach, Offenbach und vielen anderen.

Juliana Soproni – Violine
Martin Karl-Wagner – Flöte/Bass
Klaus Liebetrau – Fagott
Thomas Goralczyk – Klavier

Freitag 17:00 Uhr

Eintritt: 18,00 €
Kartenvorverkauf:
musicbuero, Tel. 04521 74528 und www.musicbuero.de

Ort: Parkresidenz Wilhelmshöhe, Wilhelmshöhe 4, 23701 Eutin

www.musicbuero.de


28. Februar 2019

Ausstellungseröffnung
Edda Henschel – „Die Welt im Ei“
Ausstellung 01.03.-28.04.2019

Edda Henschel – „Die Welt im Ei“ - Motorradfahrer gen EutinIn seiner Frühjahrsausstellung im Dachgeschoss widmet sich das Ostholstein-Museum anlässlich seines im März anstehenden 25-jährigen Jubiläums des Eutiner Ostereiermarktes und des spätgelegenen Osterfestes einem unterhaltsamen wie faszinierenden Thema rund ums Ei.

Edda Henschel kreiert in Hühner- und Gänseeiern mit Humor und Geschick detailverliebte Miniaturwelten unseres alltäglichen Lebens mit Einkaufsläden, Künstlerateliers, befahrenen Alleen, Museen, Parkanlagen, Friedhöfen und vielem mehr. Die Künstlerin gestaltet Welten im Kleinformat, schrumpft förmlich unsere Lebenswelt auf kleinsten Raum und schafft es dabei dennoch, ganze Geschichten zu erzählen.

Die Vielfalt der präsentierten Eier aus rund 30 Jahren reicht von schlicht gehaltenen Landschafts- und Tiereiern bis hin zu Szenerien mit zum Teil mehreren Handlungssträngen, die den Betrachter fordern – und herausfordern. Mit Gestaltungs- und Ideenreichtum bekommen Edda Henschels Eier etwas Erzählerisches und entfalten dabei ihre Wirkungskraft über die zahlreichen Details im Miniaturformat. Dafür zweckentfremdet die Künstlerin auch die unscheinbarsten kleinen Dinge des Lebens und gibt ihnen eine neue Funktion: gelbe Stecknadelköpfe werden zu Tennisbällen, Streichhölzer zur Innenausstattung einer finnischen Sauna, ein vergoldetes Zitronennetz zu einem Fenstergitter im Mönchskloster, Paprikasamen zu Fladenbrot auf der Festtafel des Scheichs – stets proportional an die Größe des Hühner- bzw. Gänseeis angepasst.

Edda Henschel studierte an der Fachhochschule für Gestaltung Hamburg und lebt seitdem als Freie Künstlerin in der Hansestadt.

Die Möglichkeiten, die unterschiedlichsten Welten bis ins kleinste Detail naturgetreu im Ei wiederzugeben, scheinen bei Edda Henschel unendlich zu sein und stellen den faszinierten Besucher immer wieder vor die Frage: Wie macht sie das nur?

Nach der Begrüßung durch die Leiterin des Ostholstein-Museums, Frau Dr. Julia Hümme, wird Herr Augustin M. Noffke aus Ratzeburg in die Ausstellung einführen.

Musikalisch wird die Eröffnung durch Kerstin Krieger (Piano) und Matthias Schlüter (Saxophon) von der Kreismusikschule Ostholstein begleitet.

Öffnungszeiten:
01. – 31. März 2019:
Dienstag – Freitag 14:00 – 17:00 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag 11:00 – 17:00 Uhr
ab 01. April 2019:
Dienstag – Sonntag/Feiertag: 11:00 – 17:00 Uhr

Donnerstag 18:00 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


weiter zum März »


Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten.