Sie sind hier: Startseite » Eutin Veranstaltungen November

Kerzenleuchter Schloss Eutin

Eutin Veranstaltungen
November 2017

 

01. November 2017

Nachmittags-Führung mit Dr. Julia Hümme
durch die aktuelle Sonderausstellung
“Mensch und Meer”
– Gemälde der Düsseldorfer Malerschule
aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung

Carl Irmer, Maler am Ostseestrand © Dr. Axe-StiftungBei einem Rundgang werden anhand von ausgewählten Arbeiten die Entwicklungen der deutschen Landschafts- und Genremalerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vorgestellt, individuelle künstlerische Sichtweisen der Maler auf das Motiv von Mensch und Meer erläutert und dabei auf die Besonderheiten der Düsseldorfer Malerschule hingewiesen.

In der Zeit vom 15. Oktober 2017 bis 28. Januar 2018 zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin unter dem Titel „Mensch und Meer“ rund 60 Landschafts- und Genrebilder der im 19. Jahrhundert international bekannten Düsseldorfer Malerschule aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung Bonn. Zu den in der Ausstellung vertretenen Künstlern gehören so bekannte Düsseldorfer Maler wie Andreas Achenbach, Carl Irmer, Olof August Anders Jernberg, Rudolf Jordan, Otto Karl Kirberg und viele mehr.

Schon früh wurde von den Düsseldorfer Landschaftsmalern die pleinair-Malerei, das Malen im Freien, praktiziert. Ihre Motive fanden die Künstler dabei nicht nur im näheren städtischen Umfeld und in der Landschaft am Niederrhein, sondern vor allem auch an den Küsten: Nord- und Ostsee wurden schon bald zu einem beliebten Motiv bei den Vertretern der Landschaftsmalerei, aber auch Figuren- und Genremaler aus Düsseldorf zog es an die Küsten Norddeutschlands und der benachbarten Niederlande, wo sie das Leben der Fischer und Seeleute studierten.
Zeigen die Landschaftsbilder des 19. und frühen 20. Jahrhunderts die vielseitigen Landstriche an den Küsten in ihren unterschiedlichen charakteristischen Ausprägungen, so stellen die Genremaler den Alltag der dortigen Bevölkerung zum Teil in humoristischer, zum Teil in dramatischer Weise in ihren Bildern dar.

Die Dr. Axe-Stiftung mit Sitz in Bonn wurde im Jahr 1997 von Dr. Hans Günther Axe (1920-2008) gegründet, der nach dem Zweiten Weltkrieg ein erfolgreiches Versicherungsmaklerunternehmen aufbaute. Die Dr. Axe-Stiftung übernahm 2008 das Lebenswerk des Stifters und führt es seitdem in seinem Sinne weiter. Sie ist auf ein breites Spektrum gemeinnütziger, sozialer und mildtätiger Zwecke ausgerichtet.

Mit dem 2011 eröffneten Hasenberghof in Kronenburg / Eifel verfügt die Stiftung über ein außergewöhnliches, von Dr. Axe ausgewähltes Domizil, das die Verbindung höchst unterschiedlicher Stiftungszwecke zulässt. In dem dort neu eingerichteten Kunstkabinett finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen mit Gemälden aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung statt, deren Schwerpunkt auf Werken der Düsseldorfer Malerschule liegt.

Dr. Axe besaß selbst Werke von Künstlern wie Andreas und Oswald Achenbach, die den Grundstock der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung bilden.
Die bestehende Sammlung wird durch Neuankäufe ständig erweitert und auch an andere Museen und Institutionen ausgeliehen.

Begleitend zur Ausstellung liegt ein Katalog vor.

Mittwoch 15:00 Uhr

Teilnahme: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

www.axe-stiftung.de

Foto © Dr. Axe-Stiftung


02. November 2017

WeinLesen
mit Dr. Wolfgang Griep

Dr. Wolfgang Griep Dr. Wolfgang Griep liest kleine Geschichten bekannter und unbekannter Autoren, die nicht immer vom Wein handeln, aber witzig und amüsant anzuhören sind. Zu den Geschichten kommen Informationen und Anekdoten aus dem Leben ihrer Verfasser, und dazu gibt es ein gutes Gläschen Wein, denn Wein und Literatur gehören ja seit langem unzertrennlich zusammen.

Für Robert Gernhardt beispielsweise war der Rebensaft ein ebenso notwendiges Arbeitsmittel wie Bleistift und Feder: »Denn ich brauche pro Gedicht grad ein Flascherl und mehr nicht«, erklärte er kategorisch.

In jeder neuen Folge des WeinLesens spannt sich der Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die Zuhörer dürfen sich auf eine Begegnung mit bekannteren und unbekannteren Autoren. Was immer für diesen Abend in die Auswahl kommt, zwei Dinge sind auf jeden Fall garantiert: ein guter Wein und gute Unterhaltung.

Zum 10-jährigen Jubiläum der Lesung in 2015 hat Wolfgang Griep die schönsten Geschichten aus den vergangenen Lesungen (und ein paar neue dazu) in einem Buch zusammengestellt und so eine „weitgefächerte und bunte, aber schon damals federleichte Literatur, die im Nebelmeer des Vergessens verschwunden war“, zurück ans Tageslicht gebracht.

Donnerstag 19:30 Uhr

Eintritt: 15,00 €
Kartenreservierung ist erforderlich unter Tel. 04521 776062

Ort: Kleiner Salon des Weingeistes, Markt 9a, 23701 Eutin
www.weingeist-eutin.de


03. November 2017

Büchersprechstunde in der Eutiner Landesbibliothek

Lesende von Karlheinz Goedtke vor der Landesbibliothek EutinKostenlose Begutachtung und Bewertung alter Bücher sowie Beratung in Restaurierungsfragen.

Da sich der Aufwand für die Landesbibliothek in Grenzen halten muss, können nur einzelne Stücke begutachtet und bewertet werden.

Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Freitag 16:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
www.lb-eutin.de


03. November 2017

Lieder vom Reisen und Bleiben

Eutiner Landesbibliothek“… in Wahrheit, sagt der Weise, fließt die Brücke übern Fluss” –

– und so, wie wir uns auf jeder Reise selbst mitnehmen, sind wir ja selbst im stillen Kämmerlein noch auf der Reise – durch die Nacht, durch die Zeit, durch das All …

“Es ist eine kurze Reise/wir halten bei jedem Rot/wir fahren so gut schlecht und sind trotzdem im Recht/gute Fahrt, schönen Gruß, Ihr Tod”.

Irgendwann ist es Ludger Iske selbst aufgefallen, wie viele Motive von Reisen und Bleiben sich durch seine Songs ziehen – und dann kreuzte sein Weg den von Axel Walter, dem Leiter der Forschungsstelle für historische Reisekultur in der Eutiner Landesbibliothek.

Schnell war die Idee skizziert: zu Bildern aus dem riesigen Fundus der Bibliothek mit ihrem Reservoir an historischen Land- und Postkarten sowie Reiseprospekten Lieder vom Reisen und Bleiben des Eutiner Singer/Songwriters zu präsentieren.

Von nächtlichen Heimfahrten,

(“die Heimat ist warm und ab Kiel gibt es Regen/Hier kommen wir hin und wieder her”),

einer Seebestattung als letzter Kreuzfahrt,

(“Schneller Kitsch vom Unternehmer/und die Ostsee trauert Blei/wenig falsche wahre Worte /dann bläst Wind die Sonne frei”)

über Reisen an den Rand der Zeit

(“yet the flew me to the future/to the mouth of River Time/then they put me back on the same old deck of this cruise of trick and crime”)

bis hin zu reisefaulen Columbus-Matrosen

(“erstens kann ich gar kein Englisch/zweitens war noch niemand da/wenn’s nun drittens gar kein Ufer gibt und kein Amerika …”)

geht es thematisch immer um die beiden Spannungspole Reisen und Bleiben.

Über dem Rhythmus des Weges, der Straßen und Schienen und Wellen, hervorgetrommelt von Schlagzeuger Moritz Meinekat, reist neben dem Gesang von Ludger Iske stets die mal zarte, mal raue Melodie der Sologitarre (Christopher Behrmann) und erzählt sozusagen ihre eigene Version der Reise (Risiken und Nebenwirkungen: dies ist kein Balladen Abend – es könnte lauter werden …).

So schmuggeln die drei ihre eigene musikalische Landkarte in die Landesbibliothek.

Freitag 19:00 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr

Eintritt: 7,50 €
Vorverkauf durch die Eutin-Touristik am Markt und in der Eutiner Landesbibliothek.

Ort: Seminarraum der Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
www.lb-eutin.de


03. November 2017

Acht Frauen
Schauspiel von Robert Thomas
in einer Inszenierung der Kleinen Kunstbühne mobilé Marktoberdorf

Acht Frauen © Kleine Kunstbühne mobilé MarktoberdorfEin winterlicher Morgen in einem abgelegenen Landhaus in der französischen Provinz. Acht quicklebendige Frauen, familiär verbandelt, und ein toter Mann mit einem Messer im Rücken. Polizei? Fehlanzeige: das Telefon funktioniert nicht, die Kabel des einzigen Autos sind durchtrennt. Das Landhaus ist von der Umwelt abgeschnitten. Also kann der Täter nicht von außen gekommen gekommen sein. Die Schlussfolgerung ist ebenso klar wie brisant: eine der acht Frauen muss den Hausherren ermordet haben.

Als Film (der nur locker auf dem rasanten Theaterstück beruht) lockte der französische Krimi ein großes Publikum ins Kino, nun ist das Publikum live dabei, wenn sich die acht unterschiedlichen Frauentypen in dem Salon des Hauses treffen und rätseln, wer den einzigen Mann im Haus auf dem Gewissen haben könnte. Bei allen Spekulationen stellt sich heraus, dass jede der acht Frauen sowohl ein Tatmotiv als auch Gelegenheit zur Tat hatte. Es beginnen interne Verhöre, Anschuldigungen und Zickereien, bis das Ganze mit einer völlig unerwarteten Wendung endet …

Lustig ist das nur bisweilen, dafür aber umso spannender in dieser Inszenierung der Kleinen Kunstbühne mobilé aus unserer Kulturpatenstadt Marktoberdorf.

Freitag 20:00 Uhr

Eintritt: 14,- €, erm. 10,- €
Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Info am Markt in Eutin und an der Abendkasse ab 19:00 Uhr im Binchen.

Ort: Binchen FilmKunstTheater, Albert-Mahlstedt-Straße 2a, 23701 Eutin
www.kulturbund-eutin.de

Foto © Kleine Kunstbühne mobilé Marktoberdorf


09. November 2017

Tante Polly „Tristesse Totale“

Tante PollyDie früh gealterten, aber ewig jungen Haudegen vom Hamburger Kiez präsentieren an diesem Abend ihr neues Programm „Tristesse Totale“.

In Ihren brandneuen Songs zeigen Tante Polly einmal mehr, wie man die Melancholie auspresst wie eine saftige Zitrone und daraus mit einem Schuss hanseatischen Fusel einen schmackhaften Drink zubereitet, der im Magen kitzelt und die Tränen in die Augen schießen lässt.“

Die früh gealterten, aber ewig jungen Haudegen von TANTE POLLY singen Lieder, die direkt aus Männerherzen sprechen. Die drei Musiker Dominik Dittrich (Klavier, Gitarre, Akkordeon und Gesang), Sebastian Strehler (Schlagzeug, Gitarre und Gesang) und Benjamin Leibbrand (Saxophon, Klarinette und Gesang) mischen Songwriter Blues, alten Jazz, Chanson, Rock und Soul zu einem Gute-Laune-Sound mit Tiefgang.

TANTE POLLY kommen aus Hamburg-St. Pauli und stammen ursprünglich aus Schleswig-Holstein und der niedersächsischen Provinz. Früher frönten sie dem Jazz und waren einfache und glückliche Jungs. Dann verbrachten sie viel Zeit mit Schnaps, alten Schallplatten und Frauen; brachen sich dabei hier und da mal die Nase, einen Zacken aus der Krone und immer wieder das Herz.

Donnerstag 20:00 Uhr, Einlass ab 19:00 Uhr

Eintritt: 15,00 €
Kartenreservierung ist erforderlich unter Tel. 04521 776062

Ort: Kleiner Salon des Weingeistes, Markt 9a, 23701 Eutin
www.weingeist-eutin.de

www.tante-polly.com


10. November 2017

12. Eutiner Stricknacht
Weihnachtsgeschenke stricken

Kreisbibliothek EutinAm Freitag findet ab 19:00 Uhr in der Kreisbibliothek am Schlossplatz bereits zum 12. Mal eine “Stricknacht” statt.

Der Termin in der Vor-Adventszeit ist für zahlreiche Handarbeiterinnen inzwischen fest im Kalender eingeplant, ist doch jetzt der ideale Termin, um mit dem Anfertigen von Weihnachtsgeschenken zu beginnen.
Außerdem ist mit der frühen Dunkelheit sowieso jetzt die Zeit des Strickens und wird mit nahendem Winter auch wärmendes Gestricktes gebraucht.

Vorteil des Veranstaltungsraumes ist die Verfügbarkeit von Kopierer und Literatur sowie Anleitungen zum Stricken.

Letzten Winter entstanden über die gemeinsamen Handarbeitsabende auch die Strickgraffittis an den Bäumen von Peterstraße und Markt – vielleicht mag ja auch jetzt wieder für die in Kürze gepflanzten neuen Bäume jemand etwas stricken?

Info bei Gesa Hagemann, Tel. 04521-798985

Freitag 19:00 Uhr

Teilnahme: frei

Ort: Kreisbibliothek Eutin, Schloßplatz 2, 23701 Eutin
http://bibliothek.kreis-oh.de


12. November 2017

Sonntags-Führung
mit dem Fotografen Frank Stöckel, Eutin/Hamburg
durch die Sonderausstellung
“THE MAKING OF …”
Der Fotograf Frank Stöckel
Ausstellung 15.09. – 26.11.2017

Frank Stöckel Ausstellung im Ostholstein-Museum EutinBei einem Rundgang durch die Ausstellung erläutert der Fotograf Frank Stöckel Aspekte seiner Arbeit als Berufsfotograf, erklärt Arbeits- und Entwicklungsprozesse im Studio und weist auf Besonderheiten der in der Eutiner Ausstellung präsentierten Aufnahmen hin.

In der Zeit vom 15. September bis 26. November 2017 widmet sich das Ostholstein-Museum in einer Ausstellung der Produkt- und Werbefotografie des Fotografen Frank Stöckel. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf das sogenannte „Making of“ gelegt, indem unter anderem Arbeitsabläufe im Fotostudio für die Besucher nicht nur sichtbar, sondern auch nachvollziehbar gemacht werden.

Man kann den Arbeiten Frank Stöckels beinahe täglich begegnen – beim Essen von RITTER SPORT Schokolade, beim Lesen der Zeitschrift BEEF!, beim Durchblättern der Magazine des Impressionen Versand oder von Ernsting’s Family. Der gebürtige Eutiner ist seit 1990 selbständiger Fotograf mit Studio in Hamburg. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in den Bereichen Still-Life-, Food- und Interieur-Fotografie. Freiberuflich ist er für große Unternehmen tätig und widmet sich in seiner weiteren fotografischen Tätigkeit mit Vorliebe der Landschafts-Fotografie, deren Ursprung für ihn in seiner ostholsteinischen Heimat liegt. Die Fotoserien „Forest’s Eyes“ oder die weißen Hirsche aus der Serie „Eekholt“ sind vielen bekannt. Mit seinen Fotografien ist er bundesweit auf unterschiedlichsten Ausstellungen vertreten.

Darüber hinaus ist Frank Stöckel seit vielen Jahren Mitglied und aktuell Vorstandssprecher im Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V. (BFF).

Einer der zentralen Aspekte, die die Ausstellung beleuchtet, ist die Frage:
Wie entstehen die Aufnahmen von appetitlichen Speisen, inszenierten Wohnräumen und aufs Wesentliche reduzierten Produkten, die uns als Betrachter in den Bann schlagen (sollen)?
Wie sieht heutzutage die Arbeit in einem großen Fotostudio aus?
Schnell wird dabei deutlich: Die Arbeitsabläufe in der professionellen Fotografie sind komplex, das Team im Studio je nach Bedarf variabel zusammengesetzt. Die Eutiner Ausstellung gibt hier nicht nur Einblicke in die Arbeitswelt eines Berufsfotografen und in die Arbeitsabläufe im Studio, sondern zeigt darüber hinaus in verschiedenen Momentaufnahmen auch die schrittweise Annäherung an das finale Foto. Ein Filminterview mit Frank Stöckel beleuchtet diese Aspekte noch einmal eingehender aus Sicht des Fotografen.

Sonntag 11:30 Uhr

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de


12. November 2017

Buchvorstellung und Lesung
Karen Nölle – “Hochzeit? Hochzeit!”

Karen NölleKaren Nölle, die Herausgeberin des Verlags “edition fünf“, wird mit einer Buchvorstellung und Lesung einen anregenden Nachmittag zu einem immer aktuellen Thema gestalten.

In dem kleinen, feinen Verlag edition fünf erscheinen Bücher von Autorinnen. die es verdient haben, immer wieder aufs Neue gelesen zu werden. Karen Nölle arbeitet außerdem als freie Lektorin, leitet Textseminare, schreibt Reisebücher und hat seit vielen Jahren zahlreiche Autorinnen aus dem Englischen übersetzt.

An diesem Nachmittag wird sie eine Neuerscheinung aus der edition fünf vorstellen, eine Sammlung von 10 Erzählungen, die unter dem Titel “Hochzeit? Hochzeit!” 2017 erschienen ist. Der Verlag hat sich mit dieser Ausgabe einem besonders reizvollen Thema zugewandt: die Texte handeln von Heiratsanträgen, Fluchtversuchen, der großen Liebe – letztlich alle vom Wagnis, sich zu binden. Sie stammen allesamt aus der Feder von Autorinnen und wurden chronologisch nach dem Zeitpunkt ihres Entstehens angeordnet. Damit geben sie einen Einblick in 200 Jahre weiblicher Literaturgeschichte, die den Zeitraum von 1792 bis 2014 umfasst. Man trifft auf die Elite der englischsprachigen Autorinnen dieser Zeit, auf bekannte Namen wie Jane Austen, Virginia Woolf, Katherine Mansfield, Dorothy Parker und andere mehr – natürlich ist auch Alice Munro, die Nobelpreisträgerin von 2013 dabei.

Innerhalb des hier betrachteten Zeitrahmens haben sich die Lebensumstände und mit ihnen die Bedeutung der Ehe sehr verändert. Zu Jane Austens Zeit war jede Frau, die über eine Mitgift verfügte, für die Ehe bestimmt, und bei der Wahl des Ehemannes hatte nur eins im Mittelpunkt zu stehen: seine finanziellen Mittel. Die Ehe war eine sexuelle und ökonomische Verbindung zu dem Zweck, eine Familie zu gründen, und entsprechend unumwunden wurde verhandelt. Auch noch die höheren Töchter in Virginia Woolfs allererster Erzählung von 1906 konnten nicht den Mann heiraten, den sie wollten, und mussten sorgfältig abwägen zwischen dem Charme ihres künftigen Gatten und seinem Geldbeutel. Erst als den Gefühlen mit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts immer mehr Bedeutung beigemessen wurde, vergrößerte sich der Entscheidungsspielraum bei der Partnerwahl. Aber mit den Wahlmöglichkeiten wuchs auch die Verwirrung darüber, welche Auswahlkriterien die richtigen sind, und oft gerieten romantische Vorstellungen mit dem realen Miteinander in Konflikt, begegnete große Verliebtheit tiefer Skepsis – der Stoff, aus dem die Erzählungen in diesem Band sind. Denn was erwartet einen, wenn man den Antrag annimmt? Will man wirklich auf all die anderen Möglichkeiten verzichten, die das Leben bereithalten könnte? Wird man so geliebt werden, wie man ist, und das auf Dauer? Fragen über Fragen, die alle zulaufen auf die eine: Hochzeit? »Hochzeit!«, antwortet so manche – wenn auch nicht jede – Protagonistin in diesem Band.

Karen Nölle wird über die Entstehung des Buches, die Intention des Verlags und die ausgewählten Autorinnen erzählen und dazu natürlich auch Textproben anbieten. Musikalisch aufgelockert wird dies Programm durch das Duo “Knuppene”, nämlich Ruth und Christopher Sindt, mittels Klarinette, Bass und Gitarre. Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Ostholstein, Silke Meints, unterstützt diesen Nachmittag und wird das Thema durch ausgelegte Materialien aus ihrem Arbeitsbereich ergänzen.

Insgesamt also eine gute Gelegenheit, bei einer Tasse Kaffee mit einem kleinen Gebäck oder auch einem Prosecco einen unterhaltsamen aber zugleich auch anregenden, einen amüsanten aber auch nachdenklichen Nachmittag im Binchen-Kino zu verbringen. Das Thema Ehe ist gerade in letzter Zeit öffentlich kontrovers diskutiert worden – und diese Veranstaltung mag zugleich ein Hinweis darauf sein, dass gesellschaftliche Institutionen und Konventionen schon immer Veränderungen unterworfen waren und sind.

Sonntag 16:00 Uhr

Eintritt: 6,- €, erm. 4,- €
Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Info am Markt in Eutin und an der Tageskasse ab 15:00 Uhr im Binchen.

Ort: Binchen FilmKunstTheater, Albert-Mahlstedt-Straße 2a, 23701 Eutin
www.kulturbund-eutin.de

www.karen-noelle.de


16. November 2017

Abend-Führung mit Dr. Julia Hümme
durch die aktuelle Sonderausstellung
“Mensch und Meer”
– Gemälde der Düsseldorfer Malerschule
aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung

Carl Irmer, Maler am Ostseestrand © Dr. Axe-StiftungBei einem Rundgang werden anhand von ausgewählten Arbeiten die Entwicklungen der deutschen Landschafts- und Genremalerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vorgestellt, individuelle künstlerische Sichtweisen der Maler auf das Motiv von Mensch und Meer erläutert und dabei auf die Besonderheiten der Düsseldorfer Malerschule hingewiesen.

In der Zeit vom 15. Oktober 2017 bis 28. Januar 2018 zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin unter dem Titel „Mensch und Meer“ rund 60 Landschafts- und Genrebilder der im 19. Jahrhundert international bekannten Düsseldorfer Malerschule aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung Bonn. Zu den in der Ausstellung vertretenen Künstlern gehören so bekannte Düsseldorfer Maler wie Andreas Achenbach, Carl Irmer, Olof August Anders Jernberg, Rudolf Jordan, Otto Karl Kirberg und viele mehr.

Schon früh wurde von den Düsseldorfer Landschaftsmalern die pleinair-Malerei, das Malen im Freien, praktiziert. Ihre Motive fanden die Künstler dabei nicht nur im näheren städtischen Umfeld und in der Landschaft am Niederrhein, sondern vor allem auch an den Küsten: Nord- und Ostsee wurden schon bald zu einem beliebten Motiv bei den Vertretern der Landschaftsmalerei, aber auch Figuren- und Genremaler aus Düsseldorf zog es an die Küsten Norddeutschlands und der benachbarten Niederlande, wo sie das Leben der Fischer und Seeleute studierten.
Zeigen die Landschaftsbilder des 19. und frühen 20. Jahrhunderts die vielseitigen Landstriche an den Küsten in ihren unterschiedlichen charakteristischen Ausprägungen, so stellen die Genremaler den Alltag der dortigen Bevölkerung zum Teil in humoristischer, zum Teil in dramatischer Weise in ihren Bildern dar.

Die Dr. Axe-Stiftung mit Sitz in Bonn wurde im Jahr 1997 von Dr. Hans Günther Axe (1920-2008) gegründet, der nach dem Zweiten Weltkrieg ein erfolgreiches Versicherungsmaklerunternehmen aufbaute. Die Dr. Axe-Stiftung übernahm 2008 das Lebenswerk des Stifters und führt es seitdem in seinem Sinne weiter. Sie ist auf ein breites Spektrum gemeinnütziger, sozialer und mildtätiger Zwecke ausgerichtet.

Mit dem 2011 eröffneten Hasenberghof in Kronenburg / Eifel verfügt die Stiftung über ein außergewöhnliches, von Dr. Axe ausgewähltes Domizil, das die Verbindung höchst unterschiedlicher Stiftungszwecke zulässt. In dem dort neu eingerichteten Kunstkabinett finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen mit Gemälden aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung statt, deren Schwerpunkt auf Werken der Düsseldorfer Malerschule liegt.

Dr. Axe besaß selbst Werke von Künstlern wie Andreas und Oswald Achenbach, die den Grundstock der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung bilden.
Die bestehende Sammlung wird durch Neuankäufe ständig erweitert und auch an andere Museen und Institutionen ausgeliehen.

Begleitend zur Ausstellung liegt ein Katalog vor.

Donnerstag 18:00 Uhr

Teilnahme: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

www.axe-stiftung.de

Foto © Dr. Axe-Stiftung


16. November 2017

Whiskyseminar mit Stefan im Weingeist

Stefan Knorr - Weingeist Eutin - beim Anzünden des Torffeuers bei der Destillerie KilchomanEine Reise in die Welt der schottischen Single Malts mit vielen Bildern, den unterschiedlichsten Whiskys zu probieren, mit selbstgestochenem Torf,  gemälzter Gerste, und vielen Informationen rund um das genussvolle Thema.

Donnerstag 19:30 – ca. 22:30 Uhr

Teilnahme: 40,- €
Anmeldung unter Tel. 04521 776062

Ort: Kleiner Salon des Weingeistes, Markt 9a, 23701 Eutin
www.weingeist-eutin.de


17. November 2017

14. Bundesweiter Vorlesetag

Logo Bundesweiter Vorlesetag Bereits zum 14. Mal rufen DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung ganz Deutschland zur Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag auf.

Im letzten Jahr waren es über 130.000 Teilnehmer, die uns geholfen haben, ein Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens zu setzen. Denn für das Lesen und Vorlesen brauchen Kinder Vorbilder, die ihnen Lesefreude vermitteln, damit sie später mit mehr Begeisterung selbst zu Büchern, Zeitungen oder E-Books greifen.

Damit der Bundesweite Vorlesetag auch in diesem Jahr ein Erfolg wird, hoffen wir wieder auf Ihre Unterstützung!

Mitmachen kann jeder, der Freude am Lesen hat und den Respekt und das Miteinander in unserer Gesellschaft fördern möchte.

Wer gerne in Plattdeutsch vorlesen möchte, dem empfehlen wir den Kontakt zu Herrn Heinrich Evers, Plattdeutschbeauftragter des Kreises Ostholstein, www.heinrich-evers.de

Rückmeldebogen » hier «

» Flyer « des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes zum Vorlesetag.
Infos unter www.jshhb.de

Jede/r der Lust und Spaß am Vorlesen hat sucht sich eine Kindertagesstätte, eine Schulklasse, Bücherei, Buchhandlung, Senioreneinrichtung oder einen anderen Ort, um dort vorzulesen.Der Landesverband stellt die Bücher und Geschichten zur Verfügung und interessierte Menschen suchen sich einen Ort, um diese Bücher und Geschichten vorzulesen.Die Bücher können anschließend in den Kindergärten, Schulen oder Büchereien bleiben und erneut vorgelesen werden. Sie möchten mitmachen und haben sich eine Einrichtung gesucht, in der Sie vorlesen möchten? Dann schicken Sie uns den ausgefüllten Rückmeldebogen zurück.

Alle Infos zum Bundesweiten Vorlesetag erhalten Sie unter www.vorlesetag.de

Veranstaltungsort: diverse Orte in Schleswig-Holstein


17. November 2017

Aller Tage Abend

© Franziska MenczMusikalische Lesung nach dem Roman von Jenny Erpenbeck

Die letzte Literaturveranstaltung, die der Kulturbund in diesem Jahr anbietet, findet am Freitag im Filmkunsttheater Binchen statt.

Es handelt sich dabei um eine musikalische Lesung nach dem Roman “Aller Tage Abend” von Jenny Erpenbeck.
Es liest die Schauspielerin Franziska Mencz.

Nun bedeuten Texte von Jenny Erpenbeck zweifellos eine spezielle Herausforderung für eine Lesung. Franziska Mencz, die dem Eutiner Publikum durch zahlreiche Auftritte bekannt ist – zuletzt gastierte sie hier als Maria Stuart in einer Produktion der Bremer Shakespeare Company – ist allerdings für diese Aufgabe eine adäquate Besetzung. Ihr großes Einfühlungsvermögen, ihr sensibles Gespür für Interpretation und Ausdruck, ihre Gestaltungskraft und Wandlungsfähigkeit auch im Bereich der Sprache und nicht zuletzt ihre starke Bühnenpräsenz und ihre schöne Stimme prädestinieren sie für diese Aufgabe.

Konzipiert und inszeniert wurde dieses Programm von Michael Rettig, der auch die Regie führt.
Er hat Musik, Germanistik und Kunstgeschichte studiert und verfügt als Pianist über eine reiche Konzerterfahrung. Musikalisch wurde er inspiriert durch minimalistische Komponisten wie Arvo Pärt oder Philipp Glass. Seine eigene Musik ist vor allem lyrisch kontemplativ angelegt. Außerdem aber rief Michael Rettig zahlreiche Musiktheaterprojekte ins Leben, auch in Verbindung mit Künstlern aus dem Bereich Videokunst, Literatur oder Tanz.
An diesem Abend begleitet er selbst am Klavier zusammen mit Miran Zrimsek am Cello die Veranstaltung musikalisch mit eigenen Kompositionen oder Improvisationen.

Freitag 20:00 Uhr

Eintritt: 12,- €, erm. 10,- €
Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Info am Markt in Eutin und an der Abendkasse ab 19:00 Uhr im Binchen.

Ort: Binchen FilmKunstTheater, Albert-Mahlstedt-Straße 2a, 23701 Eutin
www.kulturbund-eutin.de

www.franziskamencz.de

www.michaelrettig.de


23. November 2017 bis 07. Januar 2018

Eisbahn in Eutin

Eisbahn EutinEislaufen in Eutin (Marktplatz) vom 23.11.17 – 07.01.2018 auf einer 600 m² großen überdachten Eisbahn.

Ein modernes Eisbahnsystem, das auch bei niedrigen Temperaturen für Spaß und Aufregung sorgt.

Auf einer überdachten Eislauffläche von 15×30 m können alle Teilnehmer gleichzeitig herumtoben oder einfach einen entspannten Moment des Gleitens genießen. Ideal geeignet, um kalte Wintertage zu einem Erlebnis zu machen.

Preise für Schlittschuhlaufen:
Kinder/Jugendliche bis einschl. 14 Jahre pro Std. 2,50 € (10er Karte 20,- €)
Jugendliche/Erwachsene pro Std. 3,- € (10er Karte 25,00 €)

Schlittschuhe ausleihen pro Std. 2,50 €
Helme, Schoner, Pinguin alles pro Std. und Stück 1,- €
Schulklassen/Kindergärten etc. pro Std. 2,- €, Schlittschuhverleih 1,- €
Eisbahn komplett Mieten pro Std. 100,- € zum Eishockey spielen oder einfach zum Schlittschuhlaufen ab 18:30 Uhr möglich!
Eisstockschießen pro Pers. und Spiel 10,- € (erst ab 4 Personen möglich)

Eisbahnfläche 20×30 m (600 m²), 300 Paar Schlittschuhe im Verleih Größen von 27 bis 49, 16 Eisstöcke, 15 Gehhilfen (Pinguin), 25 Helme, 60 Knieschoner.

Donnerstag 23.11.2017 – Sonntag 07.01.2018
täglich von 13:00 – 22:00 Uhr (alle Sonntage ab 11:00 Uhr geöffnet)

09:00 – 13:00 Uhr nur Schulklassen, Kindergärten etc. (außerhalb der Ferienzeit)
13:00 – 18:30 Uhr Schlittschuhlaufen für jedermann (innerhalb der Ferienzeit täglich ab 11:00 Uhr)
19:00- 22:00 Uhr reserviert für Eisstockschießen, Eishockey etc.
Heiligabend 09:00 – 15:00 Uhr
Silvester 09:00 – 15:00 Uhr
25. und 26.12. von 12:00 – 17:00 Uhr
Neujahr von 12:00 – 17:00 Uhr

Wenn keine Reservierungen vorliegen, dann kann man bis 21:00 Uhr Schlittschuhlaufen!
Bitte vorher erfragen!
Eisbahn Fred Tel. 01715307335

Ort: Marktplatz, 23701 Eutin

Veranstalter: Georgs Catering GmbH, Am Rugenbarg 18, 23730 Neustadt in Holstein
www.eisbahn-eutin.de


23. November – 30. Dezember 2017

Lichterstadt Eutin

Lichterstadt EutinUnter dem Motto „Alte Fassaden im neuen Licht“ erstrahlen Eutins historische Häuser, das Schloss, aber auch Bäume und Denkmäler zur Advents- und Weihnachtszeit in faszinierenden Farben.

Diese ungewöhnliche und hier im Norden einzigartige Beleuchtungsaktion bringt vom 30. November bis 30. Dezember 2017 täglich ab etwa 16:45 Uhr eine einmalige Atmosphäre in die Stadt, die noch keine norddeutsche Stadt zu kopieren geschafft hat!

täglich ab ca. 16:45 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Eutin

Veranstalter: Wirtschaftsvereinigung Eutin
www.wv-eutin.de

Infos: www.lichterstadt.de


24. November 2017

Hänsel und Gretel – oder
vom Hexenhaus zur Weihnachtsgans

Siegfried W. KernenAuch in diesem Jahr findet eine weihnachtliche Veranstaltung im Ostholstein-Museum statt.

Der bekannte Hamburger Schauspieler Siegfreid W. Kernen ist gemeinsam mit seinen Freunden von WAGNERS SALONQUARTETT zu hören und zu sehen.

Erleben Sie Humperdincks weihnachtliche Märchenoper in einer Fassung für die Westentasche.

Garantiert gesangsfrei, aber mit sämtlichen Hits. Eine erschröckliche Geschichte mit Happy End für nervenstarke Menschen von 9 bis 99!

Freitag 19:30 Uhr

Eintritt: 18,00 €
Kartenvorverkauf:
musicbuero, Tel. 04521-74528 und www.musicbuero.de

Ort: Ostholstein-Museum, Schlossplatz 1, 23701 Eutin

www.musicbuero.de


26. November 2017

Sonntags-Führung mit Dr. Julia Hümme
durch die aktuelle Sonderausstellung
“Mensch und Meer”
– Gemälde der Düsseldorfer Malerschule
aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung

 Rudolf Jordan - Sturmläuten auf Helgoland © Dr. Axe-StiftungBei einem Rundgang werden anhand von ausgewählten Arbeiten die Entwicklungen der deutschen Landschafts- und Genremalerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vorgestellt, individuelle künstlerische Sichtweisen der Maler auf das Motiv von Mensch und Meer erläutert und dabei auf die Besonderheiten der Düsseldorfer Malerschule hingewiesen.

In der Zeit vom 15. Oktober 2017 bis 28. Januar 2018 zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin unter dem Titel „Mensch und Meer“ rund 60 Landschafts- und Genrebilder der im 19. Jahrhundert international bekannten Düsseldorfer Malerschule aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung Bonn. Zu den in der Ausstellung vertretenen Künstlern gehören so bekannte Düsseldorfer Maler wie Andreas Achenbach, Carl Irmer, Olof August Anders Jernberg, Rudolf Jordan, Otto Karl Kirberg und viele mehr.

Schon früh wurde von den Düsseldorfer Landschaftsmalern die pleinair-Malerei, das Malen im Freien, praktiziert. Ihre Motive fanden die Künstler dabei nicht nur im näheren städtischen Umfeld und in der Landschaft am Niederrhein, sondern vor allem auch an den Küsten: Nord- und Ostsee wurden schon bald zu einem beliebten Motiv bei den Vertretern der Landschaftsmalerei, aber auch Figuren- und Genremaler aus Düsseldorf zog es an die Küsten Norddeutschlands und der benachbarten Niederlande, wo sie das Leben der Fischer und Seeleute studierten.
Zeigen die Landschaftsbilder des 19. und frühen 20. Jahrhunderts die vielseitigen Landstriche an den Küsten in ihren unterschiedlichen charakteristischen Ausprägungen, so stellen die Genremaler den Alltag der dortigen Bevölkerung zum Teil in humoristischer, zum Teil in dramatischer Weise in ihren Bildern dar.

Die Dr. Axe-Stiftung mit Sitz in Bonn wurde im Jahr 1997 von Dr. Hans Günther Axe (1920-2008) gegründet, der nach dem Zweiten Weltkrieg ein erfolgreiches Versicherungsmaklerunternehmen aufbaute. Die Dr. Axe-Stiftung übernahm 2008 das Lebenswerk des Stifters und führt es seitdem in seinem Sinne weiter. Sie ist auf ein breites Spektrum gemeinnütziger, sozialer und mildtätiger Zwecke ausgerichtet.

Mit dem 2011 eröffneten Hasenberghof in Kronenburg / Eifel verfügt die Stiftung über ein außergewöhnliches, von Dr. Axe ausgewähltes Domizil, das die Verbindung höchst unterschiedlicher Stiftungszwecke zulässt. In dem dort neu eingerichteten Kunstkabinett finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen mit Gemälden aus der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung statt, deren Schwerpunkt auf Werken der Düsseldorfer Malerschule liegt.

Dr. Axe besaß selbst Werke von Künstlern wie Andreas und Oswald Achenbach, die den Grundstock der Sammlung der Dr. Axe-Stiftung bilden.
Die bestehende Sammlung wird durch Neuankäufe ständig erweitert und auch an andere Museen und Institutionen ausgeliehen.

Begleitend zur Ausstellung liegt ein Katalog vor.

Sonntag 11:30 Uhr

Teilnahme: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

Ort: Ostholstein-Museum Eutin, Schlossplatz 1, 23701 Eutin
www.oh-museum.de

www.axe-stiftung.de

Foto © Dr. Axe-Stiftung


29. November 2017

Vortrag
Reisen und Mobilität im Jesuitenorden

Eutiner LandesbibliothekÖffentlicher Abendvortrag in der Eutiner Landesbibliothek zum Schluss des Reformationsjahres 2017

Zum Abschluss des Reformationsjahres bietet die Eutiner Landesbibliothek einen Vortrag über den Jesuitenorden an. Luthers Kritik an der alten Kirche blieb ja keineswegs ungehört. Vielmehr hat die Reformation im 16. Jahrhundert auch insofern große Wirkung ausgelöst, als sich die katholische Kirche ebenfalls zu grundlegenden Reformen entschloss. Entscheidend an diesem Prozess wirkten die Jesuiten mit, die quasi zur intellektuellen Speerspitze der so genannten Gegenreformation wurden. Sie gewannen durch ihre ausgedehnte Missionstätigkeit viele Gläubige zurück, die Gesellschaft Jesu entwickelte sich aber auch zum schärfsten Gegner der Protestanten in der Frühen Neuzeit.

Seit ihrer Gründung 1540 prägte die Gesellschaft Jesu Kultur, Religion und Politik im frühneuzeitlichen Europa entscheidend mit. Ein Grundfeiler des Ordens war die Gründung von Schulen und Universitäten, an denen bis ins 18. Jahrhundert ein hohes Niveau gehalten wurde. Daneben und vor allem setzte der Orden von Anfang auf Mission, um zunächst in Europa die Seelen der Gläubigen, die Luther, Calvin und den anderen Reformatoren gefolgt waren, wieder in den Schoß der katholischen Kirche zurück zu führen. Die Ordensmitglieder waren selbst hoch gebildet und bestens geschult für diese Aufgabe, die bald auf die gesamte Welt ausgedehnt wurde. Das Netzwerk des Ordens spannte sich über ganz Europa bis nach China und Japan, Indien und das neu entdeckte Amerika. Trotz aller Erfolge – und oft auch gerade wegen dieser Erfolge – schlug dem Orden schon bald eine immer weiter wachsende Feindschaft entgegen, die sogar die katholische Kirche erreichte. Die Verschwörungsvorwürfe gegen die Gesellschaft Jesu hielten sich so hartnäckig, dass der Papst unter dem politischen Druck vieler europäischer Könige 1773 den Orden auflöste.

Der Historiker Markus Friedrich, Professor für Europäische Geschichte an der Universität Hamburg, ist Spezialist für die Geschichte des Jesuitenordens. Im vorigen Jahr hat er auf mehr als 700 Seiten die Kulturgeschichte der Gesellschaft Jesu nacherzählt. „Wir schätzen uns sehr glücklich,“ betont der Leiter der Forschungsstelle für Historische Reisekultur Prof. Dr. Axel E. Walter, „mit Markus Friedrich einen der bundesweit führenden Kenner der Geschichte des Jesuitenordens in Eutin begrüßen zu dürfen. Sein Vortrag wird zum Jahresende noch einmal einen neuen Akzent in den Diskussionen um die Reformation und ihre Folgen setzen, und er behandelt ein großes Thema der Reiseforschung, bei dem es noch sehr viel zu entdecken gibt.“ Das Reisen war dem neuen Orden gewissermaßen tief in die unverwechselbare DNA eingeprägt. Friedrich wird in seinem Vortrag einen Überblick darüber geben, warum das Reisen für die Jesuiten eine so herausragende Stellung hatte, wie Jesuiten reisten und welche Konsequenzen ihre enorme Mobilität für die europäische Kulturgeschichte tatsächlich hatte.

Mittwoch 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Ort: Seminarraum der Eutiner Landesbibliothek, Schlossplatz 4, 23701 Eutin
www.lb-eutin.de


weiter zum Dezember »


Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten.